Sport
Scheich Salman werden Vorwürfe von Menschenrechtsorganisationen wegen seiner Rolle bei der Niederschlagung der Demokratiebewegung in Bahrain im Jahr 2011 gemacht.
Scheich Salman werden Vorwürfe von Menschenrechtsorganisationen wegen seiner Rolle bei der Niederschlagung der Demokratiebewegung in Bahrain im Jahr 2011 gemacht.(Foto: picture alliance / dpa)

+ Fußball, Transfers, Gerüchte +: Niersbach: Rolle von Salman ist kritisch

Trainer Roger Schmidt bekommt Unterstützung von Kollegen. Michel Platini bleibt trotz langer Sperre gelassen. In Athen geraten Fans heftig aneinander und vor der Wahl zum neuen FIFA-Präsidenten zeigt sich Wolfgang Niersbach besorgt.

Wolfgang Niersbach befürchtet bei einer Wahl von Scheich Salman bin Ibrahim al Chalifa zum neuen FIFA-Präsidenten große Probleme für den Fußball-Weltverband. "Wenn die Berichte so stimmen, ist das eine ganz, ganz schwierige Situation, die Zukunft zu planen mit einer Persönlichkeit an der Spitze, die möglicherweise belastet ist", sagte der ehemalige DFB-Präsident.

Scheich Salman - ein Kollege Niersbachs im FIFA-Exekutivkomitee - werden Vorwürfe von Menschenrechtsorganisationen wegen seiner Rolle bei der Niederschlagung der Demokratiebewegung in Bahrain im Jahr 2011 gemacht. Der asiatische Verbandspräsident bestreitet jede Verwicklung.

Auch Ligapräsident Reinhard Rauball sieht die Rolle von Scheich Salman kritisch. Dass er sich zu dem Thema Menschenrechtsfragen bei seinem Auftritt vor den UEFA-Delegierten in Zürich nicht geäußert hat, "war für mich enttäuschend", sagte der DFB-Interimspräsident. Der DFB unterstützt bei der FIFA-Wahl am Freitag UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino. (jki)

-------------------------------

Schwere Krawalle vor Spiel in Piräus

In Athen gab es am Morgen schwere Krawalle.
In Athen gab es am Morgen schwere Krawalle.

Nach heftigen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern von Olympiakos Piräus und RSC Anderlecht in Athen sind vier belgische Fans verletzt und sechs Chaoten festgenommen worden. Das berichtet die griechische Nachrichtenagentur ANA. Dutzende Anhänger beider Lager hatten sich am Vormittag in einer Bar im Stadtteil Gazi gegenseitig mit Stühlen, Flaschen, Bengalos und Feuerlöschern beworfen, bevor die Polizei eingriff. Das Lokal und weitere Läden in der Nähe wurden erheblich beschädigt. Beim Zwischenrunden-Rückspiel zwischen Olympiakos und Anderlecht (ab 21.05 Uhr) werden etwa 500 RSC-Fans im Karaiskakis-Stadion erwartet. Das erste Duelle hatten die Belgier mit 1:0 für sich entschieden. (tno)

-------------------------------

Platini: "Ich werde mich nicht umbringen"

"Ich werde mich nicht umbringen", sagt Michel Platini.
"Ich werde mich nicht umbringen", sagt Michel Platini.(Foto: dpa)

Michel Platini hat vergleichsweise gelassen auf die Bestätigung seiner Sperre als Präsident des Europa-Verbandes Uefa reagiert. "Ich werde mich nicht umbringen", sagte der 60-Jährige nach der Abweisung seines Einspruchs gegen die Sperre durch die Berufungskommission des Weltverbandes Fifa in einem Interview mit der französischen Fachzeitung "L´Equipe". Auch das Ende seiner ursprünglichen Hoffnungen auf die Nachfolge des ebenfalls gesperrten Fifa-Bosses Joseph Blatter kommentierte Platini mehrere Wochen nach dem offiziellen Verzicht auf seine Kandidatur nüchtern. "Meine Bestimmung war es nicht, Fifa-Präsident zu werden, sondern für Frankreichs Nationalmannschaft zu spielen. Ich bin kein Politiker, aber ich bin ein Mann des Fußballs." (tno)

