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Die Kiezkicker haben allen Grund zur Freude. Nach zwei Niederlagen holen sie gegen Sandhausen drei Punkte und mischen wieder mit im Aufstiegsrennen.
Die Kiezkicker haben allen Grund zur Freude. Nach zwei Niederlagen holen sie gegen Sandhausen drei Punkte und mischen wieder mit im Aufstiegsrennen.(Foto: imago/Jan Huebner)

Funkels turbulentes Debüt gelingt: St. Pauli meldet sich zurück

Der FC St. Pauli hat sich im Aufstiegsrennen im Fußball-Unterhaus noch nicht aufgegeben. Nach zwei Niederlagen in Serie melden sich die Hamburger zurück. Friedhelm Funkel erlebt bei seiner Premiere als Düsseldorf-Trainer ein Wechselbad der Gefühle.

Der FC St. Pauli hat seine Mini-Krise in der 2. Fußball-Bundesliga beendet und seine geringen Aufstiegschancen gewahrt. Die Hamburger siegten nach zwei Niederlagen 2:0 (2:0) beim SV Sandhausen und verringerten den Rückstand auf den Tabellendritten 1. FC Nürnberg vorerst auf fünf Punkte. Die Franken empfangen am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) im Topspiel der 27. Runde Spitzenreiter RB Leipzig.

Lennart Thy (8.) und Marc Rzatkowski (40.) erzielten die Tore für die Mannschaft von Trainer Ewald Lienen, die mit ihren Pleiten gegen den SC Paderborn (3:4) und beim 1. FC Heidenheim (0:2) im Aufstiegsrennen weit zurückgefallen war. Sandhausen hat nach der fünften Niederlage in den letzten sechs Spielen noch neun Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone.

St. Pauli dominierte vor 7043 Zuschauern die Anfangsphase und ging folgerichtig in Führung. Beim 2:0 nutzten die Hamburger einen kapitalen Fehler von Damian Roßbach, der den Ball an der Mittellinie vertändelte. Auch nach dem Seitenwechsel behielten die Gäste das Spiel im Griff und ließen kaum Torchancen zu. Rzatkowski hatte sogar das 3:0 auf dem Fuß (58.). Beste Sandhäuser waren die Abwehrspieler Florian Hübner und Tim Kister, bei St. Pauli verdienten sich die Torschützen Rzatkowski und Thy die besten Noten.

Fortuna gelingt Befreiungsschlag

Erlebte als neuer Düsseldorf-Trainer gleich ein verrücktes Spiel: Friedhelm Funkel.
Erlebte als neuer Düsseldorf-Trainer gleich ein verrücktes Spiel: Friedhelm Funkel.(Foto: dpa)

Fortuna Düsseldorf gelang beim Debüt von Friedhelm Funkel auf der Trainerbank der erhoffte Befreiungsschlag. Nach zuvor vier Niederlagen in Folge feierten die abstiegsgefährdeten Rheinländer eine knappe Woche nach der Entlassung von Marco Kurz einen schmeichelhaften 4:3 (3:1)-Erfolg gegen Funkels früheren Klub 1. FC Kaiserslautern. Die Pfälzer liegen nach ihrem fünften Spiel nacheinander ohne Punktgewinn nur noch vier Zähler vor der Fortuna, die sich vorerst auf Platz 15 verbesserte.

"Das war ein dramatisches Spiel mit einem glücklichen Ende für uns. Dass wir vier Tore geschossen haben, ist toll", sagte Funkel nach seinem erfolgreiche Einstand. Sein Kollege Konrad Fünfstück, der immer mehr unter Druck gerät, konstatierte: "Wir befinden uns jetzt klar im Abstiegskampf."

Der zwei Minuten zuvor eingewechselte Ex-Lauterer Kerem Demirbay (70.) hatte in einem verrückten Spiel für den Sieg der Hausherren gesorgt. Vor 25.361 Zuschauern hatte die Fortuna einen Start nach Maß erwischt und ging bereits nach 31 Sekunden durch einen Kopfballtreffer von Charis Mavrias in Führung. Nur vier Minuten später nutzte der ehemalige Düsseldorfer Marcel Gaus eine eklatante Schwäche in der Fortuna-Abwehr zum Ausgleich. Oliver Fink (39.) und Nikola Djurdjic (43.) sorgten dann für eine vermeintlich beruhigende Führung der Gastgeber. Ein Eigentor von Alexander Madlung (60.) machte die Partie aber wieder spannend, ehe Jean Zimmer (66.) das verdiente 3:3 gelang, bevor Demirbay noch einmal für Düsseldorf zuschlug.

Funkel hatte einige Veränderungen vorgenommen und die zuletzt kaum noch gefragten Adam Bodzek (30) und Fink (33) wieder in die Startelf beordert. Die beiden Routiniers zahlten das Vertrauen zurück und zählten zu den Aktivposten. Nach dem Ausgleich zum 1:1 waren die Roten Teufel bis zum 1:2 die spielbestimmende Mannschaft. Auch nach der Pause hatten die Gäste mehr vom Spiel. Beste Düsseldorfer waren Bodzek und Djurdjic, bei den Gästen wussten Gaus und Jon Bödvarsson zu überzeugen.

Quelle: n-tv.de

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