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Torschütze Marc Rzatkowski (r.) und der FC St. Pauli verteidigten gegen RB Leipzig erfolgreich die knappe Führung.
Torschütze Marc Rzatkowski (r.) und der FC St. Pauli verteidigten gegen RB Leipzig erfolgreich die knappe Führung.(Foto: imago/objectivo)

Lautern verschärft Paderborns Krise: St. Pauli ringt Spitzenreiter Leipzig nieder

Im Spitzenspiel der 2. Liga erringt der FC St. Pauli zu Hause einen Prestigesieg gegen Tabellenführer RB Leipzig. Fürth beendet in Frankfurt seinen Negativtrend. Kaiserslautern punktet souverän in Paderborn, wo es für Stefan Effenberg immer ungemütlicher wird.

FC St. Pauli - RB Leipzig 1:0 (1:0)

Tabellenführer RB Leipzig hat die erste Auswärtsniederlage in der laufenden Saison der 2. Fußball-Bundesliga kassiert. Beim Tabellenvierten FC St. Pauli unterlag die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick am Freitag nach zuletzt sechs Siegen in Folge und trotz zahlreicher Chancen mit 0:1 (0:1). Das Tor des Tages erzielte Marc Rzatkowski (8.).

Dank Marc Rzatkowskis (m.) Treffer holte St. Pauli wichtige Punkte im Aufstiegsrennen.
Dank Marc Rzatkowskis (m.) Treffer holte St. Pauli wichtige Punkte im Aufstiegsrennen.(Foto: imago/nph)

Während Leipzig trotz der Pleite auch nach dem 21. Spieltag souveräner Spitzenreiter bleibt, schaffte St. Pauli, das bereits das Hinspiel im August 1:0 gewonnen hatte, nach zuletzt zwei Heimniederlagen in Folge wieder einen Sieg vor eigenem Publikum. So zogen die Hamburger zumindest vorübergehend mit dem 1. FC Nürnberg auf dem Relegationsplatz gleich.

In einer intensiven ersten Halbzeit war Leipzig zwar spielerisch überlegen, tat sich aber gegen die kompakte Defensive der Gastgeber überaus schwer. St. Pauli zog sich weit in die eigene Hälfte zurück, agierte aggressiv in den Zweikämpfen und schaltete bei Ballgewinn immer wieder blitzschnell um. Diese Taktik wurde bereits in der Anfangsphase von Erfolg gekrönt, als Rzatkowski einen blitzsauberen Konter zum Führungstreffer vollendete.

Auch nach dem Seitenwechsel hatte Leipzig etliche Torchancen, scheiterte jedoch immer wieder an St. Paulis starkem Torwart Robin Himmelmann. Die Kiezkicker blieben derweil vor allem über Konter und Standards gefährlich. So verpasste unter anderem Bernd Nehrig (60.) das 2:0 im Anschluss an eine Ecke nur knapp. Bei St. Pauli überzeugte neben Torwart Robin Himmelmann besonders Lennart Thy. Emil Forsberg und Stefan Ilsanker waren die besten Akteure bei den Leizigern.

SC Paderborn - 1. FC Kaiserslautern 0:4 (0:2)

Stefan Effenbergs Trainerstuhl beim SC Paderborn wackelt mehr denn je.
Stefan Effenbergs Trainerstuhl beim SC Paderborn wackelt mehr denn je.(Foto: dpa)

Für Trainer Stefan Effenberg verschärft sich die Lage beim Fußball-Zweitligisten SC Paderborn. Die Ostwestfalen unterlagen im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 0:4 (0:2) und stecken nach dem neunten Liga-Match in Serie ohne Sieg weiter tief im Abstiegskampf. Vor 9653 Zuschauern trat Paderborn lange mit hohem Engagement auf, nutzte aber seine Chancen nicht. FCK-Keeper Marius Müller parierte die guten Möglichkeiten von Moritz Stoppelkamp (51. Minute) und Niclas Helenius (51./61.). Kaiserslautern war effektiver: Stipe Vucur (22./77.), Ruben Jenssen (35.) und Mateusz Klich (56.) erzielten die Tore zum FCK-Sieg.

Effenberg hat unmittelbar nach der Niederlage einen Rücktritt ausgeschlossen. "Ich bin davon überzeugt, auch nach so einem Spiel", antwortete Effenberg im TV-Sender Sky auf die Frage, ob er das Ruder noch herumreißen könne. Allerdings betonte er, dass er die hohe Pleite erstmal sacken lassen wolle. "Das hängt in den Klamotten drin. Wir haben völlig verdient 0:4 verloren", sagte Effenberg. Die Niederlage sei "sehr schmerzvoll", wiederholte der frühere Nationalspieler mehrfach.

FSV Frankfurt - Greuther Fürth 1:2 (0:2)

Die SpVgg Greuther Fürth hat dank Sebastian Freis ihren Abwärtstrend gestoppt. Die Franken setzten sich nach zuletzt fünf Spielen ohne Sieg beim FSV Frankfurt mit 2:1 (2:0) durch und verbesserten sich mit 28 Punkten ins gesicherte Mittelfeld. Matchwinner war Freis mit zwei Treffern (12. und 30.). Frankfurt muss nach der vierten Begegnung in Serie ohne Erfolg mit 23 Zählern weiter nach unten schauen. Das Anschlusstor durch Dani Schahin (49.) gegen seinen Ex-Klub war zu wenig.

Vor 4127 Zuschauern übernahmen die Gäste von Beginn an die Initiative. Nach guter Vorarbeit von Sebastian Heidinger traf Freis zur verdienten Führung. Fürth blieb auch in der Folge spielbestimmend, Frankfurt fiel in der Offensive in der ersten Halbzeit nicht viel ein. Anders Fürth: Freis schlenzte den Ball bei seinem neunten Saisontor zum 2:0 sehenswert in den Winkel. Frankfurt kam mit mehr Schwung aus der Kabine und belohnte sich durch den Treffer von Schahin. Der FSV war in der Folge bemüht, es mangelte aber an Durchschlagskraft.

Quelle: n-tv.de

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