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"Es ist immer schmerzhaft, auf einen Top-Stürmer zu verzichten": Vedad Ibisevic.
"Es ist immer schmerzhaft, auf einen Top-Stürmer zu verzichten": Vedad Ibisevic.(Foto: dpa)

Europaliga gegen Lazio: Stuttgart vermisst Ibisevic

Der VfB Stuttgart will es besser machen als Borussia Mönchengladbach. Auch wenn Lazio Rom ein absolutes Top-Team ist, rechnen sich die Schwaben Chancen aus. Die Basis für den angestrebten Einzug ins Viertelfinale der Europaliga soll im Heimspiel geschaffen werden.

Ausgerechnet in der Europaliga muss der VfB Stuttgart ohne seinen Torgaranten Vedad Ibisevic auskommen. Der bosnische Nationalspieler ist für das Achtelfinal-Hinspiel gegen Lazio Rom gelb-gesperrt. "Es ist schwierig, auf unseren besten Torjäger zu verzichten", sagte VfB-Sportdirektor Fredi Bobic vor der Heimpartie des Fußball-Bundesligisten (ab 19 Uhr im Liveticker bei n-tv.de). "Nun haben andere die Chance sich zu zeigen. Aber es ist immer schmerzhaft, auf einen Top-Stürmer zu verzichten."

VfB Stuttgart - Lazio Rom, 19 Uhr

Stuttgart: Ulreich - Sakai, Tasci, Rüdiger, Boka - Gentner, Kvist - Harnik, Holzhauser, Traoré - Macheda. - Trainer: Labbadia
Rom: Marchetti - Cana, Biava, André Dias, Radu - Ledesma - Candreva, Gonzalez, Hernanes, Lulic - Floccari. - Trainer: Petkovic
Schiedsrichter: Alexandru Dan Tudor (Rumänien)

Bei Rom fällt zwar auch der seit Wochen wegen eines Bänderrisses schmerzlich vermisste Stürmer-Star Miroslav Klose aus. Aber der Tabellenfünfte d er italienischen Serie A verfügt im Gegensatz zum VfB gleich über mehrere hochkarätige Alternativen. "Die haben ein, zwei weitere gute Stürmer", berichtete Bobic. Der eben erst in die brasilianische Nationalelf berufene Hernanes und Sergio Floccari dürften die zuletzt sehr stabile Stuttgarter Defensive vor einige Probleme stellen. Zudem hat Lazio Libor Kozák in der Hinterhand, der in sieben Europa-League-Einsätzen sechs Tore erzielte. Beim 3:3 in Gladbach traf der Ersatzstürmer zweimal.

Von so einer Auswahl kann der VfB nur träumen. Da Cacau wegen seines Kreuzbandrisses ebenfalls fehlt, muss Trainer Bruno Labbadia einen Not-Neuner nominieren. Seine Entscheidung fiel auf Federico Macheda: Der Winterzugang rückt gegen seinen ehemaligen Club erstmals in die Startelf. "Ein Tor wäre eine Riesensache für mich", sagte der 21 Jahre alte Italiener. Der etatmäßige Innenverteidiger Georg Niedermeier fällt ziemlich sicher aus. "Es besteht nur eine Minimalchance", sagte Labbadia. "U 21"-Nationalspieler Antonio Rüdiger dürfte Niedermeier wie zuletzt in Leverkusen ersetzen.

Immerhin droht keine Geisterkulisse

Trotz dieser personellen Probleme geht Labbadia zuversichtlich in die Partie . "Ich sehe uns nicht chancenlos. Wir freuen uns auf einen Top-Gegner. Das ist eine schöne Sache für die Mannschaft", sagte der Trainer, dessen Eltern aus dem Ort Lenola zwischen Rom und Neapel stammen. Bobic schätzt die Chancen "50:50" ein. "Das wird ein sehr enges Spiel. Wir müssen eine Top-Leistung bringen, um eine gute Ausgangslage für das Rückspiel zu haben", forderte der Manager eine Steigerung der zuletzt häufig enttäuschenden Schwaben. Nur ein Remis im Hinspiel wäre sicher zu wenig, wie Borussia Mönchengladbach in der Zwischenrunde schmerzhaft erfahren musste. "Das ist eine sehr, sehr starke und erfahrene Mannschaft", bescheinigte Labbadia den Römern hohe Qualität. "Sie haben sehr gute Einzelspieler, vor allem im vorderen Bereich. Das haben sie gegen Gladbach gezeigt."

Obwohl Lazio laut Bobic "ein sehr attraktiver Gegner" ist, dürfte die Mercedes-Benz Arena nur halbvoll werden. "Wir rechnen mit 28 bis 30.000 Zuschauern", sagte ein VfB-Sprecher. In den Gruppenspielen der Europa League war das Stadion oft nur zu einem Viertel besetzt. Das Pokal-Viertelfinale gegen den VfL Bochum wollten zuletzt auch nur 20.000 Besucher sehen.

Immerhin droht keine Geisterkulisse wie im Rückspiel in Rom. Die VfB-Verantwortlichen haben in dem Zusammenhang ihren Anhängern inzwischen eine kleine Entschädigung angeboten: Fans, die ihre Flüge nach Rom nicht stornieren können, erhalten für das Punktspiel in Schalke kostenlos eine Sitzplatzkarte. Aus Rom werden 1300 Anhänger erwartet. Weil die Lazio-Tifosi teilweise gewalttätig und rechtsradikal auftreten, wurden besondere Sicherheitsmaßnahmen ergriffen.

Quelle: n-tv.de

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