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Im Pokal weiter, aber international gesperrt: Galatasaray.
Im Pokal weiter, aber international gesperrt: Galatasaray.(Foto: dpa)

+ Fußball, Transfers, Gerüchte +: Podolski steht mit Gala im Halbfinale

Fünf englische Topklubs planen eine Konkurrenzliga zur Champions League. Der FC Liverpool verzeichnet ein dickes Finanzplus, zwei Ostvereine schaffen Platz auf der Trainerbank. Podolskis Klub hat Ärger - und ist weiter. Der FSV Mainz hat einen neuen Manager.

Lukas Podolski steht mit Titelverteidiger Galatasaray im Halbfinale des türkischen Pokalwettbewerbs. Dem Klub des deutschen Fußball-Nationalspielers reichte in Istanbul ein 1:1 im Viertelfinal-Rückspiel gegen Akhisar Belediyespor. Das erste Duell hatte Galatasaray mit 2:1 gewonnen. Allerdings benötigten die Istanbuler Schützenhilfe. Das Führungstor der Hausherren hatte Gästespieler Douglao aus Brasilien per Eigentor in der zehnten Minute erzielt. Nach der Pause gelang seinem kolumbianischen Teamkollegen Hugo Rodallega (47.) der Ausgleich. Podolski wurde in der 90. Minute ausgewechselt. Sollte Galatasaray den Pokal gewinnen, dürfte der Klub aber nicht international spielen. Die Uefa sperrte den türkischen Rekordmeister für ein Jahr für alle internationalen Wettbewerbe. (sgi)

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Manager Schröder wechselt zum FSV Mainz

Auf nach Mainz: Rouven Schröder.
Auf nach Mainz: Rouven Schröder.(Foto: imago/nph)

Der Wechsel von Rouven Schröder zum FSV Mainz 05 als Nachfolger von Manager Christian Heidel ist perfekt. Der Bundesligist einigte sich mit Werder über eine sofortige Freigabe. Auch die Hanseaten bestätigten die Vereinbarung. "Wir haben damit frühzeitig die wichtigste Personalfrage für die kommende Saison auf den Weg gebracht. Rouven Schröder war unser Wunschkandidat als neuer sportlicher Leiter des Vereins", sagte der Mainzer Präsident Harald Strutz. Heidel wechselt zur neuen Saison zum Fußball-Bundesligisten Schalke 04. Der 40 Jahre alte Schröder soll von Heidel bereits in den kommenden Wochen eingearbeitet werden. "Wir werden gemeinsam im Vorstand und in enger Abstimmung mit Christian Heidel einen absolut reibungslosen Übergang schaffen", erklärte Strutz. (sgi)

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Mallorca-Coach motivierte Profis mit Porno

"Ihr müsst genauso hart zur Sache gehen wie die Darsteller im Film": Dieser wertvolle Hinweis von Joaquin Caparros verfing bei den Profis von Real Mallorca nicht wirklich.
"Ihr müsst genauso hart zur Sache gehen wie die Darsteller im Film": Dieser wertvolle Hinweis von Joaquin Caparros verfing bei den Profis von Real Mallorca nicht wirklich.(Foto: picture alliance / dpa)

Der ehemalige Real-Mallorca-Coach Joaquin Caparros ist offenbar ungewöhnliche Wege gegangen, um seine Mannschaft vor Spielen zu motivieren. Der brasilianische Innenverteidiger Anderson Conceicao berichtete der Sportzeitung "Marca", dass der Trainer den Spielern vor dem Heimspiel gegen Athletic Bilbao am 15. Dezember 2012 einen Porno-Film vorführte. Trotzdem verloren die Kicker von den Balearen mit 0:1. Zur Mannschaft gehörte damals auch der ehemalige Kölner Profi Pedro Geromel, ein Landsmann Conceicaos. "Ihr müsst genauso hart zur Sache gehen wie die Darsteller im Film", habe der Coach laut Conceicao damals erklärt. (tse)

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Uefa sperrt Podolskis Klub für CL und EL

Lukas Podolski wird mit Galatasaray im nächsten Jahr nicht international spielen, selbst wenn der Rekordmeister sich in der Süper Lig noch auf einen internationalen Startplatz rettet.
Lukas Podolski wird mit Galatasaray im nächsten Jahr nicht international spielen, selbst wenn der Rekordmeister sich in der Süper Lig noch auf einen internationalen Startplatz rettet.(Foto: imago/Seskim Photo)

