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Auf Krawall gebürstet: Jose Mourinho attackiert die Fifa.
Auf Krawall gebürstet: Jose Mourinho attackiert die Fifa.(Foto: REUTERS)

Betrug bei der Fifa-Wahl zum Welttrainer: Mourinho fühlt sich verschaukelt

Es sorgt für Wirbel, als Real Madrids Jose Mourinho Anfang Januar demonstrativ die Wahl zum Fifa-Welttrainer schwänzt und lieber ein Training seines Sohnes besucht. Nun liefert der exzentrische Portugiese eine pikante Begründung: Mauscheleien bei der Fifa-Wahl. Der Fußball-Weltverband ist pikiert.

Real Madrids Starcoach José Mourinho hat dem Fußball-Weltverband Fifa Betrug bei der Wahl zum Trainer des Jahres vorgeworfen. "Einige (wahlberechtigte) Personen haben mich angerufen, um mir zu sagen, dass sie für mich gestimmt hätten, dass ihre Stimme aber an andere (Kandidaten) gegangen sei", sagte Mourinho dem portugiesischen Fernsehsender RTP.

Deshalb sei er der Fifa-Gala Anfang Januar, bei der die jeweiligen Sieger geehrt wurden, auch ferngeblieben, ergänzte der Portugiese im Interview, das in voller Länge am Abend ausgestrahlt werden sollte.

Zweiter vor Guardiola

Mourinho hatte zu den drei Kandidaten für die Trophäe des Welttrainers des Jahres gehört. Er hatte seine Teilnahme an der Gala ursprünglich mit der Begründung abgesagt, dass er sich auf ein Pokalspiel gegen Celta Vigo vorbereiten müsse. Dann wurde er am Abend der Gala aber bei einem Fußballtraining seines Sohnes gesichtet.

Hinter dem spanischen Nationaltrainer Vicente del Bosque wurde der Portugiese auf Platz zwei gewählt. Dritter der frühere Barcelona-Coach Josep Guardiola. Die Abstimmung wurde weltweit unter Journalisten sowie den Spielführern und Trainern der Nationalmannschaften durchgeführt.

Fifa verwahrt sich

In einer kurzen Stellungnahme wies die Fifa die Vorwürfe zurück: "Die veröffentlichte Abstimmungsliste für die jüngste Wahl des Welttrainers ist korrekt." Der 62-jährige des Bosque hatte nach dem Gewinn der WM 2010 mit der spanischen Nationalelf auch die Europameisterschaft 2012 gewonnen. Mourinho hatte Real im Jahr 2012 zur ersten Meisterschaft seit 2008 geführt.

Auf die Frage, ob er es bereue, der Fifa einen Korb gegeben zu haben, antwortete der 50-Jährige: "Ganz und gar nicht. Das war die richtige Entscheidung."

Quelle: n-tv.de

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