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Schaut auf mich: Damir Kreilach bejubelt seinen Treffer für Union Berlin.
Schaut auf mich: Damir Kreilach bejubelt seinen Treffer für Union Berlin.(Foto: dpa)

Köhler sorgt für Gänsehaut: Union pflegt Heimserie, Heidenheim rettet sie

In den Freitagsspiel der 2. Bundesliga haben die Mannschaften aus dem Tabellenkeller entscheidende Punkte liegenlassen. Einen Lauf hat dagegen Unions Stürmer Wood. Unglücklich verläuft der Abend für Frankfurt.

Union punktet daheim

Union Berlin hat das "Duell der Enttäuschten" gegen Eintracht Braunschweig am 27. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga mit 3:1 (0:0) für sich entschieden und damit den fünften Heimsieg in Folge gefeiert. Matchwinner war Damir Kreilach mit seinen Treffern in der 69. und 84. Minute. Braunschweig wartet nun bereits seit sechs Spielen auf einen Dreier.

Wohl selten hat sich ein Fußballer lieber auswechseln lassen: Benjamin Köhler (l.) darf nach überstandener Krebserkrankung für Eroll Zejnullahu ran.
Wohl selten hat sich ein Fußballer lieber auswechseln lassen: Benjamin Köhler (l.) darf nach überstandener Krebserkrankung für Eroll Zejnullahu ran.(Foto: imago/Contrast)

US-Nationalspieler Bobby Wood hatte Union in der 58. Minute mit seinem 14. Saisontor in Führung gebracht. Es war bereits sein neunter Treffer im neunten Rückrundenspiel, damit ist er die Nummer eins der Liga. Der Ausgleich folgte aber beinahe postwendend. In der 62. Minute traf der junge Phillip Tietz mit seinem ersten Tor im Profi-Fußball zum 1:1 für die Niedersachsen.

Union-Trainer André Hofschneider hatte der Partie der beiden als Aufstiegsanwärter in die Saison gestarteten Mannschaften den Arbeitstitel gegeben. Auf dem Platz lief im Duell des Tabellenzehnten gegen den Achten nach intensiven ersten 15 Minuten dann auch nur wenig. Vor 19.026 Zuschauern im Stadion An der Alten Försterei plätscherte das Spiel bis zum ersten Treffer dahin, das Geschehen spielte sich überwiegend im Mittelfeld ab. Emotionaler Höhepunkt war die 77. Minute, als der von einer Krebserkrankung genesene Benjamin Köhler sein Comeback feierte. Kreilach und Wood waren die besten Spieler bei Union. In der Braunschweiger Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht, der auf  Kapitän Marcel Correia und Phil Ofosu-Ayeh verzichten musste, überzeugten Torschütze Tietz und Mirko Boland.

Paderborn klemmt am Ende fest

Drangen nicht so richtig durch: Der Paderborner Anhang.
Drangen nicht so richtig durch: Der Paderborner Anhang.(Foto: dpa)

Der SC Paderborn hat die Abstiegszone in der 2. Fußball-Bundesliga nicht verlassen können. Die Ostwestfalen mussten sich im Kellerduell mit dem Tabellenletzten MSV Duisburg mit einem 0:0 begnügen und liegen weiter auf dem 17. Platz. Vor 10.828 Zuschauern in Paderborn waren die Hausherren zunächst die bessere Mannschaft, Süleyman Koc (8. Minute) und Moritz Stoppelkamp (23.) vergaben aber gute Torchancen. Der SCP spielte nach der Gelb-Roten Karte gegen Khaled Narey (58.) in Unterzahl. Duisburg wurde nach 30 Minuten aktiver, ließ die Möglichkeiten durch Steffen Bohl (37.), Giorgi Chanturia (52.) und Kingsley Onuegbu (80.) jedoch ungenutzt.

Heidenheim hält mit Kampf die Weste daheim rein

Heidenheims Timo Beermann (l.) etwas synchron mit Taiwo Awoniyi.
Heidenheims Timo Beermann (l.) etwas synchron mit Taiwo Awoniyi.(Foto: imago/Eibner)

Einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf vergab auch der FSV Frankfurt. Das Team von Trainer Tomas Oral musste sich nach einer 2:0-Führung beim 1. FC Heidenheim mit einem 2:2 (1:0) begnügen, weil der eingewechselte Ben Halloran (88.) noch der Treffer der Gastgeber zum Endstand erzielte.

Die Liverpooler Leihgabe Taiwo Awoniyi (22.) und Fanol Perdedaj (74.) hatten den FSV in Führung geschossen. Denis Thomalla (81.) läutete dann die erfolgreiche Schlussoffensive der Gastgeber ein. Vor den Spielen der Keller-Konkurrenten vergrößerten die Hessen den Abstand auf den Relegationsplatz, den Fortuna Düsseldorf einnimmt, aber immerhin auf fünf Punkte. Dennoch gelang dem FSV in den vergangenen zehn Spielen nur ein Sieg. Heidenheim, mit 37 Punkten in der Tabelle jenseits von Gut und Böse, entging nur knapp der ersten Heimniederlage in diesem Jahr.

Die auswärtsstarken Frankfurter - 19 ihrer 29 Punkte holten sie  auf gegnerischen Plätzen - schnupperten vor allem dank ihrer kompakten Defensive lange am Sieg. Beim 1:0 durch den erst 18 Jahre alten Awoniyi half auch Heidenheims Torwart Jan Zimmermann tatkräfig mit, der einen schwachen Schuss von Fanol Perdedaj nur abklatschen konnte - Awoniyi staubte ab.

Heidenheim spielte danach zu umständlich und brachte den stabilen FSV kaum in Bedrängnis. Erst nach dem 0:2 und der scheinbar sicheren Niederlage vor Augen wurde es besser. Beste Heidenheimer Spieler waren Sebastian Griesbeck und Marc Schnatterer. Beim FSV ragten die beiden Torschützen heraus.

Quelle: n-tv.de

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