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Zu Ehren Johan Cruyffs ließen die Kicker der niederländischen und der französischen Nationalelf den Ball in der 14. Minute ruhen.
Zu Ehren Johan Cruyffs ließen die Kicker der niederländischen und der französischen Nationalelf den Ball in der 14. Minute ruhen.(Foto: AP)

+ Fußball, Transfers, Gerüchte +: Niederlande und Frankreich ehren Cruyff

Bremens Djilobodji bereut seine "Kopf ab"-Geste. Die Uefa überlegt, wie sie Europas Topklubs noch mehr Geld verschaffen kann. Kölns Hector würde bei einem Anruf von Jürgen Klopp grübeln Und Marc-André ter Stegen ist äußerst unzufrieden beim FC Barcelona.

Die Nachricht vom Tod Johan Cruyffs hat weltweit Bestürzung ausgelöst - besonders in dessen niederländischen Heimat. Zu Ehren der Fußball-Ikone ist das Länderspiel zwischen den Niederlanden und EM-Gastgeber Frankreich am heutigen Abend in der 14. Minute unterbrochen worden. Die Zuschauer in Amsterdam erhoben sich von ihren Plätzen und applaudierten in Gedenken an den legendären Oranje-Spielmacher, der stets mit der Trikotnummer 14 aufgelaufen war. Cruyff ist am Donnerstag im Alter von 68 Jahren im Kreise seiner Familie "nach einem harten Kampf mit dem Krebs" in Barcelona gestorben. (cri)

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Ter Stegen kokettiert mit Abschied von Barca

Denkt laut über einen Wechsel nach: Barcelonas Torhüter Marc-André ter Stegen.
Denkt laut über einen Wechsel nach: Barcelonas Torhüter Marc-André ter Stegen.(Foto: imago/Colorsport)

Marc-André ter Stegen ist Nationaltorhüter beim amtierenden Weltmeister. Dennoch kommt er beim FC Barcelona nur in der Champions League und im Pokal zum Einsatz. Das stört den 23-Jährigen nach wie vor. Nun spricht er immer offener über einen möglichen Vereinswechsel. "Ich möchte den nächsten Schritt machen und mehr spielen. Deswegen ist die Situation klar: Wenn sich nichts ändert, müssen wir zwangsläufig reden. Im Fußball geht es manchmal sehr schnell", sagte ter Stegen in einem Interview mit der Münchner "tz", der "Hamburger Morgenpost" und dem "Kölner Express".

Beim Champions-League-Sieger Barca gibt Trainer Luis Enrique dem Chilenen Claudio Bravo in der Liga den Vorzug, ter Stegen sitzt nur auf der Bank. Der betont: "Claudio ist sicherlich ein guter Torwart. Aber jeder möchte das Beste für sich herausholen und alle drei, vier Tage im Tor stehen." Für die Testspiele in Berlin gegen England am Samstag und in München gegen Italien drei Tage später steht ter Stegen im Kader des deutschen Nationalteams. (cri)

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Kölns Hector würde bei Klopp-Anruf grübeln

Kölns Jonas Hector hat sich im DFB-Team festgespielt.
Kölns Jonas Hector hat sich im DFB-Team festgespielt.(Foto: imago/Schüler)

Nationalspieler Jonas Hector vom Bundesligisten 1. FC Köln wäre einem möglichen Wechsel zum englischen Traditionsklub FC Liverpool offenbar nicht abgeneigt. Den Satz "Wenn Jürgen Klopp anrufen würde" vollendete Hector im Interview mit Eurosport.de mit den Worten: "Dann würde ich anfangen, mir Gedanken zu machen."

