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Per Elfmeter setzte Stefan Kießling setzte famose Torserie gegen Stuttgart fort und leitete die späte Wende ein.
Per Elfmeter setzte Stefan Kießling setzte famose Torserie gegen Stuttgart fort und leitete die späte Wende ein.(Foto: dpa)

Doppelschlag schockt Stuttgart: Leverkusen siegt ganz spät

Mit der Fortsetzung seiner grandiosen Torserie gegen den VfB Stuttgart leitet Leverkusens Stürmer Stefan Kießling den Sieg der Werkself ein. Per Elfmeter gleicht er die Partie aus. Damit ermöglicht er es Teamkollege Lars Bender, wenig später das Siegtor zu köpfen.

Bayer Leverkusen ist mit dem 2:1 (1:1) gegen den VfB Stuttgart dem direkten Einzug in die lukrative Champions League einen großen Schritt näher gekommen. Mit dem 13. Saisonsieg in der Fußball-Bundesliga vergrößerte die auf Platz drei liegende Werkself den Abstand zum Verfolger Eintracht Frankfurt auf sieben Punkte. Vor rund 27.058 Zuschauern sorgten Stefan Kießling (82./Handelfmeter), der zum achten Mal in Folge gegen den VfB traf, und Lars Bender (86.) mit ihren späten Toren für den Erfolg. Die Führung für die Gäste hatte Vedad Ibisevic (12./Foulelfmeter) erzielt. Bayer setzte nach zuvor nur einem Sieg in fünf Liga-Partien und dem Aus in der Europa League gegen Benfica Lissabon wieder ein Zeichen. Die Hoffnungen der Stuttgarter, einem Europacup-Rang wieder näher zu kommen, erfüllten sich nicht.

Vedad Ibisevic ließ den VfB mit seinem Elfertor lange von Punkten in Leverkusen träumen.
Vedad Ibisevic ließ den VfB mit seinem Elfertor lange von Punkten in Leverkusen träumen.(Foto: dapd)

Nach dem Europacup-Aus in Lissabon und der trostlosen Nullnummer beim Tabellenletzten SpVgg Greuther Fürth hatten sich die Leverkusener viel vorgenommen. Zumal bei den Stuttgartern ihr Ex-Coach Bruno Labbadia auf der Bank saß, auf den sie bis heute nicht gut zu sprechen sind. Tatsächlich gingen die Gastgeber zunächst zielstrebig ans Werk, wurden in der 12. Minute aber schon ausgebremst: Bayer-Verteidiger Philipp Wollscheid brachte Ibisevic am eigenen Strafraum zu Fall und Schiedsrichter Wolfgang Stark entschied auf Strafstoß, den der gefoulte Stuttgarter selbst verwandelte.

Danach lief bei Bayer 04 nicht mehr viel gegen die sich fast nur in der eigenen Hälfte aufhaltenden Schwaben zusammen. Wie schon in den Partien zuvor fehlte den Leverkusener die Kreativität in der Offensive, um das Abwehrbollwerk des Gegners zu knacken. Chancen waren Mangelware. In der 17. Minute köpfte Stefan Kießling nach Ecke von Gonzalo Castro über das Tor. Fast eine Viertelstunde dauerte es, ehe Bayer-Kapitän Bender erstmals VfB-Torwart Sven Ulreich prüfte. Drei Minuten später war Ulreich nach einem Heber von Kießling schon geschlagen, aber Serdar Tasci (42.) drosch den Ball Zentimeter vor der Torlinie noch weg.

Stuttgart zunächst auswärtsstark

Die Stuttgarter zeigten drei Tage nach dem Pokalerfolg gegen den VfL Bochum (0:2) kaum Ermüdungserscheinungen und bewiesen, dass sie nach München und Dortmund der auswärtsstärkste Club der Liga sind. Nach der Pause wagten sie sich sogar öfter aus der eigenen Hälfte und waren dem zweiten Treffer zunächst näher. Bei zwei Schüssen von Christian Gentner (50./56.) und gegen den allein auf ihn zulaufenden Gotoku Sakai (62.) bewahrte jedoch Torwart Bernd Leno den Werksclub gegen seinen ehemaligen Verein mehrfach vor einem weiteren Treffer.

Die Leverkusener mühten sich lange vergeblich um den Ausgleich und brauchten die Hilfe von Cristian Molinaro, der mit seinem Handspiel das 1:1 durch Kießling ermöglichte. Zuvor hatte Bayer kaum eine zündende Idee gehabt, um eine Lücke in der VfB-Abwehr zu finden. Vier Minuten vor dem regulären Ende köpfte Bender das etwas glückliche Siegtor gegen kämpferisch überzeugende Stuttgarter.

Quelle: n-tv.de

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