Nach einem Warnschuss im Jahr 2014 greift die Europäische Fußball-Union (Uefa) nun rigoros gegen das Finanzgebahren von Galatasaray Istanbul durch. Der türkische Fußball-Rekordmeister, Klub von Weltmeister Lukas Podolski, wird für ein Jahr von allen internationalen Club-Wettbewerben ausgeschlossen. Grund sind Verstöße gegen das finanzielle Fairplay. Momentan ist Galatasaray als Tabellenfünfter der türkischen Süper Lig nicht auf Kurs Europapokal. Durch ein Verpassen eines internationalen Wettbewerbs würde Galatasaray die Sperre aber nicht umgehen. Die Strafe tritt erst dann in Kraft, wenn sich der Verein am Ende einer Saison für die Champions League oder Europa League qualifizieren würde. Galatasary muss zudem seine Personalkosten begrenzen. Die Uefa hatte den Klub bereits 2014 mit einer Geldstrafe belegt, da die Türken gegen die Finanzauflagen der Uefa verstoßen hatten. Da sich keine Besserung einstellte, griff der Verband nun zu strikteren Maßnahmen. Vergangene Woche war eine von Özbek angeführte Delegation des Vereins in Nyon, um bei der Uefa vorstellig zu werden und für eine mildere Strafe zu plädieren. Doch es half nichts. Nun stehen dem Verein schwere Zeiten bevor. Da durch die wegfallende Europapokalteilnahme eine wichtige Einnahmequelle wegbricht, dürften sich die Finanzprobleme weiter verschärfen. (cwo)

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Klopp: "Bin perfekte Lösung für Liverpool"

Jürgen Klopp und Liverpool, das passt auch am Hotdog-Stand.
Jürgen Klopp und Liverpool, das passt auch am Hotdog-Stand.(Foto: REUTERS)

Platz neun in der Liga, frühes Aus im FA-Cup, das Ligapokalfinale als Deutscher ausgerechnet im Elfmeterschießen verloren: Der Start von Jürgen Klopp beim FC Liverpool hätte geschmeidiger verlaufen können. Der Enthusiasmus des früheren BVB-Coaches bleibt dennoch ungetrübt, sein Optimismus auch. Dem "Guardian" sagte Klopp: "Ich nehme die Herausforderung zu 100 Prozent an." Er komme in Liverpool immer besser zurecht, weil er sich mittlerweile besser auskenne: "Ich bin sicher nicht der Cleverste, aber ich liebe die Herausforderung und denke, dass ich die perfekte Lösung für Liverpool bin." Ziel sei nach wie vor, Titel zu gewinnen - auch in der Premier League. "In dieser Welt wird es keine Mannschaft geben, die die Liga in den nächsten fünf, sechs Jahren permanent gewinnen wird", ist Klopp überzeugt: "Wir können dauerhaft zu den Teams gehören, die oben mitmischen." Allerdings müsse der frühere Rekordmeister "noch viel verändern", um an alte Erfolge anzuknüpfen. "Aber wenn man uns Zeit gibt, können wir einiges erreichen", so Klopp. Das nötige Geld für den Umbau wird Klopp zur Verfügung stehen (siehe unten) (cwo)

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Chemnitz reagiert personell auf Talfahrt

Karsten Heine konnte in Chemnitz nicht überzeugen.
Karsten Heine konnte in Chemnitz nicht überzeugen.(Foto: dpa)

Nach Luckenwalde dreht auch der Chemnitzer FC am Personalrad. Die Drittligisten haben auf die sportliche Talfahrt der letzten Wochen reagiert und Trainer Karsten Heine beurlaubt. Das teilte der Klub auf seiner Internetseite mit. Nachfolger wird Sven Köhler, früherer Coach des Halleschen FC. Der im August 2015 in Halle beurlaubte Köhler wird am Nachmittag beim CFC vorgestellt. Die 0:2-Heimniederlage am Dienstagabend gegen Sonnenhof Großaspach war das achte Spiel der Himmelblauen ohne Sieg und gab den Ausschlag für die Trennung. Die Fans riefen während des Spiels "Heine raus". Mit 30 Punkten rangiert der CFC nur noch einen Platz über den Abstiegsrängen. Der 60 Jahre alte Heine hatte 2013 sein Amt in Chemnitz angetreten. Zuvor arbeitete er viele Jahre in verschiedenen Trainerfunktionen bei Hertha BSC. Außerdem trainierte er Union Berlin und den SV Babelsberg. Köhler steht für Kontinuität. Der 50-Jährige war von 2007 bis 2015 Trainer beim Halleschen FC. (lsc)

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FSV Luckenwalde entlässt Trainer

Jörg Heinrich war ein knappes halbes Jahr im Amt.
Jörg Heinrich war ein knappes halbes Jahr im Amt.(Foto: imago/Karina Hessland)

