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Hellmut Krug muss sich derzeit viel Kritik erwehren.
Hellmut Krug muss sich derzeit viel Kritik erwehren.(Foto: imago/Eibner)
Sonntag, 05. November 2017

Krug bestreitet Vorwürfe: Schiedsrichter soll Schalke bevorteilt haben

Woche für Woche gibt es neue Diskussionen über den Videobeweis. Zudem schwelt der interne Streit zwischen Schiedsrichter Manuel Gräfe und seinen Chefs Hellmut Krug und Herbert Fandel. Obendrauf kommt jetzt noch ein herber Vorwurf gegen Krug.

Videobeweis-Chef Hellmut Krug hat den Vorwurf der Bevorteilung des Fußball-Bundesligisten Schalke 04 entschieden zurückgewiesen. Laut des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) beharrt der Gelsenkirchener darauf, dass es den in der "Bild am Sonntag" geschilderten Vorfall nicht gegeben habe.

Konkret geht es um zwei Entscheidungen am 10. Spieltag während der Partie der Schalker gegen den VfL Wolfsburg (1:1). Laut der "BamS" habe Krug, der das Videobeweis-Projekt leitet, als Supervisor des Spiels den eigentlichen Video-Assistenten Marco Fritz zweimal bei Strafstoß-Entscheidungen zu Gunsten der Königsblauen überstimmt. Beide Entscheidungen kamen damit dem Klub zu Gute, aus dessen Stadt Gelsenkirchen auch der frühere Fifa-Referee kommt.

Krug bestreitet das. "Wir sind als Supervisor nicht befugt, die Entscheidungen der Video-Assistenten zu beeinflussen oder sie gar zu überstimmen", sagte der 61-Jährige. Fritz untermauerte die Darstellung Krugs. "Bei allen Spielsituationen, die im Review Center in Köln gecheckt werden, liegt die Entscheidung, ob ein Eingriff erfolgt oder nicht, beim Video-Assistenten", äußerte der Schiedsrichter: "Dies war auch in den besagten Szenen der Partie Schalke gegen Wolfsburg so."

Wolfsburgs Sportdirektor Olaf Rebbe äußerte sich vor dem Sonntagabend-Spiel gegen Hertha BSC zurückhaltend. "Generell haben wir großes Vertrauen in den DFB und das Schiedsrichterwesen, dass das lückenlos aufgeklärt wird", sagte er im TV-Sender Sky.

Quelle: n-tv.de

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