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Rund 300 Menschen nahmen in Hannover an Robert Enkes zweitem Todestag an einem Trauermarsch teil.
Rund 300 Menschen nahmen in Hannover an Robert Enkes zweitem Todestag an einem Trauermarsch teil.(Foto: dpa)
Donnerstag, 10. November 2011

"Wir haben ihn immer im Herzen": Stilles Gedenken an Robert Enke

Am zweiten Todestag von Robert Enke wird in Hannover mit leisen Gesten an den früheren Nationaltorhüter erinnert. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) würdigt zudem das Bemühen der Robert-Enke-Stiftung um eine größere gesellschaftliche Akzeptanz der Krankheit Depression.

Mit einem Trauermarsch und einer Kranzniederlegung am Grab haben Fans und Offizielle am zweiten Todestag von Robert Enke an den früheren Fußball-Torwart erinnert. Rund 300 Menschen waren einem Aufruf im Internet gefolgt und zogen von der Innenstadt zum Stadion des Bundesligisten Hannover 96. Sie führten Kerzen, Grablichter und Blumen mit sich.

Am Vormittag hatte DFB-Vizepräsident Karl Rothmund im Auftrag der Nationalmannschaft, des Trainerteams und des Betreuerstabs einen Kranz am Grab von Enke auf dem Friedhof Empede bei Hannover niedergelegt. Ganz in der Nähe hatte sich der frühere Schlussmann der Nationalmannschaft und des Bundesligisten Hannover 96 am 10. November 2009 das Leben genommen. Enke litt unter Depressionen.

"Wir haben Robert immer im Herzen. Unsere Gedanken sind heute bei seiner Frau Teresa und der gesamten Familie", teilte Oliver Bierhoff als Nationalmannschafts-Manager mit. Auch Hannover 96, der DFB, die DFL und die Robert-Enke-Stiftung legten Kränze und Gestecke nieder. An der Zeremonie auf dem Friedhof nahmen zudem die Witwe Teresa Enke, Geschäftsführer Jan Baßler von der Robert-Enke-Stiftung, Enkes früherer Manager und Freund Jörg Neblung sowie der frühere 96-Präsident Fritz Willig teil.

"Können positive Akzente setzen"

DFB-Präsident Theo Zwanziger sprach persönlich mit Teresa Enke und würdigte die Arbeit der im Januar 2010 gegründeten Robert-Enke-Stiftung: "Wir Fußballer sind stark in dieser Gesellschaft. Wir können positive wie negative Akzente setzen. Man muss bereit sein, auch über Schwächen offen zu reden und sie nicht immer nur zu tabuisieren", sagte Zwanziger.

Nach Angaben der Stiftung haben zahlreiche der 36 deutschen Profi-Vereine über ihre jeweiligen Facebook-Seiten eine Meldung zum Gedenken an Enke veröffentlicht. Der FC Barcelona, für den der Torwart auch gespielt hatte, beteiligte sich ebenfalls an der Initiative.

Quelle: n-tv.de

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