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Ex-Schiedsrichter Urs Meier geht hart mit Bayer-Coach Roger Schmidt ins Gericht.
Ex-Schiedsrichter Urs Meier geht hart mit Bayer-Coach Roger Schmidt ins Gericht.(Foto: imago sportfotodienst)

+ Fußball, Transfers, Gerüchte +: Urs Meier: "Beispiellose Frechheit"

Die Fans mögen noch auf ein Wunder hoffen, doch Hannovers Präsident Kind stimmt den Verein schon auf die 2. Bundesliga ein. Die türkische Liga wartet mit einem Skandal auf. Ein Fohlen träumt von der deutschen Nationalelf und Mainz stellt wichtige Weichen.

Der ehemalige Fifa-Schiedsrichter Urs Meier hat Bayer Leverkusens Trainer Roger Schmidt scharf kritisiert. "Mit seiner Aktion hat er sich eine beispiellose Frechheit geleistet: Sich einer Anordnung des Schiedsrichters zu widersetzen, ist eine Unsportlichkeit der übelsten Sorte und beschädigt den Fußball", schrieb Meier in seiner Kolumne auf Focus.de. "Schmidt hat eine der zentralsten Regeln missachtet: Der Schiedsrichter hat das alleinige Entscheidungsrecht. Wenn er entscheidet, dass der Trainer auf die Tribüne muss, dann wird das nicht mehr diskutiert. Punkt. Ende", führte Meier aus. Auch unsere Schiedsrichter-Experten "Collinas Erben" haben eine Meinung zum Eklat am Rhein. Wie die aussieht, lesen Sie HIER. (tno)

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Almeida droht längere Sperre

War's Absicht, Herr Almeida?
War's Absicht, Herr Almeida?(Foto: dpa)

Hannover 96 droht im Abstiegskampf ein weiterer Rückschlag. Gegen Neuzugang Hugo Almeida leitete der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes ein Verfahren wegen des Verdachts "eines krass sportwidrigen Verhaltens in der Form einer Tätlichkeit" ein, dem Portugiesen droht eine längere Sperre. Almeida wird verdächtigt, in der Partie gegen den FC Augsburg am Sonntag (0:1) seinem Gegenspieler Dominik Kohr bewusst mit dem linken Ellenbogen ins Gesicht geschlagen zu haben. Schiedsrichter Daniel Siebert hatte auf Nachfrage erklärt, diese Szene nicht gesehen zu haben, deshalb kann der Kontrollausschuss ermitteln. (tno)

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Schröder soll Heidel in Mainz ablösen

Wird wohl neuer Manager beim FSV Mainz 05: Bremens Rouven Schröder.
Wird wohl neuer Manager beim FSV Mainz 05: Bremens Rouven Schröder.(Foto: imago/nph)

Der FSV Mainz 05 will bis zum Ende dieser Saison mit seinem Manager Christian Heidel weiterarbeiten und parallel Rouven Schröder von Werder Bremen als seinen Nachfolger verpflichten. Das bestätigte Präsident Harald Strutz bei einer Pressekonferenz in Mainz. "Christian wird bis zum 30. Juni weiter für Mainz 05 arbeiten. Und jeder weiß, dass wir schon einen Nachfolger für ihn im Auge haben. Wir sind uns mit Rouven Schröder einig und wollen mit ihm zusammenarbeiten", sagte Strutz. Heidel wird die Mainzer im Sommer nach 24 Jahren verlassen und als Sportvorstand zum FC Schalke 04 wechseln. (tno)

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Köln verpflichtet Schalker Marco Höger

Marco Höger wird Kölner.
Marco Höger wird Kölner.(Foto: imago/BPI)

Der 1. FC Köln hat den ersten Transfer für die kommende Saison getätigt. Wie der Klub am mitteilte, kommt Mittelfeldspieler Marco Höger vom Ligarivalen Schalke 04 zu den Rheinländern. Der gebürtige Kölner Höger (26), der auch in der Abwehr spielen kann, erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021. Über die Transfermodalitäten vereinbarten beide Klubs Stillschweigen. "Es war ein Kindheitstraum von mir, für den 1. FC Köln zu spielen. Mein Großvater und mein Vater haben mich schon als kleinen Jungen mit ins Stadion genommen", sagte Höger, der zurzeit an den Folgen einer Knieverletzung laboriert.

