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In Asien sollen hohe Geldbeträge auf das Testspiel gesetzt worden sein.
In Asien sollen hohe Geldbeträge auf das Testspiel gesetzt worden sein.(Foto: picture alliance / dpa)

+ Fußball, Transfers, Gerüchte + : Manipulationsverdacht bei Gladbach-II-Spiel

BVB-Verteidiger Hummels schreibt die Meisterschaft ab, ein anderer Dortmunder warnt vor der Premier League, ein Dritter ist immer noch im Fußballhimmel. Ein Schalker ist heißbegehrt und ein Testspiel in der Türkei soll manipuliert worden sein.

Ein Fußball-Testspiel zwischen dem SV Wehen Wiesbaden und der zweiten Mannschaft von Borussia Mönchengladbach (3:1) steht unter Manipulationsverdacht. Beide Vereine bestätigten am Abend einen entsprechenden Bericht des "Wiesbadener Kuriers". Danach wurden sowohl der Drittliga-Club als auch die Borussia von der Sportradar AG darauf aufmerksam gemacht, dass in Asien hohe Geldbeträge auf eine bestimmte Anzahl von Toren in dieser Partie gewettet wurden. Die Firma überwacht im Auftrag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und der Deutschen Fußball Liga (DFL) zahlreiche Spiele auf mögliche Wettmanipulationen. Das Spiel fand am Samstag im türkischen Side statt, wo beide Mannschaften aktuell ein Trainingslager absolvieren. Es ging auch deshalb mit 3:1 für Wehen Wiesbaden aus, weil beide Teams je einen völlig unberechtigten Strafstoß erhielten. Von "Slapstick-Elfmetern" sprach Gladbach-Trainer Arie van Lent hinterher, ohne zu diesem Zeitpunkt bereits von dem Manipulationsverdacht zu wissen. Organisiert wurden Trainingslager und Testspiel von einer türkischen Agentur, die auch den Schiedsrichter organisiert hat. Vor allem in der Türkei, wo zwischen Januar und März insgesamt mehrere hundert Profi-Teams aus allen Teilen Europas ihre Wintertrainingslager abhalten, geraten bereits seit Jahren immer wieder solche Partien unter Manipulationsverdacht. (jgu)

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Aubameyang: "Gefühlt wie Michael Jackson"

Bester Fußballer Afrikas: Pierre-Emerick Aubameyang.
Bester Fußballer Afrikas: Pierre-Emerick Aubameyang.(Foto: dpa)

Afrikas Fußballer des Jahres Pierre-Emerick Aubameyang ist immer noch im Rausch der Gefühle im Trainingslager von Borussia Dortmund in Dubai angekommen. "Die Ankunft in Gabun war verrückt. So etwas habe ich noch nie gesehen. Es waren so viele Menschen auf der Straße. Ich habe mich gefühlt wie Michael Jackson", sagte der 26-Jährige zu BVB-TV.

Aubameyang hatte am Donnerstag als erster Gabuner und erster Bundesliga-Profi die Auszeichnung als Afrikas Fußballer des Jahres gewonnen. Bei der Wahl habe er sich "geehrt gefühlt wie ein Präsident", sagte der Torjäger. Der Gabuner Aubameyang hatte sich mit 28 Bundesliga-Toren im Kalenderjahr 2015 für die Auszeichnung empfohlen. In der Hinrunde traf er 18 Mal in 17 Spielen und führt damit die Torjägerliste an. (cwo)

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Spaniens Giganten wollen Schalker Juwel

Nicht nur bei den Schalker Fans äußerst beliebt: Leroy Sané.
Nicht nur bei den Schalker Fans äußerst beliebt: Leroy Sané.(Foto: dpa)

Schalkes Youngster Leroy Sané ist eine der Entdeckungen der Bundesliga-Hinrunde. Und weil das so ist, beschäftigt Fußball-Deutschland längst die Frage, wie lange der 19-Jährige noch ein Bundesliga-Star bleiben wird. Einen Wechsel im Winter hat Sanés Berater Jürgen Milewski ausgeschlossen. Trotzdem wird es immer unwahrscheinlicher, dass der Shootingstar über den Sommer hinaus ein "Königsblauer" bleiben wird. Der englische Spitzenklub Manchester City soll angeblich eine Offerte über 55 Millionen Euro vorbereiten, um das Offensivtalent zu verpflichten.

