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Erfolgreich und unberechenbar: José Mourinho ist der größte Exzentriker seiner Branche.
Erfolgreich und unberechenbar: José Mourinho ist der größte Exzentriker seiner Branche.(Foto: AP)

Trotzreaktion oder Selbstlosigkeit?: Mourinho lässt sich auspfeifen

Kein anderer Fußballtrainer polarisiert so wie José Mourinho. Seine Auftritte absolviert der Portugiese je nach Laune charmant, beleidigend, versöhnlich oder zynisch. Sein neuester Coup: Er will sich den Fans exklusiv für ein Pfeifkonzert zur Verfügung stellen.

Trainer José Mourinho vom spanischen Fußball-Rekordmeister Real Madrid macht seinem Spitznamen "The Special One" einmal mehr alle Ehre. Beim Stadtderby gegen Atletico will der zuletzt in der Kritik stehende Starcoach 40 Minuten vor dem Anpfiff alleine den Innenraum des Estadio Bernabeu betreten, um den Real-Fans die Möglichkeit zu bieten, ihn auszupfeifen.

"Diejenigen, die das tun wollen, haben dann dazu die Gelegenheit. Die Leute, die später kommen, sollten dann die Mannschaft, sollten Real Madrid unterstützen, damit der Klub sein Ziel erreicht und das Spiel gewinnt", sagte der eigenwillige Portugiese, der dem möglichen Spießrutenlauf gelassen entgegensieht: "Es ist in keinerlei Hinsicht eine Herausforderung. Wenn sie pfeifen wollen, werde ich es ruhig und mit Demut ertragen."

Möglicherweise mischt sich aber auch ein wenig Gleichgültigkeit in die Gefühlslage Mourinhos. Nach Angaben der britischen Boulevard-Zeitung The Sun hat der 49-Jährige, der noch bis Sommer 2016 bei Real unter Vertrag steht, seine Bereitschaft für einen Wechsel zum englischen Meister Manchester City signalisiert. Mit Pfiffen müsste Mourinho aber wohl auch auf der Insel rechnen. Bei Reals Champions-League-Auftritt in Manchester vor zehn Tagen (1:1) hatten Fans der "Citizens" sich lautstark für Amtsinhaber Roberto Mancini ausgesprochen. Mourinho war dagegen mit negativen Sprechchören empfangen worden.

Mourinho war am Dienstagabend beim mühsamen 3:0-Sieg im Pokal gegen den Drittligisten Alcoyano von Teilen des eigenen Anhangs ausgepfiffen worden. Drei Tage zuvor hatte Real in der Meisterschaft 0:1 bei Betis Sevilla verloren, liegt nun elf Punkte hinter dem Erzrivalen FC Barcelona und acht Punkte hinter dem Stadtkonkurrenten Atletico zurück.

Quelle: n-tv.de

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