In Köln hat der 25-Jährige noch einen Vertrag bis 2018. Einige Bundesligisten und Premier-League-Klubs wie eben vor allem die Reds sollen Interesse an dem Linksverteidiger haben, der im Kalenderjahr 2015 die meisten Einsätze in der Nationalmannschaft verbuchte. "Man muss immer abwägen, ob man bereit ist, den nächsten Schritt zu gehen", sagte er: "Darüber mache ich mir im Moment aber keine Gedanken. Ich denke, wir haben beim 1. FC Köln genug zu tun. Außerdem haben wir mit der Nationalmannschaft ein großes Turnier vor der Brust. Deshalb drehen sich meine Gedanken momentan nicht um einen Wechsel." (cwo)

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Bremen schickt nächste Rechnung an DFL

Die Bremer Polizei fordert mehrere hunderttausend Euro von der DFL.
Die Bremer Polizei fordert mehrere hunderttausend Euro von der DFL.(Foto: imago/nph)

Die Bremer Polizei hat zum zweiten Mal eine Rechnung für einen Großeinsatz bei einem Bundesligaspiel an die Deutsche Fußball Liga (DFL) geschickt. Für die Partie von Werder Bremen gegen Borussia Mönchengladbach am 16. Mai 2015 soll die DFL nach übereinstimmenden Angaben der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" und der "Neuen Osnabrücker Zeitung" einen Betrag von 227.458,03 Euro zahlen. Ob und wann der Fußball-Dachverband die Rechnung begleicht, ist derzeit völlig offen.

Bereits im Vorjahr hatte die Bremer Polizei einen Gebührenbescheid über 425.718,11 Euro an die DFL verschickt. Dabei ging es um das als Risikospiel eingestufte Nord-Derby zwischen Werder und dem Hamburger SV. Die DFL hat gegen die Rechnung Widerspruch eingelegt, beide Parteien wollen alle juristischen Mittel ausschöpfen. Bremen ist das erste Bundesland, das eine Kostenbeteiligung für außergewöhnliche Polizeieinsätze fordert. (cwo)

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Leverkusens Schmidt wird zum Garantiefall

Bei Bayer Leverkusen heißt es auch in der neuen Saison: Alles Roger Schmidt.
Bei Bayer Leverkusen heißt es auch in der neuen Saison: Alles Roger Schmidt.(Foto: imago/Jan Huebner)

Roger Schmidt wird auch in der kommenden Saison Trainer von Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen sein - auch wenn der Werksklub die Europacup-Qualifikation verpassen sollte. "Trennung war nie ein Thema", sagte Manager Jonas Boldt der "Rheinischen Post". Man müsse zwar nicht darüber diskutieren, dass Roger Fehler gemacht habe, so Boldt: "Doch wenn man sieht, wie er Tag für Tag Leidenschaft vorlebt, Ansprachen hält, das Training leitet und vor allem Spieler besser macht - auch wenn das mitunter anders gesehen wird -, dann sehen wir uns bestätigt."

Leverkusen ist im DFB-Pokal und im Europacup bereits ausgeschieden. In der Bundesliga belegt Bayer Platz sechs. Schmidt besitzt einen Vertrag bis Juni 2019. (cwo)

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Kommen CL-Supergruppen statt Superliga?

Der Pokal ist auch hübsch. Noch mehr interessierte Europas Topklub an der Champions League aber der Geldregen.
Der Pokal ist auch hübsch. Noch mehr interessierte Europas Topklub an der Champions League aber der Geldregen.(Foto: picture alliance / dpa)

Die Debatte über Forderungen der europäischen Fußball-Großvereine nach mehr Planungssicherheit besonders für ihre Einnahmen hat neues Futter bekommen. Informationen der englischen Tageszeitung "Guardian" zufolge prüft der Europa-Verband Uefa für seine Champions League ein Zukunftsmodell mit einer von acht Vierer- auf künftig zwei Achter-Gruppen eingedampfte Gruppenphase. Die 16 höchstnotierten Vereine sollen für die Playoffs um die Plätze in den "Mini-Superligen" gesetzt werden und könnten damit nicht aufeinandertreffen.

Mitte März waren schon einmal Uefa-Planspiele für eine Europacup-Reform zugunsten von Topvereinen wie Real Madrid, FC Barcelona, Manchester United oder Bayern München öffentlich geworden. Demnach soll die Uefa sogar die Einführung eines neuen Elitewettbewerbs noch über dem derzeitigen Premium-Produkt Champions League in Erwägung ziehen.

