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Für Claudia Roth wäre die Wahl von Scheich Salman zum Fifa-Präsidenten untragbar.
Für Claudia Roth wäre die Wahl von Scheich Salman zum Fifa-Präsidenten untragbar.(Foto: picture alliance / dpa)

+ Fußball, Transfers, Gerüchte +: Roth kritisiert Fifa-Kandidat Scheich Salman

Als Nachfolger von BVB-Ikone Jürgen Klopp trat Thomas Tuchel ein schweres Erbe an, meistert das aber virtuos - findet BVB-Star Marco Reus. Der HSV schreibt rötere Zahlen als je zuvor. Und Claudia Roth bezieht Stellung zur Fifa-Präsidentenwahl.

Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth setzt sich gegen eine Wahl des Favoriten Scheich Salman bin Ebrahim Al Khalifa aus Bahrain zum neuen Präsidenten des Fußball-Weltverbandes Fifa ein. "Es wäre ein Hohn für die Opfer der massiven Menschenrechtsverletzungen in Bahrain, wenn eine solche Person Präsident der Fifa würde", sagte Roth der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Al Khalifa, Präsident des asiatischen Fußballverbandes, gilt als aussichtsreichster Kandidat der Wahl am 26. Februar. Am Freitag hatte er ein Abkommen mit dem afrikanischen Verband geschlossen, in dem Beobachter eine Verabredung zur Blockwahl vermuten.

"Der Versuch einer Demokratisierung, einer Öffnung, mit einer Anerkennung der gleichen Rechte eines großen Teils der Bevölkerung, der Schiiten, wurde 2011 mit brutaler Gewalt niedergeschlagen. Dafür wurden Panzer aus Saudi-Arabien nach Bahrain geschickt. Es gab viele, viele Tote und Verletzte. Unter anderem Sportler wurden verhaftet, es gibt deutliche Hinweise auf Folter, auch von Fußballern", sagte Roth. Der Schweizer Strafrechtsprofessor Mark Pieth, der zwischen 2011 und 2013 die Fifa-Reformkommission geleitet hatte, sagte, dass er eigentlich einen "Aufschrei der 209 Verbände" erwarte: "Sie müssten sagen: Wollen wir das? Sie müssen fragen: Ist Salman ein glaubwürdiger Vertreter für Demokratie und Aufbruch?" (jja)

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Khedira kommt auf den Torgeschmack

Sami Khedira mutiert so langsam zum Torjäger.
Sami Khedira mutiert so langsam zum Torjäger.(Foto: AP)

Mit Fußball-Weltmeister Sami Khedira in Torlaune bleibt Juventus Turin im italienischen Meisterrennen Spitzenreiter SSC Neapel auf den Fersen. Der Titelverteidiger besiegte am Sonntag Udinese Calcio 4:0 (4:0) und liegt weiter zwei Punkte hinter dem SSC (44) auf dem zweiten Rang in Lauerstellung. Für Italiens Rekordmeister, der ab der 25. Minute nach der Roten Karte gegen Danilo in Überzahl spielte, traf Khedira (18.) im zweiten Spiel nacheinander und verbuchte sein drittes Liga-Tor. Paulo Dybala (15./26. Foulelfmeter) und Alex Sandro (42.) sorgten bereits vor dem Seitenwechsel für klare Verhältnisse.

Mit dem eingewechselten Nationalspieler Antonio Rüdiger musste sich der AS Rom unter dem neuem Coach Luciano Spalletti gegen Schlusslicht Hellas Verona mit einem 1:1 (1:0) begnügen. Mit 35 Punkten liegt die Roma auf Rang fünf. Der Stadtrivale Lazio Rom, bei dem Miroslav Klose in Durchgang zwei mitwirken durfte, kam nach 0:2-Rückstand beim FC Bologna noch zu einem 2:2 (0:2). Weltmeister Klose bereitete dabei den Treffer zum Endstand durch Senad Lulic (77.) vor.

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PSG-Interesse "schmeichelt" Lewandowski

Robert Lewandowski und Paris? Zumindest hört er Schmeicheleien aus Frankreich gern.
Robert Lewandowski und Paris? Zumindest hört er Schmeicheleien aus Frankreich gern.(Foto: dpa)

Für den FC Bayern ist Robert Lewandowski eine Torgarantie. Die Regelmäßigkeit, mit der der Pole trifft, macht ihn auch bei anderen Topklubs begehrt. Neben Dauer-Interessenten wie den Großklubs aus Manchester und Real Madrid soll nun auch Paris St. Germain mit einer Verpflichtung liebäugeln. Dass die Klub-Verantwortlichen über ihn sprächen, schmeichle ihm sehr. Das sagte Lewandowski dem französischen TV-Sender TF1. Aber: Er konzentriere sich auf seine Arbeit in München.

