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Scheich Salman hat eine Vision für eine neue Fifa.
Scheich Salman hat eine Vision für eine neue Fifa.(Foto: imago sportfotodienst)

Trennung von Sport und Finanzen: Scheich Salman will die Fifa aufteilen

Noch ist Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa aus Bahrain nicht Präsident der Fifa. Aber für den Fall, dass er am 26. Februar als Nachfolger von Joseph Blatter zum Chef des Fußball-Weltverbandes gewählt wird, verkündet er bereits seine Vision für eine "neue" Fifa .

Fifa-Präsidentschaftskandidat Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa aus Bahrain will den Fußball-Weltverband im Fall seiner Wahl in zwei Zuständigkeitsbereiche aufteilen. Ein Bereich soll sich ausschließlich um den Sport kümmern, der andere für die Finanzen zuständig sein.

Nur durch diese strikte Trennung könne man die Wiedergeburt einer neuen Fifa, die den Respekt aller verdient, gewährleisten, heißt es in einer Pressemitteilung des 50-Jährigen. Der Fußballbereich soll demnach für die Durchführung der Wettbewerbe wie beispielsweise der Weltmeisterschaften zuständig sein. Der andere Geschäftsbereich soll unter anderem die Verantwortung für Marketing, Sponsoring und TV-Rechte tragen.

Salman ist indes ein umstrittener Anwärter für das Chef-Amt bei der Fifa. Der Scheich soll 2011 nach Unruhen in seiner Heimat zur Identifizierung und Inhaftierung von Demonstranten aus dem Fußballbereich beigetragen haben. Die Aufständischen sollen später in Gefängnissen auch gefoltert worden sein – auf Anweisung eines Komitees unter Leitung des 50-jährigen Scheichs. Der Bahreiner bestreitet die Vorwürfe, die von Menschenrechtsgruppen erhoben worden sind, allerdings vehement.

Neben Scheich Salman hat die Fifa-Wahlkommission den Jordanier Prinz Ali bin Al Hussein (40), den Franzosen Jérôme Champagne (57), den Schweizer Uefa-Generalsekretär Gianni Infantino (45) sowie den Südafrikaner Tokyo Sexwale (62) für die Wahl eines Nachfolgers des für acht Jahre suspendierten Joseph S. Blatter zugelassen. Gewählt wird am 26. Februar 2016.

Quelle: n-tv.de

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