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Thomas Müller und seine Bayern-Teamkollegen brauchen ein kleines Wunder.
Thomas Müller und seine Bayern-Teamkollegen brauchen ein kleines Wunder.(Foto: imago/Team 2)

HZ: Juventus führt und dominiert: Konfuse Bayern stehen zur Pause vor CL-Aus

Der FC Bayern braucht im Achtelfinal-Rückspiel gegen Juventus Turin in der 2. Halbzeit mindestens zwei Tore, sonst ist der Champions-League-K.o. der Münchner besiegelt. Zur Pause liegt das Guardiola-Team mit 0:2 hinten - und ist damit noch sehr gut bedient.

Wer hätte das gedacht: 45 Minuten sind in München absolviert, und der FC Bayern steht im Achtelfinal-Rückspiel gegen Juventus Turin mit dem Rücken zur Wand. Zur Pause führen die Italiener mit 2:0. Paul Pogba sorgte mit einem Blitztor in der 5. Minute für einen Fehlstart des FC Bayern. In der 28. Minute tanzte dann Juan Cuadrado nach einem Konter an fünf Münchner Feldspielern vorbei, ehe er Bayern-Keeper Manuel Neuer keine Chance ließ und cool zum 2:0 vollstreckte.

Damit sind die Münchner angesichts einer weiteren Turiner Großchance und eines fälschlicherweise aberkannten Juventus-Tors durch Morata noch gut bedient. Die indisponierten Münchner, die zuletzt 2011 im Achtelfinale gescheitert waren, taten sich gegen die alte Dame sehr schwer. Das Team von Pep Guardiola wirkte fahrig und fand eigentlich nie seinen Rhythmus.

Guardiola bot Franck Ribéry für den angeschlagenen Arjen Robben auf. Der 32 Jahre alte Niederländer stand wegen Adduktorenproblemen nicht einmal im Kader. Freiwillig verzichtete der Bayern-Coach in der Startelf auf den gegen Bremen überragenden Thiago. Dafür begann Xabi Alonso. Bei Juve saß der angeschlagene Ex-Münchner Mario Mandzukic zunächst nur auf der Bank.

Juve begann nicht gerade typisch italienisch, sondern attackierte die Münchner schon weit in deren Hälfte. Zunächst verpasste zwar Arturo Vidal nach Pass von Douglas Costa (2.), doch kurz darauf passierte genau das, was die Bayern vermeiden wollten: ein frühes Gegentor.
Nach einem ungewohnten Patzer von David Alaba, der eine Hereingabe von Sami Khedira zu kurz abwehrte, passte Stephan Lichtsteiner in die Mitte. Pogba schob den Ball ins leere Münchner Tor ein.

Früher Wirkungstreffer

Von diesem Schock erholten sich die Münchner zunächst nicht. Zwar waren sie bemüht, Druck aufzubauen, doch Juve hielt dagegen. Morata (14.) hatte sogar eine gute Schusschance zum 2:0. Auf der anderen Seite gab es eine Direktabnahme von Ribéry (11.). Ansonsten leisteten sich die Münchner beim Spiel in die Spitze erst einmal zu viele Ungenauigkeiten und verbuchten durch Müller kurz vor dem Halbzeitpfiff nur eine echte Torchance.

Anders Juve: Einen Konter über Morata, der die Münchner Abwehr alt aussehen ließ, schloss Cuadrado eiskalt ab. Kurz vor der Pause hatte Cuadrado noch eine Riesenchance, Manuel Neuer und der Pfosten retteten (44.). Das Halbzeitfazit von Bayerns Ehrenpräsident Franz Beckenbauer als Sky-Experte lautete: "Früher hätte man gesagt: Ein Hühnerhaufen ist geordneter als diese Bayern-Abwehr."

Quelle: n-tv.de

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