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Sergio Ramos (l.) freut sich mit Casemiro über dessen Tor in fast letzter Minute.
Sergio Ramos (l.) freut sich mit Casemiro über dessen Tor in fast letzter Minute.(Foto: REUTERS)

+ Fußball, Transfers, Gerüchte +: Real quält sich zum Sieg über Aufsteiger

Stuttgart verliert im Abstiegskampf einen Weltmeister und Ingolstadt auf kuriose Weise einen Profi. Gladbachs Nordtveit steht vor einem Wechsel auf die Insel, Düsseldorf braucht einen neuen Coach. In Dortmund wird Fußball zur Nebensache.

Der spanische Fußball-Rekordmeister Real  Madrid hat ohne den geschonten Weltmeister Toni Kroos in der Primera  Division einen glanzlosen 2:1 (1:0)-Sieg bei Aufsteiger UD Las  Palmas eingefahren. Das Team von Trainer Zinédine Zidane bleibt  durch den 19. Erfolg im 29. Saisonspiel Dritter, Tabellenführer und  Erzrivale FC Barcelona ist weiter kaum aufholbare zwölf Punkte voraus. Casemiro rettete Real mit seinem 2:1 in der 89. Minute die drei  Punkte. Nur zwei Minuten zuvor hatte Las-Palmas-Angreifer Willian  José Da Silva die Madrider Führung durch Sergio Ramos (24.)  ausgeglichen. Der Verteidiger flog in der Nachspielzeit mit Gelb-Rot vom Platz. Superstar Cristiano Ronaldo bot nach seiner Vier-Tore-Gala beim 7:1 gegen Celta Vigo eine unauffällige Vorstellung und muss weiter auf sein 28. Saisontor warten. (vpe)

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Tottenham jagt Tabellenführer

(Foto: REUTERS)

Die Tottenham Hotspur haben durch einen 2:0 (1:0)-Sieg bei Aston Villa den Druck auf Premier-League-Spitzenreiter Leicester City erhöht. Englands Fußball-Nationalspieler Harry Kane war mit einem Doppelpack (45./48.) erfolgreich und sorgte dafür, dass der Rückstand des Zweiten auf den Tabellenführer auf vorerst zwei Punkte schrumpfte. Leicester kann am Montag im Spiel gegen Newcastle United den Vorsprung wieder auf fünf Zähler ausbauen. Die Spurs spielten im Vergleich zum 0:3 in der Europa League bei Borussia Dortmund formverbessert und hatten mit Torjäger Kane den überragenden Spieler in den eigenen Reihen. (cwo)

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Fan stirbt während BVB-Heimspiel

Während der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und dem FSV Mainz hat es zwei tragische Zwischenfälle gegeben. Auf der Südtribüne erlitten zwei Fans einen Herzinfarkt. Entsprechende Berichte des Bezahlsenders Sky bestätigte inzwischen BVB-Sprecher Sascha Fligge.

Eine Person überlebte den Infarkt nicht. Ein weiterer Zuschauer wurde den Angaben zufolge im kritischen Zustand in ein Krankenhaus gebracht. Zuletzt hieß es, sein Zustand sei stabil.

Die Fans beider Teams verzichteten aufgrund der tragischen Zwischenfälle in der zweiten Halbzeit auf eine lautstarke Unterstützung ihrer Teams. Sie schwiegen aus Respekt vor den Betroffenen, gedachten ihnen mit stillem Gedenken und rollten auch alle Banner ein.

 

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PSG schießt sich aberwitzig zum März-Titel

Beim 9:0 Sieg trifft Zlatan Ibrahimovic (l) gleich viermal, Edison Cavani (r) zweimal.
Beim 9:0 Sieg trifft Zlatan Ibrahimovic (l) gleich viermal, Edison Cavani (r) zweimal.(Foto: imago/PanoramiC)

Die Überflieger von Paris St. Germain um den deutschen Torwart Kevin Trapp sind zum vierten Mal in Serie französischer Fußball-Meister. Durch ein spektakuläres 9:0 (3:0) beim Schlusslicht ES Troyes AC beseitigte der seit Monaten an der Tabellenspitze enteilte Hauptstadtclub auch die letzten Restzweifel. Mit nun 25 Punkten Vorsprung auf den Ligazweiten AS Monaco ist Paris vor den letzten acht Spielen nicht mehr von Platz eins zu verdrängen. Ausnahmestürmer Zlatan Ibrahimovic erzielte am 30. Spieltag der Ligue 1 binnen zehn Minuten (46./52./56.) einen Hattrick und traf unmittelbar vor Schluss noch zum Endstand (89.). Weitere Tore erzielten Edinson Cavani (13./75.), Javier Pastore (17.) und Adrien Rabiot (19.). Obendrein war Troyes-Verteidiger Mathieu Saunier (58.) mit einem Eigentor direkt am höchsten Pariser Saisonsieg beteiligt. (kbe)

