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Leverkusen konnte Villarreal wenig entgegen setzen.
Leverkusen konnte Villarreal wenig entgegen setzen.(Foto: imago/MIS)

Glanzlos gegen Villarreal: Leverkusen verabschiedet sich aus Europa

Bayer 04 Leverkusen kann sich nun auf die Fußball-Bundesliga konzentrieren. Der Klub scheitert im Achtelfinale der Europaliga am FC Villarreal. Verletzungen plagen die die Elf von Trainer Roger Schmidt, die den Spaniern erstaunlich wenig entgegensetzt.

Bayer Leverkusen hat ein mittleres Fußballwunder verpasst und sich denkbar glanzlos aus der Europaliga verabschiedet. Nach einem torlosen Remis im Rückspiel scheiterte die Werkself wie vor fünf Jahren im Achtelfinale am FC Villarreal. Nach dem 0:2 in Hinspiel konnte die ersatzgeschwächte Elf von Trainer Roger Schmidt das Abwehrbollwerk der Spanier auch vor heimischer Kulisse nicht knacken und ergab sich am Ende in ihr sportliches Schicksal.

Leverkusen wartet damit weiter auf den ersten Viertelfinaleinzug in diesem Wettbewerb seit 2008. Vor 23.409 Zuschauern musste Bayer kurzfristig auch noch auf den verletzten Stürmer Stefan Kießling verzichten, so dass sich die Ausfallliste auf acht Spieler verlängerte. Aufgrund der Personalknappheit vor allem in der Defensive ließ Schmidt Flügelflitzer Karim Bellarabi als Rechtsverteidiger spielen. Immerhin war Hakan Calhanoglu dabei, dem wegen möglicher Vertragsverletzungen im Jahr 2011 eine Sperre durch den Weltverband Fifa droht.

Wenig trickreiche Manöver

Der erkältete Mittelfeldregisseur blieb jedoch blass, auch wenn er an den einzigen gefährlichen Aktionen seines Teams vor der Pause beteiligt war. In der 19. Minute schnappte ihm Gäste-Torwart Sergio Asenjo, der nach einem Kreuzbandriss sein erstes Saisonspiel absolvierte, den Ball vom Fuß. Kurz vor der Pause landete ein Eckball von Calhanoglu direkt vor den Füßen von Marlon Frey, doch der 19 Jahre alte Youngster zielte zu hoch.

Ansonsten fiel den bemühten Leverkusenern kaum etwas ein, um die kompakte Abwehr der Spanier ins Wanken zu bringen. Immer wieder liefen sich die Hausherren fest, so dass Asenjo weitgehend einen ruhigen Abend verlebte. Die größte Möglichkeit in der ersten Halbzeit bot sich den Gästen. Nach einem schnellen Konter tauchte Denis Suarez frei vor dem Bayer-Tor auf, wurde im letzten Moment aber noch von Kyriakos Papadopoulos gestoppt. Der Innenverteidiger war nach dem Wechsel auch maßgeblich an der größten Bayer-Chance beteiligt. Einen Kopfballaufsetzer des Griechen, der zehn Minuten vor Schluss angeschlagen vom Feld humpelte, fischte Asenjo aus dem Torwinkel.

Viel mehr gelang Bayer nicht, so dass die Fans vergeblich auf den vierten 3:0-Sieg ihrer Elf gegen ein spanisches Team in der Europacup-Historie hofften. Dafür hätte Cedric Bakambu die Spanier wie im Hinspiel, als er doppelt traf, zum Sieg schießen können. Der bullige Stürmer verzog in der 67. Minute freistehend. Einen Kopfball von Roberto Soldado (72.) lenkte Bayer-Torwart Bernd Leno mit einem Reflex über die Latte. In der Nachspielzeit bewahrte André Ramalho sein überfordertes Team zumindest vor einer Niederlage.

Quelle: n-tv.de

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