Laut "WAZ" sind die Citizens aber nicht der einzige Spitzenklub, der bei Milewski bereits sein Interesse hinterlegt hat. Auch die spanischen Fußball-Giganten Real Madrid und FC Barcelona buhlen demnach um Sané. Die "Königlichen" durften sich dabei schon im eigenen Stadion von Sanés Qualitäten überzeugen. Beim sensationellen 4:3-Sieg der Schalker im Achtelfinal-Rückspiel, bei dem die "Königsblauen" nur knapp ein Champions-League-Wunder verpassten, erzielte Sané im März 2015 bei seinem Debüt in der Königsklasse das zwischenzeitliche 3:3 - mit einem Traumtor. (cwo)

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VfL Wolfsburg trauert um Malanda

In Wolfsburg konnten Fans in der Kapelle im Stadion des verunglückten Junior Malanda gedenken.
In Wolfsburg konnten Fans in der Kapelle im Stadion des verunglückten Junior Malanda gedenken.(Foto: dpa)

Die Mannschaft des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg hat im Trainingslager in Lagos/Portugal ihres genau vor einem Jahr tödlich verunglückten Mitspielers Junior Malanda gedacht. Trainer Dieter Hecking versammelte seine Spieler vor der ersten Übungseinheit auf dem Platz zu einer Schweigeminute. Auf den Trainingsshirts der Spieler war ein grünes Herz mit der 19 aufgedruckt - Malandas Rückennummer beim VfL. "Für immer in unseren Herzen! Ruhe in Frieden, Junior!", schrieb der Klub auf seinem Twitter-Account. Zudem öffnete der Verein die Kapelle in der VfL-Arena, um allen Fans ein gemeinsames Gedenken zu ermöglichen. "Es bleibt weiterhin eine Tragödie und ein großer Verlust, in erster Linie für Juniors Familie - aber auch für den VfL Wolfsburg, für seine Fans, Spieler und Mitarbeiter", sagte Manager Klaus Allofs.

An Nachmittag des 10. Januar 2015 war der Touareg des belgischen U21-Nationalspielers auf der A2 bei Porta Westfalica von der Straße abgekommen und hatte rechts die Leitplanke durchbrochen. Malanda, der unangeschnallt auf der Rückbank saß, wurde aus dem Auto geschleudert und war sofort tot. (cwo)

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BVB-Boss warnt Profis vor England-Wechsel

Als Freund des englischen Fußballs kann man BVB-Boss Hans-Joachim Watzke nicht wirklich bezeichnen.
Als Freund des englischen Fußballs kann man BVB-Boss Hans-Joachim Watzke nicht wirklich bezeichnen.(Foto: dpa)

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke gefällt sich als Macher, aber auch Mann der mahnenden Worte. Nun hat sich der BVB-Boss kritisch zum Fußball in der englischen Premier League geäußert - und Profis von einem Wechsel auf die Insel abgeraten. "Die Spieler werden dort häufig ausgepresst wie eine Zitrone. Sie haben angesichts ihres Spielrhythmus' ja kaum noch die Möglichkeit zu trainieren", sagte der 56 Jahre alte Watzke der "Bild am Sonntag".
Watzke glaubt, dass sich Spieler aus der Bundesliga trotz finanzieller Verlockungen einen Wechsel nach England "gut überlegen" würden: "Profis, die etwas mehr nachdenken als nur darüber, was am Ende des Monats im Geldbeutel landet, werden das auch bei ihrer Entscheidung berücksichtigen."

Watzke ergänzte, dass er an den Weihnachtstagen "viel Premier-League-Fußball geschaut" habe. Dabei habe er nicht das Gefühl entwickelt, "dass das Niveau dort gestiegen ist. Auf der Insel sind vor allem die Ausgaben gestiegen." (cwo)

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Neuer lobt Bayerns Torwarttalent Früchtl

Weltmeister Manuel Neuer hat Nachwuchstorwart Christian Früchtl als besondere Begabung gelobt, aber zugleich vor überzogenen Erwartungen mit Blick auf die Zukunft des erst 15-Jährigen gewarnt. "Er hat auf jeden Fall Talent. Aber man kann nicht sagen, was aus dem Christian wird. Aber er hat gute Voraussetzungen", urteilte Neuer, der im Trainingslager des FC Bayern München in Katar mit dem U16-Schlussmann täglich zusammen trainiert. Der Eindruck sei nach fünf Tagen "sehr gut", erklärte Neuer.

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"Er ist anderthalb Köpfe größer als ich in seinem Alter", bemerkte der weltbeste Schlussmann zu den körperlichen Voraussetzungen des jungen Kollegen, der 1,90 Meter misst und Schuhgröße 50 hat. "Er passt auf, ist aufmerksam, versucht viel zu lernen", lobte Neuer den Azubi. "Er ist totales Mitglied im Torwartkreis." Der aus dem niederbayerischen Bischofsmais stammende Früchtl ist in Doha als vierter Bayern-Torwart neben den Profis Neuer, Sven Ullreich und Tom Starke dabei, um auf höchstem Niveau dazuzulernen. (cwo)

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Rüdiger schießt sein erstes Tor für AS Rom

Antonio Rüdiger kommt immer mehr an bei der Roma.
Antonio Rüdiger kommt immer mehr an bei der Roma.(Foto: imago/Uwe Kraft)

Trotz des ersten Serie-A-Tors seines deutschen Fußball-Nationalspielers Antonio Rüdiger hat der AS Rom einen Big Point im Kampf um die Europacup-Qualifikation verpasst. Die Roma, die den begehrten fünften Platz belegt, kam nach dem frühen Führungstor des Ex-Stuttgarters (4.) nur zu einem 1:1 (1:0) gegen den Tabellensechsten AC Mailand. Dennoch hat Rom weiter fünf Punkte Vorsprung auf Milan.