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Düsseldorf feuert Kurz nach 81 Tagen

Sieben Spiele, vier Punkte: Marco Kurz wurde in Düsseldorf beurlaubt.
Sieben Spiele, vier Punkte: Marco Kurz wurde in Düsseldorf beurlaubt.(Foto: imago/Sportsword)

Der akut abstiegsbedrohte Zweitligist Fortuna Düsseldorf hat sich nach nur 81 Tagen von Trainer Marco Kurz getrennt. Der 46 Jahre alte Kurz war erst Ende Dezember verpflichtet worden und hatte aus sieben Spielen nur vier Punkte geholt. Nach dem 0:1 beim SV Sandhausen am Samstag hat Fortuna nur einen Punkt Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz. (cwo)

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BVB? West Ham? Nordtveit verlässt Gladbach

Der Norweger Havard Nordtveit verlässt Borussia Mönchengladbach am Ende der Saison. Der 25-Jährige werde "seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern und nach England wechseln", teilte der Tabellenvierte der Bundesliga mit und bestätigte eine entsprechende Meldung der "Bild". Die Entscheidung, den fünfmaligen deutschen Meister zu verlassen, sei ihm "sehr schwer gefallen", sagte Nordtveit der Zeitung. Der defensive Mittelfeldspieler, der ablösefrei gehen kann, wird mit dem englischen Premier-League-Klub West Ham United in Verbindung gebracht. Auch Borussia Dortmund soll Interesse an Nordtveit signalisiert haben. (kbe)

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Ingolstadt-Profi verpasst Anruf und Spiel

Womöglich wäre die Partie gegen Augsburg für Elias Kachunga der Durchbruch in Ingolstadt gewesen.
Womöglich wäre die Partie gegen Augsburg für Elias Kachunga der Durchbruch in Ingolstadt gewesen.(Foto: picture alliance / dpa)

Dieser verpasste Anruf könnte Ingolstadts Stürmer Elias Kachunga noch eine Weile beschäftigen. Nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Lukas Hinterseer versuchte FCI-Coach Ralph Hasenhüttl vergeblich, den Angreifer ans Telefon zu bekommen. "Das ist jetzt dumm gelaufen für ihn. Aber was soll man machen? Wenn du ihn versuchst zu erreichen und er ist nicht zu erreichen, dann ist das so", erklärte der Österreicher nach dem furiosen 3:3-Remis des Aufsteigers am Samstag in der Fußball-Bundesliga gegen den VfB Stuttgart.

"Was soll ich machen? Klar ist das schade für ihn. Er wäre dabei gewesen und hätte wahrscheinlich sogar gespielt", sagte Hasenhüttl, der stattdessen den 20-jährigen Aloy Ihenacho auf der Bank Bundesliga-Atmosphäre schnuppern ließ. "Ich musste halt einen aus der U23 nachnominieren. Ich wollte unbedingt einen Stürmer." Null Tore und zehn Teilzeit-Einsätze lauten die ernüchternden Zahlen von Kachunga, der für den SC Paderborn in der Bundesliga immerhin schon sechsmal traf. Eine weitere Chance verstrich nun für den Angreifer, der bis zur Verpflichtung von Darío Lezcano im Winter  (2,5 Millionen Euro) mit geschätzten 1,5 Millionen Euro der Ingolstädter Rekordeinkauf war. (cwo)

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Dramatisches Saisonaus für Großkreutz

Großkreutz' Teamkollege Rupp betrachtet den verletzten Verteidiger.
Großkreutz' Teamkollege Rupp betrachtet den verletzten Verteidiger.(Foto: imago/Eibner)

Der VfB Stuttgart muss wohl für den Rest der Saison auf Weltmeister Kevin Großkreutz verzichten. Der 27 Jahre alte Defensivspieler zog sich beim 3:3 der Schwaben beim FC Ingolstadt einen Muskelbündelriss am hinteren rechten Oberschenkel zu, wie der VfB mitteilte. Großkreutz werde sechs bis acht Wochen fehlen. "Das ist eine bittere Nachricht sowohl für uns als auch für Kevin", sagte VfB-Trainer Jürgen Kramny.

