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"Der höflichste Präsident der Welt": Dimitri Tarasow von Lokomotive Moskau präsentierte nach Abpfiff in Istanbul ein T-Shirt mit Botschaft.
"Der höflichste Präsident der Welt": Dimitri Tarasow von Lokomotive Moskau präsentierte nach Abpfiff in Istanbul ein T-Shirt mit Botschaft.(Foto: AP)

+ Fußball, Transfers, Gerüchte +: Moskau-Profi zeigt Putin-Shirt in Istanbul

Zwei Innenverteidiger klopfen bei Joachim Löw an. David Beckham träumt von seiner eigenen Fußballmannschaft. Neymar hat Ärger mit dem Fiskus, in Argentinien erschießt ein Spieler einen Schiedsrichter. Und Jérôme Boateng vom FC Bayern übt sich in Geduld.

Sportlich war das Zwischenrunden-Hinspiel in der Europa League zwischen Fenerbahce Istanbul und Lokomotive Moskau eine klare Sache, die Türken siegten mit 2:0. Für Schlagzeilen dürfte die Partie aus unsportlichen, genauer politischen Gründen sorgen. Denn nach dem Abpfiff zeigte sich Moskau-Profi Dimitri Tarasow in einem T-Shirt mit dem Bild des russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem Aufdruck: "Der höflichste Präsident". Tarasow wurde später mit den Worten zitiert: "Das ist mein Präsident. Ich schätze ihn und möchte zeigen, dass ich ihn unterstütze. Auf dem Shirt steht alles, was ich sagen wollte." Die Aufschrift "Der höflichste Präsident" bezieht sich auf eine Aussage von Putin 2014, der russische Soldaten bei der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim als "höfliche Leute" gelobt hatte.

Unabhängig davon, dass politische und religiöse Botschaften bei internationalen Spielen laut Uefa-Statuten verboten sind, dürfte Tarasows T-Shirt in der Türkei als Affront aufgefasst werden. Das Verhältnis der beiden Länder ist stark belastet, seit die Türkei im November einen russischen Kampfjet im Grenzgebiet zu Syrien abgeschossen hat. Zur Sicherung des Risikospiels waren russische Polizisten nach Istanbul gereist. Unklar ist aber noch, ob auch türkische Polizisten zum Rückspiel am 25. Februar nach Moskau reisen. (cwo)

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Klopp schwärmt von Matips "wahrer Klasse"

Der Kuschelei mit dem Aston-Villa-Maskottchen am Wochenende ließ Jürgen Klopp nun verbales Schmeicheleien für den künftigen Liverpooler Joel Matip folgen.
Der Kuschelei mit dem Aston-Villa-Maskottchen am Wochenende ließ Jürgen Klopp nun verbales Schmeicheleien für den künftigen Liverpooler Joel Matip folgen.(Foto: imago/BPI)

Ein Schalker und ein BVB-Rekordtrainer - für Jürgen Klopp ist das die perfekte Verbindung. Der mittlerweile beim FC Liverpool tätige Ex-BVB-Trainer bezeichnete lobte Innenverteidiger Joel Matip nach der Verpflichtung ab dem kommenden Sommer als seinen Wunschspieler bezeichnet - trotz dessen Schalker DNA. "Er hat nie für meine Mannschaft gespielt, im Gegenteil, er hat für den größten Rivalen gespielt. Selbst, als er für das Team spielte, das du als Dortmund-Trainer nicht lieben darfst, habe ich seine Qualität gesehen. Das ist dann wahre Klasse", sagte Klopp auf der Liverpooler Internetseite.

