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Faryd Mondragon stand unter Christoph Daum auch für den 1. FC Köln im Tor.
Faryd Mondragon stand unter Christoph Daum auch für den 1. FC Köln im Tor.(Foto: imago sportfotodienst)

+ Fußball, Transfers, Gerüchte + : "Stoffwechselentgleisung" bei Ex-FC-Keeper?

Kölns Sportchef Jörg Schmadtke hat Ärger mit dem DFB. Der FC Bayern nimmt einen Argentinier ins Visier, Hannover 96 einen Portugiesen - und Spaniens Justiz einen Barcelona-Superstar. Während sich Hertha blamiert, sorgt sich Kolumbien um Faryd Mondragon.

Der frühere Bundesliga-Torwart Faryd Mondragon befindet sich im "stabilen Zustand" in einem Krankenhaus in Cali/Kolumbien. Nach offiziellen Angaben der Klinik Fundacion Valle del Lili hat Mondragon eine "Stoffwechselentgleisung" erlitten. Sein Zustand sei gut, er werde weiter überwacht.

Lokale Medien berichten hingegen übereinstimmend, dass ein mutmaßlicher Selbstmordversuch Grund für den Klinikaufenthalt sein soll. Demnach soll Mondragon Antidepressiva geschluckt haben. Der 44-Jährige, der von 2007 bis 2010 beim 1. FC Köln spielte, soll Berichten zufolge zuvor eine mysteriöse Nachricht bei Instagram gepostet haben: "Nur ich kann mein Dasein beurteilen und ich bin es leid, von anderen beurteilt zu werden, ohne mich verteidigen zu können." Der Eintrag wurde aber wieder gelöscht.

Christoph Daum, Mondragons Ex-Trainer in Köln, schloss einen Selbstmordversuch aus. Er sagte der "Bild"-Zeitung: "Das stimmt so alles nicht! Mondy hatte einen Schwäche-Anfall." Das habe ihm Mondragons Berater bestätigt. Daum sagte aber auch: "Allerdings hat Mondragon die Trennung von seiner Frau sehr zu schaffen gemacht, das weiß ich auch. Aber er hat auch gesagt, dass er lange leben und für seine Kinder da sein will."(cwo)

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Zweitligist Bochum blamiert die Hertha

Pal Dardai sah einen desolaten Auftritt seiner Berlin gegen Zweitligist Bochum.
Pal Dardai sah einen desolaten Auftritt seiner Berlin gegen Zweitligist Bochum.

Fußball-Bundesligist Hertha BSC hat in der Rückrunden-Vorbereitung eine herbe Testspiel-Niederlage hinnehmen müssen. Im türkischen Belek unterlag der Bundesliga-Tabellendritte dem Zweitligisten VfL Bochum mit 1:4 (1:0). Im dritten Vorbereitungsspiel war es die erste Niederlage für die Berliner. Alexander Baumjohann (7.) hatte die Hertha zunächst in Führung geschossen. Peniel Mlapa (49.) glich aus, ehe Ersatzkeeper Sascha Burchert bei den Treffern von Görkem Saglam (57.), Arvydas Novikovas (61.) und erneut Mlapa (75.) tatkräftige Mithilfe leistete. Die Mannschaft von Trainer Pal Dardai hatte sich am Montag 1:0 gegen Hannover 96 durchgesetzt, am Dienstag folgte ein 2:2 gegen Borussia Mönchengladbach. Die Hertha startet am 23. Januar mit dem Heimspiel gegen den FC Augsburg in die Rückrunde. (cwo)

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Werder Bremen testet ungarisches Talent

Laszlo Kleinheisler könnte in der Rückrunde für Werder Bremen auflaufen.
Laszlo Kleinheisler könnte in der Rückrunde für Werder Bremen auflaufen.(Foto: imago/nph)

Der ungarische Nationalspieler Laszlo Kleinheisler hat erstmals mit dem Fußball-Bundesligisten Werder Bremen trainiert. Der 21 Jahre alte Mittelfeldspieler absolvierte im Trainingslager in Belek drei Einheiten. Kleinheisler steht beim Erstligisten FC Videoton unter Vertrag, spielte zuletzt aber nur in der zweiten Mannschaft, weil er sich geweigert hatte, seinen im Sommer auslaufenden Kontrakt zu verlängern. Beendet ist das Trainingslager für Philipp Bargfrede. Der Mittelfeldspieler wird am Donnerstag aus Belek abreisen. Der 26-Jährige leidet an Achillessehnen-Problemen und soll nach Angaben des Clubs von einem Spezialisten in Hannover untersucht werden. (cwo)

