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"So bin ich nicht": Philipp Lahm.
"So bin ich nicht": Philipp Lahm.(Foto: dpa)

Lieber "schöne Grillabende" : Lahm lehnt EM-Comeback ab

Es ist nicht so, als könne Bundestrainer Joachim Löw keine rechten Verteidiger gebrauchen. Doch Philipp Lahm will von einer Rückkehr in die deutsche Elf nichts wissen. Nicht zuletzt, weil das unfair gegenüber den Kollegen sei. Auch sein Karriereende steht fest.

Für Philipp Lahm kommt ein Comeback in der deutschen Nationalelf bei der Fußball-Europameisterschaft in diesem Sommer auch aus Rücksicht auf die aktuellen Akteure nicht infrage. "Es wäre auch nicht fair", sagte der langjährige Kapitän im Trainingslager des FC Bayern in Katar. "Spieler qualifizieren sich dafür. Ich weiß, wie schwierig so eine Qualifikation für die Spieler ist, sich immer wieder zu fokussieren für etwas, dass erst eineinhalb Jahre später kommt, eben die Europameisterschaft. Die Mannschaft ist wieder durchmarschiert in der Qualifikation, dann kann man nicht sagen als Spieler: Jetzt komme ich wieder zurück, um das Turnier zu spielen. So bin ich nicht."

Lahm, 32 Jahre alt, hatte seine DFB-Laufbahn nach dem Triumph bei der Weltmeisterschaft in Brasilien 2014 beendet. Im WM-Finale gegen Argentinien bestritt er sein 113. und wohl auch letztes Länderspiel. Bundestrainer Joachim Löw sucht für die EM in Frankreich weiter einen adäquaten Nachfolger für Lahm auf der Position des rechten Verteidigers. "Wenn ich Entscheidungen treffe, dann habe ich mir die auch überlegt", sagte Lahm. "Ich habe lange mit dem Thema Nationalmannschaft abgeschlossen und werde einen schönen Urlaub haben."

Er freue sich, der deutschen Mannschaft bei "schönen Grillabenden" vor dem Fernsehgerät "die Daumen zu drücken". Zuschauer sei er zuletzt bei der WM 2002 in Japan und Südkorea gewesen - mit 18. Lahm hat auch sein Karriereende beim FC Bayern schon terminiert. "Mit 34 ist Schluss", sagte er in Doha. Am 30. Juni 2018 läuft sein Vertrag beim Rekordmeister aus. "Man muss wissen, wann es zu Ende ist." Sein großes sportliches Ziel ist es, bis dahin mindestens noch einmal die Champions League zu gewinnen.

Quelle: n-tv.de

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