Ex-Nationalspieler Jörg Heinrich ist als Cheftrainer des Regionalligisten FSV Luckenwalde entlassen worden. Wie der Viertligist auf seine Homepage mitteilt, wurde der ehemalige Profi von Borussia Dortmund und dem AC Florenz mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden. Der Tabellenvorletzte reagiert mit diesen Maßnahmen auf die anhaltende Talfahrt des Brandenburger Vereins. "Wir wollen erreichen, dass ein Ruck durch die Mannschaft geht", sagte FSV-Vizepräsident Ralf Rische der "Märkischen Allgemeinen Zeitung". Heinrich, der 1997 mit Dortmund die Champions League gewann und 37 Spiele in der deutschen Nationalmannschaft bestritt, war erst im Sommer 2015 als Trainer in Luckenwalde verpflichtet worden. (lsc)

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Klopp darf kräftig bei Transfers zuschlagen

Bei solchen Zahlen dürfte Jürgen Klopp sich wie in der Süßwarenabteilung fühlen.
Bei solchen Zahlen dürfte Jürgen Klopp sich wie in der Süßwarenabteilung fühlen.(Foto: REUTERS)

Der FC Liverpool plant angesichts der jüngsten Rekordbilanz eine Transferoffensive im kommenden Sommer. Die Reds präsentierten mit 297,9 Millionen Pfund (382 Millionen Euro) einen Rekordumsatz für das am 31. Mai 2015 abgelaufene Geschäftsjahr. Der Gewinn vor Steuern beträgt 60 Millionen Pfund (77 Millionen Euro) im Vergleich zu nur 0,9 Millionen Pfund (1,15) im Vorjahr. "Wir sind in der glücklichen Lage, dass alles, was wir erwirtschaften, in die Mannschaft zurückfließt", sagte Klubchef Ian Ayre. Die Vereinsführung werde tun, "was getan werden muss", um Teammanager Jürgen Klopp zu unterstützen. Der Coach selbst berichtete von Plänen für den Sommer, ohne konkret zu werden. "Es geht nicht nur darum, sich auf die Spiele vorzubereiten. Wir müssen auch die Zukunft planen - und genau das tun wir", sagte Klopp. Der Bilanz zufolge hat Liverpool seine Verbindlichkeiten um weitere 69 Millionen Pfund (82 Millionen Euro) auf jetzt noch 47 Millionen (58,7) verringert. Die Gehälter stiegen von 143 auf 166 Millionen Pfund (178,5 auf 207 Millionen Euro) - nur vier Klubs in der Premier League bezahlen mehr. Die amerikanische Fenway Sports Group, die Liverpool im Oktober 2010 übernommen hatte, investierte 49 Millionen Pfund (61,2 Millionen Euro) in die neue Haupttribüne an der Anfield Road, die bis Sommer eröffnet werden soll. (lsc)

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Englands Topklubs planen CL-Konkurrenten

Neue Liga, neuer Pokal?
Neue Liga, neuer Pokal?(Foto: picture alliance / dpa)

Fünf englische Topklubs prüfen einem Bericht zufolge Pläne für eine Konkurrenzliga zur Champions League. Vertreter von Manchester United, dem FC Chelsea, dem FC Arsenal, Manchester City und dem FC Liverpool verhandelten laut "The Sun" angeblich bei einem Treffen mit US-Milliardär Stephen Ross über eine Teilnahme an einer Superliga mit weiteren europäischen Topvereinen.

Der Amerikaner Ross ist Besitzer des Footballklubs Miami Dolphins und Mitgründer des International Champions Cups, an dem in den vergangenen Jahren bereits viele Großclubs in der Sommerpause teilnahmen. Nun wolle Ross Europas Spitzenclubs in einer eigenen Liga vereinen und damit ein neues Format in Konkurrenz zur Königsklasse der Uefa kreieren, heißt es. So könnte Ross auch planen, neben britischen Spitzenvereinen auch deutsche Mannschaften wie den FC Bayern und Borussia Dortmund für sein Modell zu gewinnen. (lsc)

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Nur 2:2 - Rückschlag für Leicester City

Ex-Nationalspieler Robert Huth hat mit Spitzenreiter Leicester City im Kampf um den englischen Meistertitel zwei wichtige Punkte liegen lassen. Gegen West Bromwich Albion kam das Überraschungsteam der Premier League zum Auftakt des 28. Spieltages nicht über ein 2:2 (2:1) hinaus. Am Mittwoch (20.45 Uhr) könnte Tottenham Hotspur, Europa-League-Gegner von Borussia Dortmund, mit einem Sieg bei West Ham United vorbeiziehen. Danny Drinkwater (30.) und Andy King (45.+1) sorgten nach dem frühen Rückstand durch Salomon Rondon (11.) für eine 2:1-Führung der Gastgeber. Doch Craig Gardner gelang nach der Pause der Ausgleich (50.). (tno)

Quelle: n-tv.de

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