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Didier Deschamps gab sein Aufgebot im französischen Fernsehen bekannt. Samir Nasri bekam zwar ein Foto, wurde aber trotzdem nicht berufen.
Didier Deschamps gab sein Aufgebot im französischen Fernsehen bekannt. Samir Nasri bekam zwar ein Foto, wurde aber trotzdem nicht berufen.(Foto: REUTERS)

"Fuck France, fuck Deschamps": Spielerfreundin rastet wegen WM-Kader aus

Bei der Nominierung seines WM-Kaders verzichtet der französische Fußball-Nationaltrainer Didier Deschamps auf Mittelfeldstar Samir Nasri vom englischen Meister Manchester City. Dessen Freundin verliert völlig die Fassung - und greift Deschamps öffentlich an.

Die Nichtnominierung von Mittelfeldspieler Samir Nasri (Manchester City) für das französische WM-Aufgebot in Brasilien (12. Juni bis 13. Juli) war erwartet worden. Dennoch hat sie zu heftiger Kritik geführt - durch Nasris Freundin. Für Anara Atanes ist die Entscheidung von Nationalcoach Didier Deschamps eine absolute Frechheit, was sie ihn mit einer üblen Beleidigung auch öffentlich wissen ließ. "Fuck Frankreich und fuck Deschamps. Was für ein beschissener Trainer", pöbelte Atanes via Twitter Richtung Deschamps.

Ihr Eintrag ist ein Renner bei Twitter, wurde bis zum Morgen mehr als 24.000 Mal geteilt. Nasri selbst ging professionell mit der Entscheidung um: "Ich respektiere die Wahl. Ich werde die WM am TV schauen", sagte der 26-Jährige. Nasri, der am vergangenen Wochenende in der Premier League die Meisterschaft mit Manchester City geholt hatte, war bereits für die letzten Länderspiele nicht nominiert worden.

Der England-Legionär hatte in der Premier League eine starke Saison gespielt. In der Nationalmannschaft war er aber häufiger durch Disziplinlosigkeiten aufgefallen.

Deschamps betonte: "Ich habe nicht unbedingt die besten Spieler berufen, sondern die, mit denen ich die beste Gruppe auf die Beine stellen kann." Diese Aussage interpretierten französische Medien als Anspielung auf Nasri und die vielen Affären mit dem Trainingsstreik bei der WM 2010 in Südafrika als negativem Höhepunkt.

Das französische WM-Aufgebot:

Tor: Mickaël Landreau (SC Bastia), Hugo Lloris (Tottenham Hotspur), Steve Mandanda (Olympique Marseille)

Abwehr: Mathieu Debuchy (Newcastle United), Lucas Digne (Paris St. Germain), Patrice Evra (Manchester United), Laurent Koscielny (FC Arsenal), Eliaquim Mangala (FC Porto), Bacary Sagna (FC Arsenal), Mamadou Sakho (FC Liverpool), Raphaël Varane (Real Madrid)

Mittelfeld: Yohan Cabayé (Paris St. Germain), Clément Grenier (Olympique Lyon), Blaise Matuidi (Paris St. Germain), Rio Mavuba (OSC Lille), Paul Pogba (Juventus Turin), Moussa Sissoko (Newcastle United), Mathieu Valbuena (Olympique Marseille)

Angriff: Karim Benzema (Real Madrid), Olivier Giroud (FC Arsenal), Antoine Griezmann (Real Sociedad San Sebastian), Loïc Rémy (Newcastle United), Franck Ribéry (Bayern München)

Auf Abruf: Remy Cabella (HSC Montpellier), Maxime Gonalons (Olympique Lyon), Alexandre Lacazette (Olympique Lyon), Loïc Perrin (AS St. Etienne), Stéphane Ruffier (AS St. Etienne), Morgan Schneiderlin (FC Southhampton), Benoît Tremoulinas (AS St. Etienne)

Quelle: n-tv.de

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