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Jetzt plant Hannover für die zweite Liga

Am Boden: Hannovers Salif Sane und seine Teamkollegen werden es schwer haben, die Klasse zu halten
Am Boden: Hannovers Salif Sane und seine Teamkollegen werden es schwer haben, die Klasse zu halten(Foto: dpa)

Beim Bundesliga-Schlusslicht Hannover 96 beginnen nach der achten Niederlage hintereinander die Planungen für die 2. Liga. Dies bestätigte Vereinspräsident Martin Kind im "NDR Sportclub". Die Niedersachsen haben nach der 0:1-Heimpleite im Kellerduell gegen den FC Augsburg sechs Zähler Rückstand auf den Relegationsrang und acht auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Es droht der erste Bundesliga-Abstieg seit 14 Jahren. "Wir werden uns sicherlich - und das müssen wir auch schon alleine aufgrund der Lizenzierung - mit der Planung der 2. Liga beschäftigen", sagte Kind im Sportclub.

Der Klubboss zeigte sich "deutlich enttäuscht" vom Auftreten der Mannschaft. "Wir müssen das realistisch sehen. Wir haben noch zwölf Spiele und damit natürlich auch Chancen, aber mit dieser Leistung wird es äußerst schwer", sagte Kind. Er räumte Fehler bei der Kaderzusammenstellung ein. Bestimmte Abgänge von Spielern in den vergangenen beiden Jahren seien "nicht adäquat ersetzt" worden. Über die Neu-Verpflichtungen könne man "diskutieren". (sid)

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Gladbachs Super-Talent will in die Nationalelf

Träumt nicht zu unrecht von der Nationalelf: Mahmoud Dahoud.
Träumt nicht zu unrecht von der Nationalelf: Mahmoud Dahoud.(Foto: imago/Norbert Schmidt)

Top-Talent Mahmoud Dahoud von Borussia Mönchengladbach hofft auf einen Anruf von Fußball-Bundestrainer Joachim Löw. "Natürlich träume ich auch davon, mal für Deutschland spielen zu dürfen", sagte der Mittelfeldspieler dem Kölner "Express". Der 20-Jährige hatte zuletzt mit seinem Siegtor und einer starken Leistung beim 1:0 im Derby gegen den 1. FC Köln erneut seine Qualitäten bewiesen. Der gebürtige Syrer hat bereits in den Nachwuchs-Auswahlmannschaften für Deutschland gespielt und gilt nun auch als künftige Option für Löw.

"Er ist ein großartiger Junge. Wenn man eine gute Saison spielt, dann hat man das Recht, Nationalspieler zu werden" hatte Gladbachs Manager Max Eberl über seinen Schützling gesagt. Mit forschen Tönen aber hält sich Dahoud vorerst noch zurück. "Ich lasse das alles auf mich zukommen. Ich konzentriere mich natürlich voll darauf, meine Leistung für Borussia zu bringen. Aber klar: Für Deutschland spielen - das will doch jeder", sagte Dahoud der "Bild"-Zeitung. (dpa)

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Spieler zeigt Schiri rote Karte und fliegt

Schiedsrichter Deniz Bitnel bekommt von Salih Dursun die rote Karte gezeigt.
Schiedsrichter Deniz Bitnel bekommt von Salih Dursun die rote Karte gezeigt.(Foto: imago/Seskim Photo)

Fußball-Weltmeister Lukas Podolski hat mit Galatasaray Istanbul in der türkischen Liga einen verrückten Sieg gegen sieben Gegenspieler gefeiert. Bevor das 2:1 (0:1) gegen Trabzonspor feststand, flogen vier Spieler der Gäste vom Platz. Trabzons Salih Dursun sorgte mit einer denkwürdigen Einlage für den Höhepunkt des Kartenfestivals: Nachdem Schiedsrichter Deniz Bitnel Dursuns Teamkollegen Luis Cavanda die Rote Karte gezeigt hatte (86.), fiel diese zu Boden. Dursun hob sie auf - und verwies damit symbolisch den Referee des Feldes. Bitnel riss die Karte wieder an sich - und zeigte sie Dursun.

Zuvor waren bereits Özer Hurmaci (59.) und Aykut Demir (79.) mit Gelb-Rot vom Platz geflogen. Ex-Nationalspieler Marko Marin gehörte zu den wenigen Spielern des Teams von Trainer und Ex-Schalke-Profi Hami Mandirali, die das Spiel unbehelligt beenden durften. Nach der Gästeführung durch Erkan Zengin (25., Elfmeter) hatte Podolski für den Ausgleich (63.) gesorgt, als Trabzon noch mit zehn Mann spielte. Erst in der 89. Minute erzielte Selcuk Inan ebenfalls per Elfmeter für Galatasaray den Siegtreffer gegen sechs verbliebene Feldspieler des Gegners. (sid)

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Den Fußball-Ticker von Sonntag, 21. Februar finden Sie hier.

Quelle: n-tv.de

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