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In Gedanken: Bundestrainer Joachim Löw plagen Personalsorgen.
In Gedanken: Bundestrainer Joachim Löw plagen Personalsorgen.(Foto: dpa)

Keine Ersatzleute gegen Kasachstan: Löw bleibt beim Altbewährten

Joachim Löw geht den nächsten Schritt zur WM 2014 in Brasilien mit bewährten Kräften. Für die Quali-Spiele gegen Kasachstan verzichtet der Bundestrainer trotz personeller Engpässe auf Veränderungen. Stefan Kießling hat in der DFB-Auswahl keinen Platz.

Wieder nicht dabei: Stefan Kießling
Wieder nicht dabei: Stefan Kießling(Foto: dpa)

Trotz der Ausfälle von Miroslav Klose und Mats Hummels verzichtet Joachim Löw für die WM-Qualifikationsspiele gegen Kasachstan auf personelle Neuerungen. Der Bundestrainer nominierte den Leverkusener Bundesliga-Topstürmer Stefan Kießling erneut nicht als Klose-Ersatz für seinen 23-Mann-Kader. Auch für den am Knöchel verletzten Hummels holte Löw keinen neuen Innenverteidiger in sein Aufgebot, sondern setzt in der Defensive auf ein Sextett erfahrener Akteure. Die Fußball-Nationalmannschaft tritt am Freitag kommender Woche in Astana und vier Tage später in Nürnberg gegen Außenseiter Kasachstan an.

"Die Erwartung ist, dass wir die beiden Spiele gewinnen. Wir gehen als Favorit in die Partien und nehmen diese Rolle an", sagte Löw bei einer Pressekonferenz. Der Ausfall von Klose fällt für Löw nicht so sehr ins Gewicht, dass er nach personellen Alternativen suchen müsste. "Wir haben vorne im Sturmzentrum genügend Qualität. Ich bin überzeugt, dass wir in der Offensive keine Probleme haben", begründete Löw seinen Kießling-Verzicht.

Gomez als einzige echte Spitze

Zum Aufgebot gehört Lukas Podolski. Der frühere Kölner hatte das Champions-League-Spiel seines FC Arsenal beim FC Bayern München (2:0) wegen einer Sprunggelenksverletzung verpasst. Offenbar rechnet Löw mit einer rechtzeitigen Genesung des Offensivspielers. Per Twitter kündigte Podolski schon seine baldige Rückkehr an. Weil Miroslaw Klose weiter an einem Bänderriss im Knie laboriert, kommt wie schon beim 2:1 in Frankreich zum Jahresauftakt Mario Gomez als einzige echte Spitze zum Einsatz. Beim Test in den Niederlanden (0:0) im November 2012 hatte Löw sogar ohne echten Stürmer gespielt und stattdessen Mario Götze in die vorderste Reihe beordert.

Der Dortmunder Götze hatte wie seine Dortmunder Vereinskollegen Marco Reus und Marcel Schmelzer neben dem Münchner Bastian Schweinsteiger gegen Frankreich wegen Verletzung oder Erkrankung gefehlt. Das Trio ist nun wieder im Aufgebot dabei. Reus ist allerdings im Hinspiel gesperrt. Als dritten Torwart hinter Manuel Neuer und René Adler nominierte Löw Ron-Robert Zieler. Der Schlussmann von Hannover 96 bekam somit den Vorzug vor Marc-André ter Stegen von Borussia Mönchengladbach.

Löw setzt damit wie seit dem EM-Ausscheiden im Sommer 2012 im Halbfinale gegen Italien (1:2) weiter auf personelle Kontinuität. 19 der 23 Spieler im aktuellen Kader waren auch schon in Polen und der Ukraine dabei. Zudem gehören die EM-Fahrer Klose, Hummels und der langzeitverletzte Holger Badstuber nach ihren Blessuren sicher wieder zum Stammpersonal.

Mit den Partien gegen Kasachstan geht für die DFB-Auswahl die Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien weiter. Zuletzt hatte es im Oktober in Berlin das dramatische 4:4 gegen Schweden gegeben. In der Gruppe C liegt die noch ungeschlagene Löw-Elf mit zehn Punkten vor Schweden (7 Punkte) und Irland (6) auf Platz eins. Die beiden Verfolger haben allerdings jeweils eine Partie weniger bestritten.

Quelle: n-tv.de

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