Der frühere Dortmunder hielt trotz der Verletzung bis zum Schluss durch, weil der VfB das Wechselkontingent schon ausgeschöpft hatte. "Er konnte keinen Schritt mehr machen", sagte Kramny über "Kämpfer" Großkreutz, der erst im Winter an den Neckar gekommen war und dort gleich einen Stammplatz ergattert hatte. "Kevin hat sich nach seinem Wechsel zu uns auf Anhieb gut in die Mannschaft integriert und ihr durch seinen leidenschaftlichen Einsatz sofort weitergeholfen", betonte Kramny. Als Ersatz für Großkreutz steht der Österreicher Florian Klein bereit, der den Verein allerdings im Sommer verlassen soll. (shu)

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"Scheißspiel": Allofs rüffelt VfL-Spieler

Klaus Allofs bangt um die Teilnahme am europäischen Wettbewerb.
Klaus Allofs bangt um die Teilnahme am europäischen Wettbewerb.(Foto: imago/Pakusch)

Klaus Allofs war von der Alltags-Armut seiner Königsklassen-Kicker dermaßen bedient, dass er eigentlich nur einen deftigen Kommentar übrig hatte. "Das war ein Scheißspiel - das sagt doch alles", wetterte der Manager des VfL Wolfsburg nach dem 0:1 bei 1899 Hoffenheim. Dem Höhenflug des VfL ins Viertelfinale der Champions League folgte die harte Landung in der Bundesliga. Doch nach einem kurzen Moment des Innehaltens legte Allofs sogar noch nach. Der 59-Jährige sprach den hochbezahlten VfL-Profis die Klasse ab.

"Das war nicht im Stil einer Champions-League-Mannschaft. Wir haben keine Minute so gespielt", sagte Allofs: "Wir waren vom Kopf her nicht bereit, dagegenzuhalten." Der Ärger des Managers über den ganz schwachen Auftritt des Vizemeisters am 26. Spieltag war verständlich. Schließlich ist die erneute Europacup-Teilnahme der Wölfe, die den vierten Pflichtspiel-Sieg in Folge und den 250. Bundesliga-Dreier verpassten, akut in Gefahr. Die Königsklasse ist für den DFB-Pokal-Sieger sogar ganz weit weg. (shu)

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Skandal-Profi Benzema soll doch zur EM

Benzema will bei der Heim-EM für Frankreich auflaufen.
Benzema will bei der Heim-EM für Frankreich auflaufen.(Foto: AP)

Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps hat sich in der Sport-Tageszeitung "L'Equipe" vehement für eine Rückkehr von Karim Benzema (Real Madrid) in die Fußball-Nationalmannschaft ausgesprochen. „Alle Welt beneidet uns um ihn. Niemand bleibt fünf Jahre lang Stürmer bei Real unter Mourinho, Ancelotti, Benitez oder jetzt Zidane. Ich will bei der EM die sportlich besten Spieler haben. Außerdem: Karim hat einen Fehler begangen, aber ich bleibe bei meinem Prinzip: Ich verteidige jeden Spieler", sagte der 47-Jährige.

Der 28-jährige Benzema hatte seinen Nationalmannschaftskollegen Mathieu Valbuena aufgefordert, einem "Freund" 150.000 Euro für die Nicht-Veröffentlichung eines Sex-Videos zu zahlen. Nach dem Auffliegen der Affäre hatte ein Gericht eine Kontaktsperre zwischen beiden Spielern verhängt, um Absprachen zu vermeiden. Diese Kontaktsperre wurde von einem Berufungsgericht in der letzten Woche aufgehoben, doch die Anklage wegen Erpressung bleibt. (shu)

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Große Gefühle beim Darmstadt-Heimspiel

Die Bundesliga kann auch menschlich sein. Mit einer Schweigeminute nahmen die Profis von Darmstadt 98 Abschied von ihrem Fan Jonathan "Johnny" Heimes, der vor seinem Krebs-Tod die Spieler mit seinem Kampf gegen die Krankheit inspiriert hatte. Auch im Fanblock von Gegner FC Augsburg gab es Spruchbänder, die an Heimes erinnerten.

Die Partie hatte keinen Sieger. Augsburg kam durch einen umstrittenen Foulelfmeter in der Schlussminute noch zum 2:2. Ausgleichende Gerechtigkeit: Zuvor war ihnen ein reguläres Tor aberkannt worden. (shu)

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Den Fußball-Nachrichtenticker von Samstag, den 12. März finden Sie hier.

Quelle: n-tv.de

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