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Barca-Star Neymar muss vor Gericht

Bei seinem Gerichtstermin dürfte Neymar ähnlich viel Aufmerksamkeit zuteil werden wie am Montag bei der Weltfußballer-Gala in Zürich.
Bei seinem Gerichtstermin dürfte Neymar ähnlich viel Aufmerksamkeit zuteil werden wie am Montag bei der Weltfußballer-Gala in Zürich.(Foto: dpa)

Erst Lionel Messi, jetzt Neymar: Die Sturmstars des FC Barcelona beschäftigen weiterhin die spanischen Justiz. Der brasilianische Nationalspieler muss am 2. Februar wegen Betrugsverdachts als Beschuldigter vor einem spanischen Gericht erscheinen. Das ordnete die oberste Staatsanwaltschaft an und lud auch beide Elternteile, den amtierenden (Josep Maria Bartomeu) und früheren (Sandro Rosell) Präsidenten des FC Barcelona sowie zwei Funktionäre von Neymars Ex-Verein FC Santos vor. Im Zuge von Neymars Transfer von Santos nach Barcelona 2013 soll betrogen worden sein.

Barca hatte zunächst angegeben, 57,1 Millionen Euro Ablöse bezahlt zu haben, musste aber scheibchenweise eingestehen, dass sich die tatsächlichen Kosten für den Torjäger auf insgesamt 86,2 Millionen Euro belaufen hatten. Der Strafantrag war vom brasilianischen Investitionsfonds DIS gestellt worden. Der Fonds hielt nach eigenen Angaben 40 Prozent der Anteile an Neymar und wirft den Beteiligten Betrug und Korruption vor. Die Staatsanwälte hielten es für angemessen, dass Neymar als Beschuldigter erscheine, hieß es bereits in einer Mitteilung vom Freitag. (cwo)

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Almeida vor Rückkehr in die Bundesliga

Zuletzt spielte Hugo Almeida für einen russischen Club.
Zuletzt spielte Hugo Almeida für einen russischen Club.(Foto: picture alliance / dpa)

Hannover 96 steht offenbar vor einem Transfer-Coup: Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, verpflichtet der Klub von Trainer Thomas Schaaf den früheren Bundesliga-Star Hugo Almeida. Der langjährige portugiesische Nationalspieler hatte bereits zwischen 2006 und 2010 bei Werder Bremen mit Schaaf zusammengearbeitet und in 117 Bundesliga-Spielen 41 Tore erzielt. Zuletzt spielte der bullige, 31-jährige Stürmer bei Anschi Machatschkala. Der russische Klub bestätigte auf seiner Homepage bereits die Vertragsauflösung mit dem Linksfuß.

96 hat in der Bundesliga-Hinrunde nur 18 Treffer erzielt und mit Adam Szalai (1899 Hoffenheim), Marius Wolf (1860 München) und Iver Fossum (Strömsgodset IF) bereits drei neue Offensivkräfte verpflichtet. Zudem kam der Japaner Hotaru Yamaguchi (Cerezo Osaka) dazu. (ahe)

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Maradona mokiert sich über "Blattini"

Argentiniens Fußball-Ikone Diego Maradona trägt seine Missbilligung für die suspendierten Top-Funktionäre Joseph S. Blatter und Michel Platini offen zur Schau. Der argentinische Journalist Daniel Arcucci veröffentlichte ein Foto bei Instagram, auf dem Maradona breit grinsend in einem T-Shirt posiert, auf dem die Köpfe des ausgebooteten FIFA-Präsidenten Blatter und seines UEFA-Kollegen Platini per Fotomontage verschmolzen sind. Darüber steht in Großbuchstaben "Two Thieves". Arcucci postete zu dem Foto ein Zitat, wonach Maradona  gesagt haben soll: "Das macht 25 Jahre." Er bezog sich damit offensichtlich auf die Dauer der Amtszeiten der beiden Präsidenten; Blatter seit 1998, Platini seit 2007.