Allerdings hatte der FC Bayern seinen Sturmstar zu Wochenbeginn irritiert, als Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge hemmungslos vom argentinischen Sturmstar Gonzalo Higuain schwärmte. Das kommentierte Lewandowskis Berater Maik Barthel süffisant: "Wer eine schöne Braut hat, sollte nicht nach anderen Bräuten schauen." (cwo)

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Hamburger SV fährt Rekordverlust ein

Zu wenig Punkte, zu wenig Geld: Das waren zwei der Botschaften der HSV-Mitgliederversammlung.
Zu wenig Punkte, zu wenig Geld: Das waren zwei der Botschaften der HSV-Mitgliederversammlung.(Foto: dpa)

Drei Tests, drei Pleiten, viele Verletzte und kein Geld für Verstärkungen: Fünf Tage vor dem Rückrundenstart gegen Bayern München blickt der Fußball-Bundesligist Hamburger SV in eine sorgenvolle Zukunft. "Ich bin kein Träumer. Die Entwicklungen sollten nicht täuschen. Unsere Situation ist immer noch unvorhersehbar und gefährlich", räumte der HSV-Vorstandsvorsitzende Dietmar Beiersdorfer bei der Mitgliederversammlung des Tabellenzehnten ein. Er lobte die Arbeit von Trainer Bruno Labbadia, zeigte sich aber mit 22 Punkten aus der Hinrunde nicht zufrieden.

Angesichts des Rekordfehlbetrags von 16,9 Millionen Euro bei der HSV-Fußball-AG warnte der ehemalige Abwehrspieler vor Panikmache. "Wir befinden uns nicht im Angstzustand. Wir gehen sorgsam mit unserem Geld um", versicherte der 52-Jährige: "Der HSV ist kreditfähig und kreditwürdig". Auch nach dieser Saison sei mit einem Minus zu rechnen. Dennoch sei der Verein auf dem Weg zu einem grundsoliden Bundesligisten. (cwo)

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Metzelder warnt Sané vor Real Madrid

Schalkes Leroy Sané steht im Fokus vieler Topklubs.
Schalkes Leroy Sané steht im Fokus vieler Topklubs.(Foto: dpa)

Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Christoph Metzelder rät Schalke-Talent Leroy Sané davon ab, bereits jetzt zu einem internationalen Top-Verein wie Real Madrid zu wechseln. "Natürlich ist er nun in den Fokus internationaler Top-Mannschaften gekommen. Aber man muss ein gestandener Nationalspieler sein und das richtige Standing haben, um in einem Kader wie dem von Real Madrid eine Chance zu haben", sagte der 35-Jährige am Samstag bei einem Hallenturnier in Hamburg.

Metzelder spielte von 2007 bis 2010 für Real Madrid und wechselte anschließend zum FC Schalke 04. "Ich habe das Gefühl, dass Leroy, sein Vater und sein Management erkennen, dass Schalke 04 eine Top-Adresse im deutschen Fußball ist und zudem der richtige Verein, um den nächsten Entwicklungsschritt zu machen", sagte Metzelder. Laut Medien-Informationen sind in Real Madrid, dem FC Barcelona und Manchester City drei europäische Top-Vereine an einer Verpflichtung des 20 Jahre alten Rechtsaußen interessiert. (cwo)

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Reus lobhudelt BVB-Coach Tuchel

Marco Reus sieht den BVB unter Thomas Tuchel extrem verbessert.
Marco Reus sieht den BVB unter Thomas Tuchel extrem verbessert.(Foto: REUTERS)

Fußball-Nationalspieler Marco Reus sieht Bundesligist und Bayern-Verfolger Borussia Dortmund unter Trainer Thomas Tuchel auf dem richtigen Weg. "Unser Spielstil hat sich komplett gewandelt, wir haben mittlerweile viel mehr Ballbesitz. Unserer Mannschaft tut das in ihrer Weiterentwicklung sehr gut. Tuchels Ansätze haben uns deutlich weitergebracht", sagte der 26 Jahre alte Offensivspieler der "Welt am Sonntag". Reus weiter: "Wir haben im letzten Halbjahr in allen drei Wettbewerben zusammen 84 Tore geschossen, das ist europaweit ein Spitzenwert. Wir spüren, dass die Automatismen zunehmend greifen und wir in der Lage sind, auch Mannschaften zu beherrschen, mit denen wir früher Probleme hatten."

Reus lobt auch die Trainingssteuerung des Coaches. "Nehmen Sie unser Trainingslager in Dubai: Nachdem wir das Training beendet hatten, sind wir nicht direkt zurück ins Hotel gefahren, sondern haben noch mindestens eine halbe Stunde lang aktiv Regeneration gemacht. Thomas Tuchel legt darauf sehr großen Wert", berichtete der Ex-Gladbacher. Die Auswirkungen dieser Maßnahmen seien nicht sofort spürbar, "aber auf Sicht vielleicht schon", so Reus. (cwo)

Quelle: n-tv.de

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