Er sei mit Matips ablösefreiem Transfer "sehr glücklich. Er ist vielleicht in England nicht der berühmteste Spieler, aber er hat 200 Bundesliga-Spiele für Schalke gemacht. Er ist groß, wirklich sehr groß, robust, schnell und torgefährlich, erst 24 und doch sehr erfahren. Das ist selten." (cwo)

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Fenerbahce peilt EL-Achtelfinale an

Der Brasilianer bescherte Fenerbahce mit seinen beiden Toren einen komfortablen Vorsprung für das Rückspiel in Moskau.
Der Brasilianer bescherte Fenerbahce mit seinen beiden Toren einen komfortablen Vorsprung für das Rückspiel in Moskau.(Foto: dpa)

Fenerbahce Istanbul hat sich eine gute Ausgangsposition für das Erreichen des Achtelfinals in der Fußball-Europa-League verschafft. Der türkische Tabellenführer gewann das Zwischenrunden-Hinspiel gegen Lokomotive Moskau hochverdient mit 2:0 (1:0). Beide Tore für die Mannschaft von Trainer Vitor Pereira erzielte der Brasilianer Souza (18./72. Minute). Zur Sicherung des Risikospiels waren russische Polizisten nach Istanbul gereist. Das Verhältnis der beiden Länder ist stark belastet, seit die Türkei im November einen russischen Kampfjet im Grenzgebiet zu Syrien abgeschossen hat. Unklar ist, ob auch türkische Polizisten zum Rückspiel am 25. Februar nach Moskau reisen. (cwo)

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Boateng peilt Rückkehr im April an

"Die Geduld ist schlecht bei mir": Jérôme Boateng.
"Die Geduld ist schlecht bei mir": Jérôme Boateng.(Foto: dpa)

Nach seiner schweren Muskelverletzung peilt Jérôme Boateng seine Rückkehr beim FC Bayern an. "Mein Ziel ist es, so im April zu versuchen, wieder ins Mannschaftstraining zu kommen und bis jetzt sieht es ganz gut aus", sagte der Innenverteidiger. "Aber ich will kein Datum nennen und mich unter Druck setzen. Klar will ich schnell wieder zurück, aber ich kann nichts versprechen." Der 27-Jährige hatte sich beim 2:1 der Münchner gegen den Hamburger SV Ende Januar schwer im linken Adduktorenbereich verletzt. Seitdem ist Boateng in der Rehabilitation. "Die Geduld ist schlecht bei mir", räumte er ein. "Aber mir geht's ganz gut, ich bin ganz zufrieden mit dem Verlauf und hoffe, dass ich in der nächsten Woche dann langsam steigern kann. Ich bin positiv gestimmt und will so schnell wie möglich zurück auf den Platz, aber leider muss ich Geduld haben und darf nichts überstürzen." Für den Nationalspieler ist es "das erste Mal eine schwierige Verletzung". Es sei "schwierig, weil man zum ersten Mal merkt, man kann nicht das machen, was man liebt." (sgi)

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Rote Karte - Spieler erschießt Schiedsrichter

Bei einem Amateurfußballspiel in Argentinien hat ein frustrierter Spieler offenbar den Schiedsrichter erschossen. Zumindest berichtet das der Sportinformationsdienst und beruft sich auf "lokale Medien". Demnach habe der Unparteiische César Flores, 48 Jahre alt, den Spieler während einer Partie in der Provinz Córdoba vom Platz gestellt. Daraufhin habe der Tatverdächtige eine Waffe aus seinem Rucksack geholt, sei auf das Spielfeld zurückgekehrt und habe Flores erschossen. Ein Polizist soll bestätigt haben: "Das alles geschah während des Fußballspiels. Wir kennen noch nicht den genauen Sachverhalt, aber es scheint so, dass der Spieler wütend war, eine Waffe geholt und ihn erschossen hat." Besagte lokale Medien berichten, so heißt es, von drei Schüssen in den Hals, in die Brust und in den Nacken. Ein weiterer Spieler soll verletzt worden sein. Es bestehe aber keine Lebensgefahr. (tno)

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Gericht pfändet Neymars Yacht und Privatjet

Steuern hinterzogen? Neymar.
Steuern hinterzogen? Neymar.(Foto: imago/ZUMA Press)

