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Die DFB-Spitze sieht den Freshfields-Bericht als Meilenstein der Transparenz. In der Schweiz ist man weniger begeistert.
Die DFB-Spitze sieht den Freshfields-Bericht als Meilenstein der Transparenz. In der Schweiz ist man weniger begeistert.(Foto: imago/Schüler)

+ Fußball, Transfers, Gerüchte +: Schweiz kritisiert Freshfields-Bericht

Beim FC Bayern sollen die Tage Medhi Benatias gezählt sein. Carlo Ancelotti plant angeblich nicht mit ihm. Der FC Barcelona gewinnt mal wieder- und stellt einen Rekord auf. Babak Rafati klangt den DFB an. Und für Leverkusens Trainer Roger Schmidt wird es ungemütlich.

Die Bundesanwaltschaft der Schweiz (BA) hat die Veröffentlichung des Freshfields-Berichts in der Affäre um die Vergabe der Fußball-WM 2006 kritisiert. Die Behörde halte fest, "dass die Publikation solcher Berichte die Kollusionsgefahr (Verdunklungsgefahr) erhöht, was die BA sehr bedauert", teilte ein Sprecher mit. Die Schweizer sehen offensichtlich ihre Ermittlungen dadurch gefährdet, dass der Deutsche Fußball-Bund den Bericht der von ihnen eingesetzten Ermittler der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer komplett veröffentlichte.

Die Schweizer Bundesanwaltschaft hatte nach einem Rechtshilfeersuchen der Kollegen der Frankfurter Staatsanwaltschaft zuletzt ebenfalls Ermittlungen eingeleitet. In nächster Zeit sollen Vernehmungen zusammen mit den deutschen Ermittlern in der Schweiz stattfinden. (cwo)

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"Experte" Basler lässt Lok Leipzig sitzen

(Foto: dpa)

Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Mario Basler ist nicht mehr Sportdirektor beim Oberligisten Lok Leipzig. Der Vorstand und Aufsichtsrat des Traditionsklubs kamen Baslers Bitte um eine sofortige Auflösung des bis Ende Juni laufenden Vertrages nach. Der 30-malige Nationalspieler hatte erst im Februar 2015 die Geschäftsführung Sport beim Fünftligisten übernommen. Basler begründete seine Entscheidung damit, bei der bevorstehenden EM in Frankreich als Experte arbeiten zu wollen. "Die Europameisterschaft steht vor der Tür, da gibt es einige Anfragen an mich. Ich hätte nicht mehr die Zeit gehabt, mich intensiv um den Verein zu kümmern", sagte der frühere Bundesligaprofi dem SID. Andere Gründe habe es nicht gegeben: "Leipzig ist eine tolle Stadt, der Verein ist toll, und er hat tolle Fans. Hier ist vieles möglich."

Aufsichtsratsvorsitzender Olaf Winkler bedauerte die Trennung. "Mario Basler hat den Verein in hervorragender Weise vertreten und die vorgegebenen Aufgaben mehr als erfüllt", sagte Winkler: "Wir hatten eine vertrauensvolle und konstruktive Zeit. Wir akzeptieren die Entscheidung mit Bedauern und wünschen Mario für die Zukunft alles Gute." (cwo)

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Steht Schmidt bei Bayer vor dem Aus?

"Sich selbst, der Mannschaft und dem Verein geschadet": Roger Schmidt.
"Sich selbst, der Mannschaft und dem Verein geschadet": Roger Schmidt.(Foto: imago/Udo Gottschalk)

Trainer Roger Schmidt steht beim TSV Bayer 04 Leverkusen spätestens zum Saisonende vor dem Aus. Das zumindest glaubt der Kölner "Express" zu wissen und titelt: "Schmidts Bayer-Tage sind gezählt". Im Gespräch mit der Zeitung bezeichnete Klubchef Michael Schade die Lage in Leverkusen Situation als "sehr prekär." Das 1:4 im Bundesligaheimspiel gegen den SV Werder Bremen am Mittwoch sei der "absolute Tiefpunkt" gewesen. Schade führte demnach drei Gründe für die Talfahrt an: "Erstens ist die Mannschaft nicht in der Lage, ihr normales Potenzial abzurufen." Zweitens hat sich Roger Schmidt durch sein Verhalten gegenüber dem Schiedsrichter bei der Niederlage gegen die Dortmunder Borussia "selbst, der Mannschaft und dem Verein geschadet. Das hat er selbst auch eingesehen. Vor allem junge Spieler brauchen in der Pause eine Ansprache - und das geht nicht, wenn der Trainer gesperrt ist. Und drittens haben wir so viele Verletzte wie nie - und das soll keine Ausrede sein", Auf die Frage, ob man die Saison mit Schmidt beende, antwortete Schade dem "Express": "Ja." (sgi)

