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"Der Trainer zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind": Denis Linsmayer.
"Der Trainer zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind": Denis Linsmayer.(Foto: dapd)

Endlich auf einem Aufstiegsplatz: Lautern feiert die jungen Wilden

Genau davon haben die Fans des 1. FC Kaiserslautern vor der Saison geträumt. Ihre Lieblinsfußballmannschaft steht in der 2. Bundesliga auf einem Aufstiegsplatz - und besteht aus immer mehr Talenten aus der eigenen Jugend. Die jungen Wilden genießen beim FCK großes Vertrauen.

Die Roten Teufel werden immer jünger. Dass der 1. FC Kaiserslautern in der 2. Fußball-Bundesliga endlich einen Aufstiegsplatz erreicht hat, liegt auch an den vielen Talenten, denen Trainer Franco Foda sein Vertrauen schenkt. Beim 4:1 (2:1)-Sieg gegen den FC Erzgebirge Aue standen gleich sieben Spieler auf dem Rasen, die erst 22 Jahre oder jünger sind. "Der Trainer zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagte einer der jungen Wilden, der 21-jährige Denis Linsmayer.

Zusammen mit Steven Zellner (21) gab Linsmayer 90 Minuten lang eine glänzend funktionierende "Doppel-Sechs" ab. Der 22-Jährige Hendrick Zuck gehörte neben Alexander Baumjohann (36./79.) und Mohammadou Idrissou (81.) zu den Torschützen (7. Minute) und bildete zudem mit dem griechischen Nationalspieler Konstantinos Fortounis (20) die Lauterer Flügelzange. Noch jünger ist der 19 Jahre alte Dominique Heintz in der Innenverteidigung. Florian Riedel (22) und Kwame Nsor (20) wurden während des Spiels eingewechselt.

"Überragend, mit welcher Kaltschnäuzigkeit"

Der Pfälzer Jugendstil hat System. Die meisten Nachwuchsspieler standen schon als Jugendliche auf der Westtribüne des Fritz-Walter- Stadions, wurden dann Balljungen, spielten in den verschiedenen Jugend-Teams und empfahlen sich schließlich über die Regionalliga- Mannschaft für einen Vertrag bei den Profis. "Es ist fantastisch", meinte Linsmayer. "Früher stand ich in der Westkurve und bewunderte die Spieler. Heute habe ich dort nach dem Spiel von einem Fan nach unserem Sieg einen Schal als Geschenk bekommen."

Kapitän Florian Dick ist voll des Lobes über die junge Doppel- Sechs, die nach den Ausfällen von Ariel Borysiuk, Enis Alushi, Mimoun Azaouagh und Pierre De Wit erstmals in dieser Formation vor der Abwehr spielte. "Die haben eine tolle Qualität, räumen viel ab und sorgen für Entlastung", meinte er. Auch die Ruhe, die sein junger Nebenmann Heintz ausstrahlt, imponiert dem Kapitän. "Das ist überragend, mit welcher Kaltschnäuzigkeit der in die Zweikämpfe geht und auch mal den Turbo nach vorne einschaltet - das hat Zukunft." Linsmayer sieht das genauso. "Wir kommen von Spiel zu Spiel besser rein", sagte er. "Aber eigentlich hat sich im Vergleich mit der Regionalliga nicht viel verändert. Fußball ist immer noch ein Spiel."

Trainer Foda folgt mit seinem Jugendstil einer klaren Philosophie. Schon in seiner Zeit bei Sturm Graz verhalf er vielen Talenten zum Sprung in die erste Mannschaft. "Jeder kann sich im Training durch Leistung aufdrängen", meint der 46-Jährige. Zwar profitieren die vielen jungen Spieler zurzeit auch von dem großen Verletzungspech des Aufstiegsfavoriten. Insgesamt acht Profis musste Foda gegen Aue ersetzen. Doch erstens gehören mit dem Polen Borysiuk (21) oder selbst dem 25 Jahre alten De Wit noch einige der Ausfälle zu den "jungen Wilden". Und dann stehen in Torhüter Marius Müller (19), Willi Orban (20) und Julian Derstroff (20) bereits die nächsten Talente beim FCK in den Startlöchern.

Quelle: n-tv.de

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