Die brasilianische Justiz nimmt Superstar Neymar seine Spielzeuge weg. Das siebte Bundesgericht in Santos konfiszierte eine Yacht, einen Privatjet und Immobilien des Profis vom FC Barcelona, der Wert soll laut einem Bericht der Zeitung "O Globo" bei 43 Millionen Euro liegen. Neymar soll zwischen 2011 und 2013 vor allem im Zusammenhang mit seinem Wechsel vom FC Santos nach Barcelona 14,1 Millionen Euro an Steuern hinterzogen haben. Der Angreifer weist die Vorwürfe zurück. Auch sein Vater, der ehemalige Barça-Präsident Sandro Rosell sowie dessen Nachfolger Josep Maria Bartomeu sind ins Blickfeld der Steuerfahnder geraten. In Spanien musste sich das Quartett deshalb auf der Anklagebank in Madrid zu dubiosen Zahlungen beim Transfer äußern. (sgi)

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Katar soll Beckham eigenen Klub sponsern

David Beckham will 2018 in den USA mit einem eigenen Team an den Start gehen,
David Beckham will 2018 in den USA mit einem eigenen Team an den Start gehen,(Foto: picture alliance / dpa)

Ex-Profi David Beckham könnte auf dem Weg zu seinem eigenen US-Fußball-Klub Unterstützung aus Katar bekommen. Wie die BBC berichtet, befindet sich die staatseigene Investment-Gruppe Qatar Sports Investment (QSI), der bereits der französische Spitzenklub Paris St. Germain gehört, in Gesprächen mit dem Franchise-Projekt des früheren englischen Nationalspielers, der seine Karriere 2013 bei PSG beendet hatte. Das Team "Miami Beckham United" strebt einen Einstieg in die Major League Soccer spätestens 2018 an. (kbe)

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Schewtschenko wird Ko-Trainer der Ukraine

Andrej Schewtschenko ist die Fußball-Ikone der Ukraine.
Andrej Schewtschenko ist die Fußball-Ikone der Ukraine.(Foto: imago/BPI)

Die ukrainische Fußball-Ikone Andrej Schewtschenko ist neuer Ko-Trainer der Nationalelf seines Heimatlandes, das zu den deutschen Gruppengegner bei der EM in Frankreich gehört. "Für mich ist es eine große Ehre und eine große Verantwortung. Ich starte heute mein Comeback im Fußball nach vier Jahren Pause. Ich werde das Beste geben, um das Vertrauen, das in mich gesetzt wird, zurückzuzahlen", sagte der langjährige Italien-Legionär. Schewtschenko, Europas Fußballer des Jahres 2004, hatte 2012 seine Karriere beendet. Nun übernimmt er den Posten von Alexander Zawarow, der aus dem Team von Cheftrainer Michail Fomenko ausgeschieden ist. (kbe)

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Juve will Mandzukic offenbar abschieben

Juve scheint mit Mario Mandzukics Leistung wenig glücklich zu sein.
Juve scheint mit Mario Mandzukics Leistung wenig glücklich zu sein.(Foto: picture alliance / dpa)

Der ehemalige Wolfsburger und Münchner Bundesligaprofi Mario Mandzukic könnte zum Tauschobjekt werden. Nach Angaben der "Gazzetta dello Sport" will der italienische Meister Juventus Turin, Achtelfinalgegner des FC Bayern in der Champions League, den kroatischen Nationalstürmer wieder abgeben. Der Torjäger, der die hoch gesteckten Erwartungen bisher nicht erfüllen konnte, soll zu Frankreichs Meister Paris St. Germain abgegeben werden. Dafür soll der Uruguayer Edinson Cavani nach Turin kommen - außerdem will Juve noch 20 Millionen Euro Ablöse drauflegen. Cavani, der die Serie A gut kennt, da er zwischen 2010 und 2013 bei SSC Neapel gespielt hatte, winkt bei Juventus ein Vierjahresvertrag mit einem Gehalt von sieben Millionen Euro pro Jahr. (kbe)