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Rafati wirft DFB Korpsgeist vor

"Sportlich ist der Verband Weltmeister, warum nicht auch menschlich?" Babak Rafati.
"Sportlich ist der Verband Weltmeister, warum nicht auch menschlich?" Babak Rafati.(Foto: imago/Oliver Ruhnke)

Babak Rafati, ehemaliger Schiedsrichter, hat erneut schwere Vorwürfe gegen den Deutschen Fußball-Bund erhoben. "Homosexuelle dürfen nicht sagen, dass sie schwul sind, Schiedsrichter dürfen nicht sagen, wenn sie depressiv sind, Profis brauchen sehr viel Mut, um seelische Erkrankungen zu offenbaren", sagte der 45-Jährige im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) und fragte provokativ: "Sportlich ist der Verband Weltmeister, warum nicht auch menschlich?" Rafati wirft dem Verband zudem vor, dass im Schiedsrichtersystem "eine Art Korpsgeist, der gegenseitige Kritik verbiete", herrsche.

Rafati hatte im November 2011 vor dem Bundesligaspiel zwischen dem 1. FC Köln und Mainz in einem Hotelzimmer einen Selbstmordversuch unternommen. "Ich wollte die Sache beschleunigen, aber es ging nicht. Ich wollte nicht sterben, nur diesen hässlichen, unmenschlich brutalen Film beenden", sagte Rafati: "Heute weiß ich, dass ich alle Anzeichen einer Depression hatte, und der Grund war das Mobbing meiner Führungskräfte beim DFB." (sgi)

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Barça siegt und siegt, Messi trifft und trifft

Dreimal zur Stelle: Lionel Messi.
Dreimal zur Stelle: Lionel Messi.(Foto: imago/Cordon Press/Miguelez Sports)

Der FC Barcelona hat einen Rekord aufgestellt und ist mit dem neunten Sieg hintereinander in der spanischen Primera Division dem Titelgewinn wieder einen Schritt näher gekommen. Die Katalanen gewannen beim abstiegsgefährdeten Madrider Klub Rayo Vallecano locker mit 5:1-Erfolg. Das war wettbewerbsübergreifend das 35. Spiel Barças in Serie ohne Niederlage. Die bisherige Bestmarke von 34 Partien hatte Real Madrid gehalten.

Angeführt wurde die Torschützenliste gegen Vallecano einmal mehr von Lionel Messi, der drei Treffer (22. Minute, 52., 71.) erzielte, nachdem Ivan Rakitic (21.) die Gäste in Führung gebracht hatte. Gegen letztlich nur noch neun Spieler von Vallecano auf dem Platz hatte Barcelona allerdings auch leichtes Spiel. Den Treffer zum Endstand erzielte Arda Turan (85.). Den verschossenen Elfmeter von Luis Suárez nach einer guten Stunde konnten die Gäste verschmerzen. Zunächst hatte Heimakteur Diego Lloriente in der 42. Minute die Rote Karte gesehen. Manuel Iturra folgte seinem Teamkollegen in der 68. Minute, auch er bekam die Rote Karte. In der Tabelle führt der FC Barcelona nach 27 Spielen mit acht Punkten vor Atlético Madrid. Erzrivale Real liegt gar zwölf Punkte hinter den Katalanen. (sgi)

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Medien: Ancelotti will Benatia loswerden

Angeblich auf der Streichliste des FC Bayern: Medhi Benatia.
Angeblich auf der Streichliste des FC Bayern: Medhi Benatia.(Foto: imago/Philippe Ruiz)

Für Medhi Benatia, Innenverteidiger des FC Bayern, soll es einem Medienbericht zufolge eng werden bei den Münchern. Wie laut transfermarkt.de das italienische Portal tuttomercatoweb.com berichtet, soll der künftige Trainer Carlo Ancelotti nicht zufrieden mit dem Marokkaner sein. Und so stehe ein Verkauf des 28-Jährigen im Raum, der erst im August 2014 für 28 Millionen Euro vom AS Rom zum FC Bayern gewechselt war. Sorgen soll dem Coach, der im Sommer Josep Guardiola ablösen wird, zudem die Verletzungsanfälligkeit Benatias machen.

Als Interessent wird Juventus Turin gehandelt. Der Klub wolle den bis 2019 bei Bayern unter Vertrag stehenden Benatia für 30 Millionen Euro haben, hieß es. Der Verteidiger ist seit seinem Wechsel bislang nur zu sieben Bundesliga-Einsätzen gekommen. Am Mittwoch hatte der nach einem Muskelbündelriss in der Startelf gestanden. Bei der 1:2-Heimpleite gegen den FSV Mainz 05 konnte er aber wenig überzeugen. Das Tor für die Münchener erzielte sein Mannschaftskollege Arjen Robben. (lsc)

Quelle: n-tv.de

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