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Millionen-Strafe gegen City und PSG: Uefa bittet Scheich-Klubs zur Kasse

Paris St. Germain und Manchester City haben sich mit Öl-Millionen zu Giganten des europäischen Fußballs aufgeblasen. Weil sie dabei die Financial-Fair-Play-Regeln verletzt haben, bestraft die Uefa die Vereine. Dabei ist die Geldbuße noch das kleinere Problem.

Die Top-Klubs Manchester City und Paris St. Germain sind laut Medienberichten aus England und Frankreich von der Uefa wegen Verstößen gegen das sogenannte Financial Fair Play mit Millionenstrafen belegt worden. Einen Ausschluss aus der Champions League müssen die Fußball-Vereine aber nicht fürchten.

Übereinstimmenden Berichten zufolge müssen beide Klubs je rund 60 Millionen Euro Strafe zahlen und dürfen in der kommenden Saison nur 21 statt der üblichen 25 Spieler in der Königsklasse einsetzen. Das würde einen klaren Nachteil bedeuten - zumal laut Statuten acht Spieler aus dem eigenen Nachwuchs stammen müssen.

Zudem dürfen die Gehälter der Profi-Teams nicht steigen. Die Uefa wollte die Berichte auf Nachfrage nicht kommentieren. Ihr Präsident Michel Platini hatte vor einigen Wochen bereits angekündigt, dass es zwar Strafen geben werde - aber keinen Ausschluss aus der Champions League.

Windige Sponsorendeals

Laut dem "Guardian" müssen noch sieben weitere Vereine Sanktionen befürchten. Offenbar verhandelt die Uefa mit allen Klubs über die Strafen. Einige stünden kurz vor einer Einigung, bei Manchester City sei das allerdings nicht abzusehen.

Bei Paris St. Germain und Manchester City moniert die Uefa vor allem die Sponsorenverträge. PSG steht unter katarischer Kontrolle. QTA, das Touristen-Werbebüro für Katar, überweist jährlich 200 Millionen Euro an die Franzosen, um Werbung dafür zu treiben, Urlaub im Wüstenland zu buchen. Das findet die Uefa unverhältnismäßig. Der Verdacht liegt nahe, dass Paris mit diesem Sponsoren-Vertrag die 45 Millionen Euro Netto-Schulden, die der Klub in dieser und der nächsten Saison noch machen darf, finanzieren möchte. Nachteilig wirkte sich für Paris auch aus, dass der Sponsoren-Deal auf nur zwei DIN-A-4-Seiten festgehalten ist - zumindest ungewöhnlich für einen Kontrakt in dieser Größenordnung.

Quelle: n-tv.de

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