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Tah und Wollscheid klopfen bei Löw an

"Er hat sich sehr entwickelt. Mit seinen 20 Jahren ist er schon eine Persönlichkeit mit Potenzial": Jonathan Tah.
"Er hat sich sehr entwickelt. Mit seinen 20 Jahren ist er schon eine Persönlichkeit mit Potenzial": Jonathan Tah.(Foto: imago/Jan Huebner)

Jonathan Tah wittert seine Chance. Der Leverkusener ist Fußballprofi - und Innenverteidiger. Genau das ist der Punkt. Er kann ernsthaft darauf hoffen, dass Bundestrainer Joachim Löw ihn für die Länderspiele gegen England am 26. März in Berlin und Italien drei Tage später in München nominiert. "Er hat sich sehr entwickelt. Mit seinen 20 Jahren ist er schon eine Persönlichkeit mit Potenzial", sagte Löws Assistent Thomas Schneider dem "Express". Löw und Schneider hatten Tah am Samstag beim 2:1- der Werkself in Darmstadt beobachtet. Zuvor hatte Scheider den Profi im Duell gegen den FC Bayern in Leverkusen (0:0) beobachtet. "Ob es bereits für die Nationalmannschaft reicht, müssen wir abwarten. Eine Voraussetzung ist, dass er bei Bayer konstant gute Leistungen bringt."

Tah könnte eine Alternative für die EM in Frankreich vom 10. Juni bis zum 10. Juli sein. Die Münchner Jérôme Boateng und Holger Badstuber sind verletzt und fallen monatelang aus. Schalkes Benedikt Höwedes plagt sich mit einem Muskelfaserriss. Es mangelt der DFB-Elf also an Innenverteidigern, was auch Philipp Wollscheid mitbekommen hat, der bei Stoke City in der englischen Premier League spielt. "Ich bin der Meinung, dass eine Nominierung gerechtfertigt wäre, weil ich an mich glaube." Der frühere Leverkusener, der 2013 bei der US-Reise zu zwei Einsätzen im DFB-Team gekommen war, hatte in den ersten Spielen in Stoke noch auf der Bank gesessen. Seit er am 7. Spieltag ins Team kam, stand er in 27 Spielen in allen Wettbewerben in der Startelf und spielte bis auf eine verletzungsbedingte Auswechslung stets durch. Sein Team verbesserte sich vom 18. auf den 10. Platz. (sgi)

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Augenthaler geht in die Bezirksliga

Der eine Weltmeister von 1990 hat bereits einen Vertrag bei einem Bezirksligisten unterschrieben, nun folgt der nächste: Nachdem Thomas Häßler, 49 Jahre alt, vor einer Woche in Berlin beim Club Italia als Trainer vorgestellt wurde und dort im Sommer anfängt, soll nun Klaus Augenthaler, 58 Jahre alt, zur kommenden Saison das Traineramt beim Bezirksligisten SV Donaustauf übernehmen - berichtet die "Mittelbayerische Zeitung". Der Klub bestätigte die Personalie noch nicht, beraumte aber für Donnerstag eine Pressekonferenz im nahe gelegenen Regensburg an. Damit kehrt Augenthaler nach mehrjähriger Auszeit ins Geschäft zurück.

Sein bisher letzter Trainerjob datiert aus der Saison 2010/2011, als er für den damaligen Drittligisten SpVgg Unterhaching tätig war. Davor hatte der 27-malige Nationalspieler, der 1990 unter Teamchef Franz Beckenbauer mit Häßler in Italien Weltmeister wurde, die Bundesligisten Nürnberg, Leverkusen und Wolfsburg trainiert. Als Spieler lief der einstige Libero 404-mal für den FC Bayern auf. Sein zukünftiger Klub Donaustauf spielt derzeit in der siebten Liga, hat aber als Spitzenreiter gute Chancen auf den Aufstieg. (sgi)

Bilderserie

Quelle: n-tv.de

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