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Der Mainzer Nicolai Müller (l.) jubelt nach seinem Treffer zum 1:0.
Der Mainzer Nicolai Müller (l.) jubelt nach seinem Treffer zum 1:0.(Foto: dapd)

Mainzer Heimserie hält: Nürnberg holt in Mainz nichts

Der FSV Mainz 05 baut seine beeindruckende Heimserie in der Fußball-Bundesliga aus. Die Rheinhessen gewinnen zum Auftakt des 11. Spieltags mit 2:1 gegen den 1. FC Nürnberg. Die Spieler des Clubs befinden teils im kollektiven Tiefschlag und überlassen den Mainzern das Geschehen. Der FSV holte den vierten Heimsieg in Serie.

Der FSV Mainz 05 hat Dieter Hecking das Jubiläum verdorben und ist durch einen Sieg gegen seinen liebsten Gast zumindest bis Samstag auf den fünften Tabellenplatz vorgerückt. Die Mainzer gewannen zum Auftakt des 11. Spieltags der Fußball-Bundesliga 2:1 (2:1) gegen den 1. FC Nürnberg. Damit feierte der FSV den sechsten Erstliga-Heimsieg gegen den Club in Serie.

Nürnbergs Torwart Patrick Radkovsky nimmt Maß.
Nürnbergs Torwart Patrick Radkovsky nimmt Maß.(Foto: dapd)

FCN-Coach Hecking, dessen Verein zum ersten und einzigen Mal vor acht Jahren in Mainz gewinnen konnte, bleiben somit keine guten Erinnerungen an sein 200. Bundesliga-Spiel auf der Bank. Nicolai Müller (12.) und der Österreicher Andreas Ivanschitz (21.) trafen für die Mainzer, die den vierten Heimsieg in Folge verbuchten. Für die Nürnberger, die 2009 gemeinsam mit den Mainzern aufgestiegen waren, setzte es dagegen die vierte Auswärtspleite in Folge. Die Franken, für die Per Nilsson (40.) erfolgreich war, bleiben damit vorerst auf dem 14. Rang.

Die 31.390 Zuschauer in der Mainzer Arena warteten zu Beginn der mit zehn Minuten Verspätung wegen Verkehrsproblemen angepfiffenen Partie vergebens auf spektakuläre Offensivszenen. Die Gastgeber bestimmten zwar das Geschehen und bauten Druck auf, die Nürnberger Defensive hatte die Lage aber dennoch unter Kontrolle. Das änderte sich allerdings in der zwölften Minute. Nach einem sehenswerten Solo schloss Müller überlegt ab. Es war der erste Saisontreffer des früheren Fürthers, der beim 1:2 am vergangenen Sonntag bei Werder Bremen schon in der 39. Minute nach zwei vergebenen Großchancen ausgewechselt worden war.

Rückstand trifft Nürnberg schwer

Jürgen Klinsmann, Trainer der US-Nationalmannschaft, schaut zu, wie in Mainz gespielt wird.
Jürgen Klinsmann, Trainer der US-Nationalmannschaft, schaut zu, wie in Mainz gespielt wird.(Foto: dapd)

Nach dem Rückstand waren die Nürnberger, bei denen Stammtorwart und Kapitän Raphael Schäfer, Almog Cohen sowie Adam Hlousek fehlten, völlig von der Rolle. Ivanschitz nutzte die Verwirrung der Nürnberger Defensive nach Vorarbeit seines Landsmanns Julian Baumgartlinger zum zweiten Treffer. Für Ivanschitz war es bereits das dritte Saisontor. Die Gastgeber, die ohne Niko Bungert, Eric-Maxim Choupo-Moting, Heinz Müller und Marco Caligiuri auskommen mussten, hatten in dieser Phase keine Mühe mit den Gästen.

Die Nürnberger, bei denen Ersatztorhüter Patrick Rakovsky keine Schuld an den ersten beiden Gegentoren traf, verbuchten erst in der 32. Minute durch einen Weitschuss des Japaners Hiroshi Kiyotake ihre erste Chance. Nach dieser Szene wurden die Franken stärker. Das Kopfballtor des schwedischen Abwehrrecken Nilsson nach einem Freistoß Kiyotakes fiel deshalb nicht allzu überraschend.

Zweite Halbzeit war ausgeglichen

Zu Beginn der zweiten Hälfte musste der Mainzer Innenverteidiger Bo Svensson wegen einer Wadenverletzung in der Kabine bleiben. Für Svensson kam Jan Kirchhoff in die Partie. Richtig gefordert war der neue Mann in der Defensive zunächst nicht. Dafür vergab Kirchhoff im gegnerischen Strafraum die Chance zum dritten Mainzer Treffer. Rakovsky lenkte den Kopfball des Abwehrspielers an die Latte (57.). Im Anschluss entwickelte sich über weite Strecken ein ausgeglichenes Spiel.

Bitter für Nürnberg: In der Schlussphase sah der bereits ausgewechselte Balitsch von der Bank aus seine 5. Gelbe Karte, der Ex-Nationalspieler ist damit im Derby gegen den FC Bayern gesperrt. Beste Spieler auf Seiten der Mainzer waren Außenverteidiger Zdenek Pospech und Kapitän Nikolce Noveski. Bei den Nürnbergern konnten Kiyotake und Timo Gebhart überzeugen.

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Quelle: n-tv.de

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