Der frühere Schalker Bundesligaprofi Kevin-Prince Boateng absolvierte für Mailand sein erstes Spiel seit seiner Rückkehr zu den Rossoneri. Der 28-Jährige wurde in der 56. Minute eingewechselt und überzeugte auf Anhieb. "Äußerst mobil und mit klarem Kopf. Boateng ist schon bestens in der Mannschaft integriert", kommentierte die "Gazzetta dello Sport".

Derweil feierte Lazio Rom ohne Weltmeister Miroslav Klose einen wichtigen und überraschenden Sieg und wahrte seine kleine Chance auf die Europacup-Teilnahme. Beim Tabellenzweiten AC Florenz gewannen die Römer mit 3:1 (1:0) und verkürzten den Rückstand auf die Roma auf sieben Punkte.

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Hummels setzt auf Pokale statt Meisterschaft

Hummels sieht seine Vertragssituation beim BVB entspannt.
Hummels sieht seine Vertragssituation beim BVB entspannt.(Foto: REUTERS)

Weltmeister Mats Hummels rechnet sich mit Borussia Dortmund im Titelkampf der Fußball-Bundesliga kaum noch Chancen aus. "In der Liga haben die drei Punkte, die wir im letzten Spiel in Köln noch hergegeben haben, das Thema sehr weit nach hinten geschoben", sagte Hummels der "Bild am Sonntag". Der BVB hatte zum Hinrundenabschluss beim 1. FC Köln nach zwei späten Gegentoren verloren (1:2), der Rückstand auf Herbstmeister Bayern München wuchs auf acht Punkte.

Angesichts des großen Abstandes auf den Branchenprimus denkt Hummels mit Blick auf mögliche Titel deshalb "eher an die Pokalwettbewerbe“. Im DFB-Pokal trifft Dortmund im Viertelfinale auf den VfB Stuttgart (9. Februar), in der Europa-League-Zwischenrunde bekommt es das Team von Trainer Thomas Tuchel mit dem FC Porto zu tun (18./25. Februar).

Angesprochen auf seine sportliche Zukunft sagte Hummels: "Es gibt in keine Richtung irgendwelche Gespräche, und ich gehe das Thema auch wirklich sehr entspannt an, weil ich keinen großen Zeitdruck sehe." Der Vertrag des Abwehrspielers in Dortmund endet 2017. (shu)

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Gewerkschaftsbund: Bayern-Training in Katar ist falsch

Robert Lewandowski im Trainingslager in Katar.
Robert Lewandowski im Trainingslager in Katar.(Foto: picture alliance / dpa)

Die Kritik am neuerlichen Trainingslager des deutschen Fußball-Meisters Bayern München in Katar reißt nicht ab. "Bayern München sollte kein Trainingslager in Katar aufschlagen. Sie legitimieren damit ein System der modernen Sklaverei", erklärte Kommunikationsdirektor Tim Noonan vom Internationalen Gewerkschaftsbund (IGB) im ZDF mit Blick auf die Missachtung von Menschen- und Arbeiterrechten im Golf-Emirat.

Die Münchner absolvieren derzeit zum wiederholten Mal ihre Rückrunden-Vorbereitung in dem Wüstenstaat. Aufgrund zahlreicher Todesfälle ausländischer Arbeiter auf Baustellen für die WM-Endrunde 2022 durch die ausbeuterischen Rahmenbedingungen fordern mehrere Organisationen zum Schutz der Menschenrechte für Katar den Entzug der WM-Gastgeberrolle. (shu)

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Lewandowski ist Sportler des Jahres in Polen

Große Ehre für Robert Lewandowski: Der Torjäger des FC Bayern München ist in Polen zum Sportler des Jahres 2015 gewählt geworden. Der 27 Jahre alte Weltklassestürmer gewann die Abstimmung in seinem Heimatland als erster Fußballer seit 33 Jahren. "Diese Auszeichnung bedeutet mir sehr, sehr viel. Ich freue mich sehr", erklärte Lewandowski im Bayern-Trainingslager in Katar.

Der ehemalige Dortmunder kann auf ein grandioses Jahr 2015 zurückblicken. 38 Tore erzielte er in 51 Pflichtspielen für den FC Bayern. Mit seinen fünf Toren in neun Minuten beim 5:1 gegen den VfL Wolfsburg schrieb er zudem im September Bundesligageschichte. Hinzu kamen zehn Treffer in sieben Spielen für die polnische Nationalmannschaft. In der EM-Qualifikation sicherte Lewandowski Polen mit 13 Treffern in zehn Partien (Rekord) beinahe im Alleingang die Teilnahme an der Europameisterschaft in Frankreich.

Die Wahl zu Polens Sportler des Jahres wird seit 1926 von den Lesern der Sportzeitung "Przeglad Sportowy" durchgeführt. (hul)

Hier geht es zum Fußball-Ticker vom Samstag, 09. Januar

Quelle: n-tv.de

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