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Auch in Unterzahl besser: Der FC Bayern zog in Augsburg souverän ins Pokal-Viertelfinale ein.
Auch in Unterzahl besser: Der FC Bayern zog in Augsburg souverän ins Pokal-Viertelfinale ein.(Foto: dapd)

Offenbach feiert Pokal-Sensation: Ribery fliegt, FC Bayern siegt

Rekordgewinner FC Bayern macht sich im DFB-Pokal gegen den FC Augsburg selbst das Leben schwer. Fast eine Halbzeit müssen die Münchner in Unterzahl spielen, kommen am Ende aber dennoch locker weiter. Drittligist Kickers Offenbach feiert einen Pokal-Coup.

Kaum war Franck Ribery wieder draußen aus der Kabine, musste er schon wieder zurück.
Kaum war Franck Ribery wieder draußen aus der Kabine, musste er schon wieder zurück.(Foto: dpa)

Der FC Bayern München hat sich nach Rot für einen unbeherrschten Franck Ribéry ins Viertelfinale des DFB-Pokals gemüht. Trotz fast einer Spielhälfte in Unterzahl setzte sich der Rekordsieger beim FC Augsburg letztlich ungefährdet mit 2:0 (1:0) durch und steht zum sechsten Mal in Serie unter den besten Acht. Kickers Offenbach hat hingegen seinen Ruf als Pokalschreck eindrucksvoll untermauert und Bundesliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf das Ende eines ansonsten tollen Fußball-Jahres verdorben. Der Drittligist schaltete den enttäuschenden Favoriten hochverdient mit 2:0 (0:0) aus.

Im bayerisch-schwäbischen Duell mit reichlich Aufregern erzielte Mario Gomez (26.) vor 30.660 Zuschauern in Augsburg die Führung, Xherdan Shaqiri (85.) erlöste die Münchner. Wegen einer Tätlichkeit musste Ribéry, der als bis dahin bester Bayer das 1:0 vorbereitet hatte, zu Beginn der zweiten Halbzeit vom Platz (47.).

Beide Teams hatten nach dem Schlusspfiff reichlich Grund mit dem Schiedsrichtergespann zu hadern. Ein 30-Meter-Knaller von Anatoli Timoschtschuk (44.) an die Latte prallte hinter der Torlinie auf, Referee Thorsten Kinhöfer und sein Team versagten dem Treffer jedoch die Anerkennung. Nach der Pause ging es hitzig weiter, als Ribéry sich erst ein Wortduell mit Ja-Cheol Koo lieferte, dem Südkoreaner ins Gesicht langte und dafür vom Platz musste. Zudem übersah Kinhöfer ein klares Handspiel von Dante im eigenen Strafraum (54.).

Sensation für Arie van Lent

Mathias Fetsch leitete mit dem 1:0 die Pokal-Überraschung in Offenbach ein.
Mathias Fetsch leitete mit dem 1:0 die Pokal-Überraschung in Offenbach ein.(Foto: dapd)

Auf dem ausverkauften Bieberer Berg in Offenbach sorgten die Stürmer Matias Fetsch (76.) und Stefan Vogler (85.) vor 18.400 Zuschauern für die umjubelten Tore. Für die mit über vier Millionen Euro verschuldeten Offenbacher, die vor sechs Jahren letztmals im Pokal-Viertelfinale standen, war es ein auch für die finanzielle Lage wichtiger Erfolg.

Und für den nach der Niederlagenserie in der dritten Liga in der Kritik stehenden Trainer Arie van Lent war es wohl die Jobgarantie. Nach dem entscheidenden Treffer rannte das Team demonstrativ zum Coach.

Quelle: n-tv.de

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