Blatter und Platini haben bei der FIFA-Berufungskommission Einspruch gegen ihre jeweils achtjährigen Sperren eingelegt, zugleich forderte die ermittelnde Kammer eine Überprüfung und eine Ausdehnung der Sperren. Maradona hatte Blatter und Platini wegen der dubiosen Zahlung von 1,8 Millionen Euro aus dem Jahr 2011 bereits im Herbst als "Diebe" bezeichnet. Blatter habe dem Fußball "viel Leid zugefügt und gemeinsam mit Platini eine Schmierenkomödie aufgeführt", hatte der Weltmeister-Kapitän von 1986 dem französischen Radiosender Europe 1 gesagt und über "Blattini" hinzugefügt: "Sie mögen voneinander unabhängig erscheinen, aber sie standen immer Seite an Seite". (ahe)

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FC Bayern buhlt um Higuaín

So schön könnte Gonzalo Higuaín demnächst beim FC Bayern München jubeln.
So schön könnte Gonzalo Higuaín demnächst beim FC Bayern München jubeln.(Foto: imago/Gribaudi/ImagePhoto)

Der FC Bayern beschäftigt sich hinter den Kulissen offenkundig schon mit den Planungen für die Spielzeit 2016/2017. Stürmer Gonzalo Higuaín vom SSC Neapel und Außenverteidiger Bruno Peres vom FC Turin haben wohl das Interesse der Münchener geweckt. Beide sind dem Vernehmen nach Spieler, auf die der künftige Trainer Carlo Ancelotti ein Auge geworfen hat. "Gonzalo Higuaín ist ein großartiger Spieler, der Bayern gefällt", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, schränkte aber ein: "Mein Freund Aurelio De Laurentiis (Boss des SSC Neapel) möchte ihn nicht verkaufen." Zudem ergänzte Rummenigge, dass er keineswegs bereits eine Einkaufsliste von Ancelotti bekommen habe. Peres könnte eine hochkarätige Lösung auf der rechten Defensivposition sein, die Bayern hätten italienischen Medien zufolge allerdings Konkurrenz. Zudem soll der Brasilianer mindestens 20 Millionen Euro kosten. (lsc)

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AS Rom trennt sich von Trainer Garcia

Arrivederci: Rudi Garcia.
Arrivederci: Rudi Garcia.(Foto: dpa)

Der italienische Fußball-Erstligist AS Rom hat sich von seinem Trainer Rudi Garcia getrennt. Der Franzose verlasse den Klub des deutschen Nationalspielers Antonio Rüdiger nach zweieinhalb Jahren, teilte der Serie-A-Verein mit. Nachfolger soll Medienberichten zufolge Luciano Spalletti werden, dies bestätigte der Verein zunächst jedoch nicht. Der Franzose Garcia, unter dem Rüdiger seit seinem Wechsel im Sommer zu den Stammspielern zählte, war nach der jüngsten Negativserie immer stärker in die Kritik geraten. Der Champions-League-Achtelfinalist hatte aus den vergangenen zehn Spielen nur einen Sieg geholt. Spalletti soll den Berichten zufolge beim Tabellenfünften der Serie A einen Vertrag bis Sommer 2017 unterschreiben. Der 56-Jährige hatte die Roma bereits von 2005 bis 2009 trainiert und war zuletzt Coach beim russischen Klub Zenit St. Petersburg. (sgi)

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"Eierkopp"-Affäre belastet Kölns Sportchef

Jörg Schmadtke (r.) muss sich wohl vor einem Sportgericht verantworten.
Jörg Schmadtke (r.) muss sich wohl vor einem Sportgericht verantworten.(Foto: imago/nph)

Kölns Sportchef Jörg Schmadtke muss sich in der "Eierkopp"-Affäre wohl in den kommenden Tagen vor dem DFB-Sportgericht verantworten, berichtet der "Kölner Express". Schmadtke, der in der Halbzeitpause des Spiels des 1.FC Köln bei Werder Bremen (1:1) im vergangenen Dezember die Schiedsrichter als "Eierköppe" beleidigt hatte und anschließend von Schiedsrichter Guido Winkmann auf die Tribüne geschickt worden war, hatte eine Geldstrafe über 6000 Euro abgelehnt. Der 51-Jährige pocht darauf, dass der Begriff "Eierkopp" im Rheinland keine Beleidigung sei. (lsc)

