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"Wir kassieren blöde und einfache Gegentore, das darf uns nicht passieren": Lukas Podolski.
"Wir kassieren blöde und einfache Gegentore, das darf uns nicht passieren": Lukas Podolski.(Foto: dpa)

Frohnatur als Zweckoptimist: Podolski trifft und verliert

Für Lukas Podolski ist das Wiedersehen mit dem FC Bayern nicht besonders erfreulich. Selbst sein Tor für den FC Arsenal in der Champions League kann ihn nicht wirklich aufheitern. Und auch nicht der Zuspruch von Kumpel Bastian Schweinsteiger.

Die Machtdemonstration seines Ex-Klubs Bayern München verhagelte auch der rheinischen Frohnatur Lukas Podolski gehörig die Laune. "Wenn man im Pokal rausfliegt und dann in der Champions League verliert, dann ist da immer eine negative Stimmung", sagte der 27 Jahre alte Nationalspieler in Diensten des FC Arsenal. Selbst sein Tor zum Anschlusstreffer konnte den Nationalspieler nicht aufheitern, nach dem 1:3 im Achtelfinal-Hinspiel gegen die Bayern stecken die Londoner in der Krise.

In der Meisterschaft liegen die Gunners 21 Punkte hinter Tabellenführer Manchester United auf Platz fünf, in den beiden nationalen Pokalwettbewerb ist das Team von Trainer Arsene Wenger bereits ausgeschieden - die achte titellose Saison wird mit hoher Wahrscheinlichkeit Realität werden. "Wir kassieren blöde und einfache Gegentore, das darf uns nicht passieren", sagte Podolski. Zwar flüchtet er sich wie seine Mitspieler in Zweckoptimismus ("Wir glauben noch an unsere Chance"), doch realistisch betrachtet dürfte der Kampf um die direkte Qualifikation für die Königsklasse Arsenals letztes großes Saisonziel werden.

"Er ist ja ein Kumpel von mir"

An Podolski liegt es allerdings nicht, dass der 13-malige englische Meister wieder einmal hinter den hohen eigenen Zielen zurückliegt und selbst Langzeit-Trainer Wenger schon längst nicht mehr als unantastbar gilt. Gegen die Bayern war Podolski wieder einmal gewohnt effektiv. Mit seinem vierten Schuss in der Königsklasse überhaupt erzielte er sein viertes Tor. Zudem traf er bisher achtmal in der Liga und gab insgesamt zehn Vorlagen. "Er war wie alle guten Stürmer. Als er die Chance bekam, hat er sie genutzt und Arsenal wieder ins Spiel zurückgebracht", kommentierte das Boulevard-Blatt "The Sun".

"Ich fühle mich hier wohl", betont Podolski ohnehin immer wieder. Der Stürmer ist auf dem besten Weg, auch bei Arsenal zum Publikumsliebling zu werden. Die Fans mögen seine Zielstrebigkeit auf dem Platz genauso wie seine unkomplizierte und bescheidene Art außerhalb des Rasens. Im Oktober sammelte Podolski Sympathiepunkte, als er wie jeder Londoner mit dem Bus fuhr. "Lukas hat den richtigen Schritt gemacht", glaubt auch Bastian Schweinsteiger, seit langem mit dem Nationalmannschaftskollegen befreundet.

Noch lange nach dem Abpfiff standen die beiden im Mittelkreis und diskutierten. Bestimmt auch über Podolskis Treffer, bei dem er sich gegen Schweinsteiger durchgesetzt hatte. "Er ist ja ein Kumpel von mir, von daher geht das schon in Ordnung", sagte Bayerns Mittelfeldspieler. Wohl wissend, dass der Vorsprung für das Rückspiel trotzdem mehr als komfortabel ist. Trotz des drohenden Aus in der Königsklasse bereut Podolski seinen Abschied aus Köln bisher nicht. "Ich wusste immer, dass ich die Qualität besitze, mich hier oder auch woanders durchzusetzen. Ich bin auf und außerhalb des Platzes total zufrieden", sagte er zuletzt. Nur mit dem Bayern-Spiel nicht.

Quelle: n-tv.de

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