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Da rollt der Ball ins Tor. St. Pauli gewinnt im heimischen Stadion.
Da rollt der Ball ins Tor. St. Pauli gewinnt im heimischen Stadion.(Foto: dapd)

2. Fußball-Bundesliga: Lautern verpasst Platz zwei

St. Pauli ärgert den Aufstiegsaspiranten aus Kaiserslautern. Die Kiezkicker schlagen die Roten Teufel mit 1:0 und vergrößern so die Distanz zu den Abstiegsrängen. Dagegen treten die Kellerkinder aus Aue und Sandhausen auf der Stelle. Union fährt einen Heimsieg ein.

Die Kiezkicker von Trainer Michael Frontzeck verderben Lautern den Spaß.
Die Kiezkicker von Trainer Michael Frontzeck verderben Lautern den Spaß.(Foto: dpa)

Der FC St. Pauli hat dem 1. FC Kaiserslautern am letzten Hinrunden-Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga die erste Niederlage zugefügt. Durch den Treffer ihres Torjägers Daniel Ginczek (67. Minute) kamen die Kiezkicker im Millerntor-Stadion zu einem etwas glücklichen 1:0 (0:0)-Heimsieg und schlossen die Hinserie mit 21 Zählern versöhnlich ab. Die Gäste aus der Pfalz rangieren mit 32 Punkten weiter auf Relegationsplatz drei.

Dabei war das Team von Trainer Franco Foda vor 21.045 Zuschauern zu Beginn die dominierende Elf. Die Gäste hatten die klarere Spielanlage, die besseren Techniker und zwischen der neunten und elften Minute gleich dreimal den Torschrei auf den Lippen. Aber sowohl die Versuche von Ariel Borysiuk und Mohamadou Idrissou als auch ein Querschläger von St. Paulis Rechtsverteidiger Jan-Philipp Kalla landeten am Pfosten.

Es dauerte bis zur 55. Minute, bis die Hausherren durch Lennart Thys Kopfball erstmals torgefährlich wurden. Es war ein Weckruf für die Braun-Weißen, vor allem für den anfangs glücklosen Ginczek. Der kantige Angreifer warf sich nun wuchtig ins Geschehen und hatte zunächst mit einem Schlenzer Pech (66.). Eine Minute später konnte der 21-Jährige dann aber jubeln, nachdem er eine Hereingabe von Christopher Buchtmann im zweiten Versuch über die Linie drückte.

Sandhausen hält Serie

Fußball-Zweitligist SV Sandhausen ist auch im dritten Spiel unter dem neuen Trainer Hans-Jürgen Boysen unbesiegt geblieben. Der Aufsteiger kam trotz über 40-minütiger Unterzahl zu einem 2:2 (1:1) bei Erzgebirge Aue und ist nach fünf Punkten aus drei Spielen punktgleich mit dem 15. VfL Bochum auf dem Relegationsplatz. Aue bleibt mit drei Zählern Vorsprung auf Sandhausen auf dem 13. Rang.

Jan Hochscheidt (9.) hatte die Sachsen früh in Führung gebracht, Frank Löning (39.) glich für den SVS aus. Nach Gelb-Rot gegen Marco Pischorn (50.) ging Sandhausen durch Jan Fießer (62.) sogar in Führung, Thomas Paulus (80., Foulelfmeter) sicherte Aue zumindest noch einen Punkt.

Vor 6150 Zuschauern im Erzgebirgsstadion hatten die Gastgeber in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel und wurden durch die schnelle Führung belohnt. Nach einer präzisen Vorarbeit von Mike Könnecke hob der starke Hochscheidt den Ball sehenswert über Sandhausens Schlussmann Daniel Ischdonat ins Tor. Aue bestimmte auch weiterhin das Geschehen, versäumte es aber, die Führung auszubauen. Stattdessen glich Löning nach einem Eckball von Timo Achenbach per Kopf aus.

Bochum weiter unter Druck

Der 1. FC Union Berlin hat nach drei sieglosen Heimspielen wieder im eigenen Stadion gewonnen. Der Hauptstadtklub setzte sich mit 2:1 (1:1) gegen den VfL Bochum durch. Mit dem Erfolg kletterten die Berliner zumindest vorläufig auf Rang acht und haben nun zehn Zähler Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz. Die Westdeutschen rutschten dagegen auf Platz 15 ab und kassierten die dritte Pleite in Serie.

Vor 14.373 Zuschauern im Stadion "An der Alten Försterei" trafen Markus Karl (3. Minute) und Adam Nemec (52.) für die Köpenicker. Zlatko Dedic (23.) hatte mit seinem vierten Saisontor den zwischenzeitlichen Ausgleich in einem mittelmäßigen Spiel erzielt. Mit dem Sieg baute Union seine Erfolgsserie aus: Die Berliner sind nunmehr seit sechs Partien ungeschlagen und haben nur eine der vergangenen zwölf Begegnungen verloren. Für die Westdeutschen war es dagegen das sechste Auswärtsspiel ohne Sieg - die Abstiegssorgen beim ehemaligen Erstligisten werden somit immer größer.

Quelle: n-tv.de

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