Mittwoch, 21. Dezember 2011
Liverpools Star schimpft rassistisch: Verband sperrt Suarez acht Spiele
Fifa-Präsident Joseph Blatter glaubt, Rassismus im Fußball lässt sich durch einen Händedruck beseitigen. Der englische Fußballverband FA setzt auf Sanktionen und deshalb bei Luis Suarez ein Zeichen. Der Uruguayer soll Patrice Evra von Manchester United rassistisch beleidigt haben.
Luis Suarez soll Patrice Evra mehrfach rassistisch beleidigt haben. Seine Sperre ist noch nicht rechtskräftig.
(Foto: AP)
Fußball-Profi Luis Suarez vom FC Liverpool ist wegen rassistischer Äußerungen für acht Spiele gesperrt worden. Der englische Verband FA sah es als erwiesen an, dass der Stürmer seinen Gegenspieler Patrice Evra von Manchester United am 15. Oktober wegen dessen Hautfarbe beleidigt hat. Wie die FA außerdem mitteilte, muss der 24 Jahre alte Uruguayer zudem 40.000 Pfund (rund 47.600 Euro) Strafe bezahlen. Suarez, der den Vorwurf bestreitet, oder sein Verein haben zwei Wochen Zeit für einen Einspruch.
Frankreichs Nationalspieler Evra hatte unmittelbar nach der Partie in Liverpool (1:1) die Vorwürfe erhoben. Dabei gehe es vor allem um einen speziellen, beleidigenden Ausdruck. "Man kann sehen, dass er das ominöse Wort zehnmal sagt", unterstrich der Verteidiger in einem TV-Interview. "Dafür ist im Jahr 2011 kein Platz mehr."
Suarez hatte sich von Beginn an gegen den Rassismus-Vorwurf gewehrt. Sowohl der Club als auch Coach Kenny Dalglish unterstützten ihn dabei. Eine unabhängige Kommission der FA befragte Spieler und Zeugen vom 14. bis 20. Dezember und kam nun zu einem Urteil.
dpa
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