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Weiße Karte für renitente Fußballer: Uefa-Boss Platini will Strafbank einführen

Nach seiner Reform der Fußball-EM, die Uefa-Präsident Michel Platini ohne Not aufgebläht und damit sportlich entwertet hat, macht sich der Franzose nun Gedanken über Reformen der Fußballregeln. Inspiration findet er dabei beim Eishockey.

Uefa-Boss Michel Platini schickt sich an, seinem Erzfeind Joseph Blatter bei innovativen Reformideen Konkurrenz zu machen.
Uefa-Boss Michel Platini schickt sich an, seinem Erzfeind Joseph Blatter bei innovativen Reformideen Konkurrenz zu machen.(Foto: AP)

Mit Vorschlägen zur Reform des Fußball-Regelwerks hat bislang vor allem Fifa-Präsident Joseph Blatter geglänzt Nun mischt auch Uefa-Präsident Michel Platini mit. Er will die Schiedsrichter besser schützen und uneinsichtige Fußball-Profis auf die Strafbank schicken. In seinem neuen Buch "Parlons Football" schlägt der 59-Jährige vor, dass die Referees bei anhaltenden Widerworten eines Spielers künftig eine Weiße Karte zücken könnten. Dies hätte dann eine zehnminütige Zeitstrafe zur Folge.

"Die Weiße Karte soll nicht mir der Gelben Karte verwechselt werden, die für Fouls im Spiel bestimmt ist", erklärte der Franzose. Laut Platini habe der "Wahn", Entscheidungen des Schiedsrichters infrage zu stellen, "seuchenartige Ausmaße" angenommen. Zudem schlug der frühere Nationalspieler Veränderungen bei der Spielerwechsel-Regel vor. Trainer sollten zusätzlich zu den bisherigen drei Optionen zweimal in der Halbzeitpause tauschen können, schrieb Platini.

Auch ein Ende der "Doppelbestrafung" bei Elfmetern schwebt Europas Fußballer des Jahres von 1983, 1984 und 1985 vor. Spieler, die aufgrund einer Notbremse einen Elfmeter verursachen, sollen demnach nicht mehr mit einer Roten Karte vom Platz gestellt werden.

Quelle: n-tv.de

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