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"Das ist ein Albtraum!": Kuranyi leidet in Moskau

Erst war Kevin Kuranyi glücklich darüber, mit Dinamo Moskau in der Europa League auf seinen alten Verein VfB Stuttgart zu treffen. Inzwischen gruselt es Kuranyi womöglich. Grund ist der grotesk schlechte Saisonstart, den Dinamo in Russland hingelegt hat. Nach fünf Spielen stehen null Punkte zu Buche.

Es lief schonmal besser für Kevin Kuranyi und Dinamo Moskau.
Es lief schonmal besser für Kevin Kuranyi und Dinamo Moskau.(Foto: dapd)

Fünf Spiele, fünf Niederlagen, abgeschlagen Tabellenletzter: Für Kapitän Kevin Kuranyi und Dynamo Moskau kommt das Playoff-Hinspiel in der Europa League am Mittwoch (18.15 Uhr/Kabel 1) beim VfB Stuttgart zur Unzeit. "Schlimmer geht es nicht mehr. Das ist ein Albtraum!", sagt der frühere VfB-Profi vor seiner Rückkehr ins Schwabenland. Kuranyi hofft, "dass uns die Europa League auf andere Gedanken bringt. Aus jedem Abtraum wacht man ja mal auf und auch die schwärzeste Serie geht einmal zu Ende."

Der frühere Nationalspieler freut sich trotz der verfahrenen Situation in der russischen Premier Liga auf eine "besondere Partie" in Stuttgart, wo er schon als 15-Jähriger und bis 2005 spielte. "Als die Auslosung vorbei war, habe ich gedacht: Das ist überragend! Aber wenn ich es mir hätte aussuchen können, dann wäre es mir noch lieber gewesen, so spät wie möglich auf meinen Ex-Klub zu treffen. Am liebsten im Finale", schrieb der 30-Jährige auf seiner Homepage.

Kuranyi bestritt 99 Bundesliga-Spiele für den VfB (40 Tore), ehe er zu Schalke 04 wechselte. Nach fünf Jahren bei den Königsblauen zog es ihn 2010 nach Moskau. Nach zwei guten Jahren fühlt er sich nun "am Tiefpunkt" angelangt. "Ich hätte nie gedacht, dass ich mich mit meiner Mannschaft einmal in solch einer Situation befinde", sagte er nach dem 1:2 am vergangenen Sonntag gegen Terek Grosny, bei dem Kuranyi wegen "zweier unbeabsichtigter Fouls", wie er betonte, Gelb-Rot sah (90.).

Neuer Trainer, neue Impulse

Immerhin: Der neue Trainer Dan Petrescu, der am Montag sein Amt antrat, gebe der Mannschaft "neue Impulse". Als Kapitän spüre er selbst ganz besonders die Verantwortung für den Klub, betonte Kuranyi. Das wolle er auf dem Platz leben.

Der VfB bleibe "ein besonderer Verein" für ihn, sagte Kuranyi, Stuttgart überdies seine Heimat. "Meine Frau und ich verbringen dort viel Zeit, weil unsere Familien dort leben. Deshalb werden sehr viele Verwandte und Freunde im Stadion sein. Die Unterstützung können wir gut gebrauchen, die Roten sind ein schwerer Gegner. Zweimal 90 Minuten muss die Freundschaft ruhen." Irgendwann, ergänzte Kuranyi, könnte er dann für immer nach Stuttgart zurückkehren. "Ich träume manchmal davon, nochmal für den VfB zu spielen", sagte er.

Quelle: n-tv.de

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