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Geschmacklose Szene auf dem Rasen: Wird Djilobodjis Kopf-ab-Geste bestraft?

Mit einer unrühmlichen Szene sorgt Papy Djilobodji im Spiel gegen Mainz für Aufruhr. Der Bremer moniert die vermeintliche Schwalbe seines Mainzer Gegenspielers Pablo de Blasis mit einer Kopf-ab-Geste - die Werders Sportchef Eichin erschreckend verharmlost.

Es ist die geschmackloseste Szene der Saison: Papy Djilobodji führte den Zeigefinger von links nach rechts über den Hals, die "Kopf-ab-Geste" galt seinem Gegenspieler Pablo de Blasis vom FSV Mainz 05. Mit seinem Aussetzer nach einem Zweikampf in der zweiten Halbzeit sorgte der Innenverteidiger von Werder Bremen beim 1:1 gegen Mainz für Wirbel.

Schiedsrichter Manuel Gräfe hatte die Szene nicht gesehen, nun hat der Kontrollausschuss des DFB die Ermittlungen aufgenommen. Der Vorfall werde untersucht, teilte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker mit. Alles Weitere werde das Gremium am Montag "zeitnah entscheiden".

Ex-Bundesliga-Referee Thorsten Kinhöfer forderte in der "Bild am Sonntag" Konsequenzen: "So eine Szene muss ein Nachspiel haben". Er geht von einer Sperre aus: "Alles andere wäre für mich ein Skandal."

Werder-Trainer Viktor Skripnik sprach von einer "emotionalen Sache", Djilobodji habe "Temperament", sei ein "afrikanischer Typ. Ich hätte das nie gezeigt", sagte der Ukrainer. Eine mögliche Sperre wollte er nicht ausschließen: "Ich akzeptiere alles, was kommt."

"Das war eine unfaire Geste, da muss man noch etwas machen", forderte der Mainzer Trainer Martin Schmidt: "Diese Handbewegung gehört nicht auf den Platz".

Eichin verharmlost Kopf-ab-Aktion

Sportchef Thomas Eichin kündigte indes ein ernstes Gespräch an: "Ich werde mit ihm vernünftig darüber reden, und er wird es künftig nicht mehr machen." Er wollte die Szene aber auch nicht dramatisieren: "Für mich war das eine Geste, die zeigen sollte, dass er nicht den sterbenden Schwan machen soll." Folgen befürchtet er nicht: "Wir brauchen nicht wegen jeder Aktion ein Ermittlungsverfahren", sagte er bei Sky.

Im November 2009 hatte Deniz Naki mit einer ähnlichen Geste für Wirbel gesorgt. Der damalige Angreifer vom FC St. Pauli hatte gegenüber Fans von Hansa Rostock mit der rechten Hand das Abschneiden des Halses angedeutet. Naki war damals wegen krass sportwidrigen Verhaltens nachträglich für drei Spiele gesperrt worden.

Quelle: n-tv.de

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