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Julian Nagelsmann und Carlo Ancelotti - folgt der eine auf den anderen?
Julian Nagelsmann und Carlo Ancelotti - folgt der eine auf den anderen?(Foto: imago/MIS)
Dienstag, 12. September 2017

Hausbau und Umzug nach München: Nagelsmann will den FC Bayern trainieren

Julian Nagelsmann vom Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim sorgt offenbar schon für eine berufliche Zukunft beim FC Bayern. Er lässt in München ein Haus bauen, Frau und Kind ziehen demnächst um. Noch aber trainiert Carlo Ancelotti den Rekordmeister.

Louis van Gaal, Jupp Heynckes, Josep Guardiola und Carlo Ancelotti. Wenn es nach Julian Nagelsmann geht, wird in dieser Liste der illustren Welt-Trainer beim FC Bayern in Zukunft auch noch ein weiterer Name auftauchen: nämlich sein eigener. Der 30-Jährige wird seit geraumer Zeit als Nachfolger gehandelt. Doch just in einer Phase, in der Ancelotti als Amtsinhaber in der Kritik steht und Unruhe moderieren muss, meldet sich der gebürtige Bayer zu Wort - und äußert erstaunlich offen seine Ambitionen, irgendwann einmal in München als Trainer zu arbeiten.

"Der FC Bayern spielt in meinen Träumen schon eine etwas größere Rolle. Ich habe viele Jahre in München gelebt, komme aus Landsberg am Lech. Meine Frau und mein Kind ziehen demnächst nach München", sagte Nagelsmann dem Fernsehsender Eurosport. Das sei seine Heimat, fügte er an. Erst am Samstag hatte er in der Fußball- Bundesliga mit der TSG Hoffenheim den FC Bayern mit 2:0 besiegt - in Pflichtspielen gegen den Rekordmeister ist er ungeschlagen. Seine Bilanz gegen die Münchner ist beeindruckend: drei Spiele, zwei Siege, ein Remis. Völlig abhängig vom FC Bayern werde er seine Karriere und sein Glück aber nicht bewerten: "Ich bin sehr, sehr glücklich in meinem Leben. Der FC Bayern würde mich vielleicht noch ein Stück glücklicher machen. Aber es ist nicht so, dass mein Lebensglück total vom FC Bayern abhängt", sagte der Trainer, der in seiner Jugend beim TSV 1860 München spielte.

Ancelotti wehrt sich gegen Kritik

Bisher kennt Nagelsmann in seiner Laufbahn nur eine Richtung: nach oben. Ein Wechsel von Hoffenheim zu einem größeren Klub erscheint da nur als logischer nächster Schritt. Das wissen seine Chefs. Auch Nagelsmann, zuletzt als Trainer des Jahres ausgezeichnet, kokettiert offen damit. "Ich kann trotzdem nicht sagen, bis zu welchem Datum ich bleibe, weil ich es einfach noch nicht weiß", hatte er im Trainingslager diesen Sommer erklärt.

Derzeit hat in München aber noch der Italiener Ancelotti das Sagen. Der 58-Jährige hat einen Vertrag bis 2019, steht nach einer ersten Saison mit dem Gewinn des Meistertitels und dem vorzeitigen Aus in DFB-Pokal und Champions League aber bereits unter Zugzwang. Unmutsbekundungen wie zuletzt von Weltmeister Thomas Müller befeuerten zuletzt eine öffentliche Debatte um Ancelotti, der von den Bayern-Bossen aber weiter volle Rückendeckung genießt. "Die Kritik ist zu viel. Ich bin es gewohnt, kritisiert zu werden, aber um ehrlich zu sein, ist es zu viel. Ich bin nicht von gestern", erklärte der Italiener dem Bezahlsender Sky.

Nagelsmann hat sich zwar grundsätzlich offensiv beim FC Bayern angemeldet, eine Zeitangabe aber offen gelassen. "Ich finde es respektlos dem erfahrenen und netten Kollegen gegenüber, wenn ständig über mich gesprochen wird", hatte Nagelsmann im August der "Süddeutschen Zeitung" gesagt. Zum wachsenden Rummel erklärte er: "Wenn Carlo Ancelotti irgendwann mal sagt, er hat keinen Bock mehr, und mich einer anruft, dann denke ich drüber nach."

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Quelle: n-tv.de

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