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Ronaldo macht auf Diva

Erst schnappt ihm Lionel Messi (m.) die Trophäe weg, dann macht sich auch noch Dani Alves (m.h.) über Ronaldo (r.) lustig.
Erst schnappt ihm Lionel Messi (m.) die Trophäe weg, dann macht sich auch noch Dani Alves (m.h.) über Ronaldo (r.) lustig.(Foto: imago/ActionPictures)

Für Real Madrids Superstar Cristiano Rolando verlief die Wahl zum Fußballer des Jahres gleich doppelt unglücklich. Erst schnappt ihm sein Rivale Lionel Messi vom FC Barcelona den goldenen Ballon d'Or weg, dann wird auch noch sein drei Meter hohes Bronzeabbild auf seiner Heimatinsel Madeira beschmiert. Unbekannte hatten auf den Rücken des steinernen Ronaldo mit Farbe "Messi" und dessen Trikotnummer 10 geschrieben. Offenbar Grund genug für den 30-Jährigen, um sich abseits der Verleihung mit Messis Teamkollegen Dani Alves zu streiten. Der hatte sich nach dem 0:4-Triumph des Katalanen über Madrid über Ronaldo beschwert: "Cristianos Problem ist, er will immer der Hauptdarsteller sein", zitiert die "Bild"-Zeitung Alves.

Nach der Wahl zum Fußballer des Jahres, bei der Messi vor Ronaldo und Neymar gewann, legte Alves dann noch einmal nach: "Ich bin überrascht, dass Neymar nicht Zweiter geworden ist. Aber wenn ich sage, was Sache ist, fangen sie wieder an zu weinen." Ronaldo fühlte sich davon wohl angesprochen und weigerte sich, seinem Kritiker vom FC Barcelona die Hand zu reichen. (lsc)

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Neuer Coach verstärkt Litauens Nationalelf

Edgaras Jankauskas ist neuer Trainer der Nationalmannschaft Litauens. Der 40 Jahre alte ehemalige Stürmer übernimmt das Amt von Igoris Pankratjevas und soll den Balten-Staat zur WM 2018 in Russland führen. In der Qualifikation trifft er mit seiner neuen Mannschaft auf England, Schottland, die Slowakei, Slowenien und Malta. "Ich werde versuchen, dass die Spieler sich in allen Belangen verbessern - im Training, beim Spielen für ihre Vereine und bei der Nationalmannschaft", sagte er. Der ehemalige Champions-League-Gewinner, der als Spieler mit dem FC Porto triumphierte, sammelte bislang lediglich beim litauischen Erstligisten Trakai Erfahrung als Chefcoach. (lsc)

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Rooney stark, Schweinsteiger fehlt

Wayne Rooney konnte den Tabellenplatz seiner Mannschaft trotz starker Leistung nicht halten.
Wayne Rooney konnte den Tabellenplatz seiner Mannschaft trotz starker Leistung nicht halten.(Foto: imago/Sportimage)

Ohne Bastian Schweinsteiger hat Manchester United nur ein Unentschieden bei Newcastle United geschafft. Am 21. Spieltages der Premier League traf das Team vonTrainer Louis van Gaal auf Newcastle United und erzielte ein 3:3. (1:2). ManUnited fiel durch das Unentschieden in der Tabelle um einen Platz auf Rang sechs zurück. Ein starker Wayne Rooney allein reichte nicht für einen Sieg. Der United-Kapitän war an allen drei Toren beteiligt. Per Elfmeter schoss er die Führung (9. Minute), gab die Vorlage zum 2:0 durch Jesse Lingard (38.) und erhöhte schließlich auf 3:2 (79.).

Die Mannschaft aus Newcastle gab aber nicht auf und schaffte kurz vor der Halbzeit den Anschlusstreffer durch Georginio Wijnaldum (42.). Per Elfmeter gelang Aleksandar Mitrovic dann der Ausgleich (67.). Und mit Ablauf der regulären Spielzeit (90.) schaffte Paul Dummett sogar noch das Remis. Van Gaal hatte am Montag erklärt, Schweinsteiger könne nicht spielen. Der Weltmeister hatte sich beim FA-Cups-Spiel gegen Sheffield United (1:0) am Samstag durch einen Pressschlag am Knie verletzt und war minutenlang auf dem Spielfeld behandelt worden. (lsc)

Quelle: n-tv.de

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