Dem "Guardian"-Bericht liegen Recherchen des Blattes bei den englischen Spitzenklubs zugrunde. Laut der Zeitung scheinen Reformen an der Königsklasse vor Ende der noch bis 2018 laufenden Vermarktungsverträge höchst unwahrscheinlich. (cwo)

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Löw: EM ohne Fans "wäre verheerend"

Nach den Terroranschlägen in Brüssel hofft Bundestrainer Joachim Löw auf ein friedliches Fußballfest gegen England und eine sichere Europameisterschaft im Sommer. "Keiner wünscht sich ein Spiel in einem leeren Stadion. Es wäre verheerend, wenn es so wäre. Das muss man auch einmal so deutlich sagen", erklärte Löw in Berlin mit Blick auf die EM-Endrunde in Frankreich.

Die EM-Organisatoren hatten angekündigt, dass in Frankreich im Extremfall auch Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit denkbar wären. "Die Sicherheit der Menschen und der Mannschaft steht beim Turnier natürlich im Mittelpunkt", betonte auch Löw. Das Thema Sicherheit werde gerade nach den Anschlägen mit zahlreichen Toten und Verletzten am vergangenen Dienstag in Brüssel "zurecht" intensiv diskutiert. "Wir leben in einer potenziellen Gefahrenlage im Moment im Leben", äußerte Löw. Das gelte über den Fußball hinaus. Am Samstagabend werden beim Spiel des Weltmeisters gegen England im Berliner Olympiastadion verstärkte Sicherheitsmaßnahmen herrschen. (cwo)

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Hummels: BVB "auf Meisterniveau", aber ...

Mats Hummels ist hochzufrieden mit der Saison des BVB, hadert aber ein wenig mit zehn fatalen Tagen im Herbst 2015.
Mats Hummels ist hochzufrieden mit der Saison des BVB, hadert aber ein wenig mit zehn fatalen Tagen im Herbst 2015.(Foto: imago/Philippe Ruiz)

Kapitän Mats Hummels sieht für Borussia Dortmund die größten Titelchancen im DFB-Pokal und in der Europa League. Mit der deutschen Meisterschaft werde es dagegen angesichts der Stärke des Tabellenführers FC Bayern München "einfach schwer", äußerte der 27 Jahre alte Fußball-Weltmeister in der aktuellen Bundesligapause. "Wir agieren zwar absolut auf Meisterniveau. Aber Bayern hat sich in dieser Saison noch weniger Schwächen erlaubt. Wir hängen immer noch den zehn Tagen aus dem September und Oktober hinterher, als wir innerhalb von drei Spielen sieben Punkte verloren haben", erklärte Hummels in einem vor dem Länderspiel gegen England auf der DFB-Internetseite veröffentlichten Interview.

"Deswegen muss man sagen, dass die Wahrscheinlichkeit, Titel zu gewinnen, für uns auf jeden Fall in den beiden Pokalwettbewerben größer ist als in der Meisterschaft." Der BVB liegt als Zweiter sieben Spieltage vor Abschluss der Bundesliga-Spielzeit fünf Punkte hinter Titelverteidiger Bayern. (cwo)

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Djilobodji tut seine "Kopf ab"-Geste leid

Werder Bremens Bundesligaspieler Papy Djilobodji hat für seine nachträglich mit einer Sperre geahndete "Kopf ab"-Geste um Entschuldigung gebeten. "So etwas sollte weder auf noch neben dem Fußballplatz passieren", twitterte Djilobodji. Er wolle sich bei seinem Mainzer Gegenspieler Pablo De Blasis und bei allen Fußballfans entschuldigen.

Das DFB-Sportgericht hatte den Werder-Profi für sein krass sportwidriges Verhalten im Heimspiel gegen Mainz 05 für zwei Spiele gesperrt. Zudem muss Djilobodji eine Geldstrafe in Höhe von 15.000 Euro zahlen. Der Spieler und Werder Bremen haben die Strafe akzeptiert. (cwo)

Quelle: n-tv.de

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