-------------------------------

WM-Affäre: "Stern"-Bericht belastet Niersbach

Sieht sich mit neuen Vorwürfen konfrontiert, Ex-DFB-Boss Wolfgang Niersbach.
Sieht sich mit neuen Vorwürfen konfrontiert, Ex-DFB-Boss Wolfgang Niersbach.(Foto: imago/Jan Huebner)

Eine Woche vor der Veröffentlichung des Untersuchungsberichts sind neue Details zur Affäre um die WM 2006 bekanntgeworden. Der "Stern" belastet in seiner neuen Ausgabe den früheren DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach und berichtet, dass der Deutsche Fußball-Bund die ominösen 6,7 Millionen Euro keineswegs dazu brauchte, um sich vom Weltverband Fifa vor der WM einen kompletten Finanzierungszuschuss von 170 Millionen Euro zu sichern. Außerdem sprechen auch die Recherchen des Hamburger Magazins dafür, dass das Geld am Ende bei dem mittlerweile lebenslänglich gesperrten Fifa-Funktionär Mohammed Bin Hammam aus Katar landete und damit möglicherweise dem Wahlkampf von Präsident Joseph Blatter im Jahr 2002 diente. (tno)

Einen ausführlichen Bericht zu den Vorwürfen lesen Sie hier.

-------------------------------

Wolfsburg fehlt eine komplette Mannschaft

Dieter Hecking hat eine ganze Menge Sorgen vor dem Spiel gegen die Bayern.
Dieter Hecking hat eine ganze Menge Sorgen vor dem Spiel gegen die Bayern.(Foto: dpa)

Ein Grippevirus erschwert die Vorbereitung des VfL Wolfsburg auf das Heimspiel gegen den FC Bayern München. Auch am Donnerstag verbesserte sich der Gesundheitszustand von elf Wolfsburger Fußballprofis kaum. "Die personelle Situation ist sehr angespannt", erklärte VfL-Trainer Dieter Hecking. Er hofft, dass vor allem Torhüter Koen Casteels seinen Infekt bis zum Spieltag auskuriert hat. Stammkeeper Diego Benaglio fällt wegen einer Rückenblockade aus. "Wir haben eine Aufgabe vor der Brust, bei der man über das normale Maß arbeiten muss", erklärte der Coach zur Qualität des souveränen Tabellenführers. Hecking erinnerte an die 1:5-Pleite im Hinspiel in München, als Robert Lewandowski in einer "Sternstunde" fünf Tore erzielte, und an das 1:3 im DFB-Pokal gegen die Münchner. "1:5 und 1:3, das war schon deutlich. Diesmal wollen wir es besser machen", sagte der Trainer. (tno)

-------------------------------

Schmidt-Sperre: Schaaf wettert gegen DFB

Hannovers Trainer Thomas Schaaf kann die Sperre gegen seinen Kollegen Roger Schmidt nicht nachvollziehen.
Hannovers Trainer Thomas Schaaf kann die Sperre gegen seinen Kollegen Roger Schmidt nicht nachvollziehen.(Foto: imago/Eibner)

Mindestens drei Spiele darf Leverkusens Trainer Roger Schmidt nach dem Eklat beim Spiel in Dortmund nicht auf der Bank sitzen. Einer, von dem man eher ruhige Töne gewohnt ist, findet dieses Urteil des DFB-Sportgerichts skandalös: "Für mich ist es ein Hammer, dass mein Trainerkollege Roger Schmidt für drei plus zwei Spiele gesperrt wird und eine Geldstrafe bekommt, ohne in der Situation die Chance gehabt zu haben, eine Klärung mit dem Schiedsrichter herbeiführen zu können", erklärte Schmidts Trainerkollege Thomas Schaaf der "Syker Kreiszeitung".

