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Der Treffer von Dortmunds Sokratis zum 2:0 wurde erst per Videobeweis anerkannt - der aber gar nicht zum Einsatz hätte kommen dürfen.
Der Treffer von Dortmunds Sokratis zum 2:0 wurde erst per Videobeweis anerkannt - der aber gar nicht zum Einsatz hätte kommen dürfen.(Foto: imago/Uwe Kraft)
Sonntag, 17. September 2017

Hintergrund: Spielprotest im deutschen Fußball

Der 1. FC Köln kündigt Einspruch gegen die Spielwertung des Bundesligaspiels bei Borussia Dortmund (0:5) wegen des vermeintlich irregulären BVB-Treffers zum zwischenzeitlichen 2:0 an. "Wir werden das Spielprotokoll nicht freigeben und umgehend Protest einlegen", erklärte FC-Manager Jörg Schmadtke.

Die Rechts- und Verfahrensordnung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) erlaubt bei einem Regelverstoß des Schiedsrichters diesen Einspruch. Über den Einspruch entscheidet in erster Instanz das Sportgericht, als Berufungsinstanz das Bundesgericht.

Paragraph 17 sieht Folgendes vor:

1. Einsprüche (...) müssen innerhalb von zwei Tagen nach Ablauf des Tages, an dem das Spiel stattgefunden hat, bei der DFB-Zentralverwaltung schriftlich eingelegt und in kurzer Form begründet werden. In besonderen Fällen kann der Spielausschuss/Ligaverband die Einspruchsfrist abkürzen. Der Einspruch kann nur mit Zustimmung des DFB-Kontrollausschusses zurückgenommen werden. Einspruchsberechtigt sind die Vereine bzw. Tochtergesellschaften der an einem Spiel beteiligten Mannschaften, bei Spielen von Verbandsmannschaften die jeweiligen Mitgliedsverbände.

2. Einsprüche gegen die Spielwertung können unter anderem mit folgender sachlicher Begründung erhoben werden:

a) Mitwirkung eines nicht spiel- oder einsatzberechtigten Spielers bei der gegnerischen Mannschaft.

b) Schwächung der eigenen Mannschaft durch einen während des Spiels eingetretenen Umstand, der unabwendbar war und nicht mit dem Spiel und einer dabei erlittenen Verletzung im Zusammenhang steht.

c) Regelverstoß des Schiedsrichters, wenn der Regelverstoß die Spielwertung als verloren oder unentschieden mit hoher Wahrscheinlichkeit beeinflusst hat.

d) Mitwirkung eines gedopten Spielers.

e) Spielmanipulation

Wird auf Spielwiederholung erkannt, ist das Spiel grundsätzlich am gleichen Ort neu auszutragen. Allerdings muss eine vom DFB beschlossene Spielwiederholung noch vom Fußball-Weltverband Fifa genehmigt werden.

Quelle: n-tv.de

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