Laut dem Übungsleiter von Hannover 96 ist es um das Verhältnis zwischen Trainern und Schiedsrichtern schon lange nicht gut bestellt. "Wir Trainer haben über viele Jahre versucht, durch Gespräche das Verhältnis zu den Schiedsrichtern zu verbessern. Wir haben Vorschläge gemacht, wie man die Spielführung zugunsten der Unparteiischen vereinfachen kann. Das wurde fast alles ignoriert", so der 54-Jährige. Dass Schmidt sich weigerte, auf die Tribüne zu gehen, findet Schaaf nicht richtig. "Aber er hat niemanden beleidigt oder tätlich angegriffen. Es geht sicherlich auch um Deeskalation, davon kann bei der Spielunterbrechung von Herrn Zwayer nicht unbedingt die Rede sein", so der langjährige Werder-Trainer. Auch wenn Schaaf weiter auf Kommunikation mit den Spielleitern setzt, stellt er klar: "Es muss sich aber auch mal etwas verändern." (cri)

-------------------------------

Schweinsteiger plant EM-Teilnahme fest ein

Bastian Schweinsteiger will die DFB-Elf auch zum EM-Titel führen.
Bastian Schweinsteiger will die DFB-Elf auch zum EM-Titel führen.(Foto: imago/photoarena/Eisenhuth)

Seit fast zwei Monaten laboriert Bastian Schweinsteiger an einer Knieverletzung. Dass er rechtzeitig zur EM in Frankreich wieder fit sein wird, steht für den Kapitän der deutschen Nationalmannschaft jedoch außer Frage. "Wenn die EM jetzt nicht kurzfristig auf Anfang März vorverlegt wird, dann sieht es sehr gut aus", sagte der Mittelfeldspieler von Manchester United der "Bild"-Zeitung. Demzufolge macht er sich zu "0,00 Prozent" Sorgen um die Teilnahme an dem Fußballturnier, das für das DFB-Team am 12. Juni gegen die Ukraine beginnt. Schließlich verheile sein Innenbandanriss "prima".

"In circa fünf Tagen kann ich wieder zu laufen beginnen, und etwa fünf Tage später sollte ich wieder am Ball sein. Ich denke, im März bin ich wieder voll dabei", so Schweinsteiger. Die Spekulationen um eine Ausbootung aus der Nationalmannschaft kann der 31-Jährige nicht verstehen: "Ich habe in dieser Saison trotz Sperre und Verletzung 27 Pflichtspiele bestritten. Noch im September beim Länderspiel in Frankfurt gegen Polen hörte ich von vielen Experten, dass die erste Halbzeit wohl eine der besten Halbzeiten einer deutschen Nationalmannschaft aller Zeiten war." Seinen Stammplatz im DFB-Team hat der Mittelfeldspieler also weiter fest eingeplant. (cri)

-------------------------------

Merkel erhält Brief zu Polizeieinsatz bei Juve

Viele Bayern-Fans konnten ihr Team gegen Juve erst ab der zweiten Halbzeit unterstützen. Aus Protest hingen sie ihre Banner falsch herum auf.
Viele Bayern-Fans konnten ihr Team gegen Juve erst ab der zweiten Halbzeit unterstützen. Aus Protest hingen sie ihre Banner falsch herum auf.(Foto: imago/MIS)

Als der Anpfiff zum Champions-League-Spiel des FC Bayern München bei Juventus Turin ertönte, war der Gästeblock nur spärlich gefüllt. Selbst bis kurz vor der Halbzeit mussten viele Bayern-Fans vor dem Stadion ausharren. Grund dafür waren penible Ausweiskontrollen und Durchsuchungen der Sicherheitskräfte vor dem Block. Ein prominentes Opfer hat sich nun beschwert - doch nicht bei Juventus, sondern bei Angela Merkel. In einem Brief an die Bundeskanzlerin schreibt Christian Bernreiter, seines Zeichens Präsident des Bayerischen Landkreistags und CSU-Landrat des Landkreises Deggendorf, dass an dem Abend deutsche Staatsbürger der Willkür und "leider auch der körperlichen Gewalt" der italienischen Polizisten hilflos ausgeliefert gewesen seien. So sei ein Bayern-Fan von einem Polizisten gegen einen Zaun geschubst und an der Kehle gepackt worden.

Als Ordner des FC Bayern vermittelnd eingreifen wollten, seien sie des Stadions verwiesen worden. Wegen des ruppigen Vorgehens der italienischen Polizisten bittet Bernreiter die Kanzlerin in seinem Brief, dass die "zuständigen Stellen" das Thema aufgreifen mögen. Nach dem Betreten des Gästeblocks hängten die Bayern-Fans ihre Banner aus Protest gegen das Vorgehen der Sicherheitskräfte falsch herum auf. Eine Juve-Sprecherin sagte, dass es die üblichen, für eine Champions-League-Partie vorgesehenen Kontrollen gegeben habe. (cri)

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen