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Dieter Hecking war kurzzeitig von einem Infekt außer GEefecht gesetzt.
Dieter Hecking war kurzzeitig von einem Infekt außer GEefecht gesetzt.(Foto: dpa)

+ Fußball, Transfers, Gerüchte +: Wolfsburg plagen heftige Verletzungssorgen

Prinz Ali bin al-Hussein will Glaskabinen für die Fifa-Wahl und dem einstigen türkischen Idol Sükür wird seine politische Einstellung zum Verhängnis. In Wolfsburg fehlen elf Spieler krankheits- und verletzungsbedingt: Schlechte Ausgangslage für das Bayern-Spiel

Drei Tage vor dem Spiel gegen Bayern München ist die Personalsituation beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg weiterhin angespannt. Trainer Dieter Hecking, der am Tag zuvor noch wegen eines grippalen Infekts zu Hause geblieben war, leitete zwar wieder das Training beim VfL; insgesamt elf Spieler fehlten allerdings noch bei der Einheit am Nachmittag. Immerhin trainierten André Schürrle, Koen Casteels, Josuha Guilavogui und Ersatzmann Carlos Ascues wieder individuell. Schürrle, der wegen einer Zerrung beim 1:1 bei Hertha BSC noch ausgefallen war, soll bis zum Bayern-Spiel am Samstag (15.30 Uhr) auf jeden Fall wieder fit werden. Stammkeeper Diego Benaglio (Rückenblockade) dürfte allerdings weiter ausfallen und das dritte Pflichtspiel am Stück verpassen. Ersatzmann Casteels dürfte seinen Infekt bis dahin endgültig überwunden haben.(jgu)

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Hakan Sükür droht lange Haftstrafe

Hakan Sükür gewann mit Galatasaray Istanbul den Uefa-Cup.
Hakan Sükür gewann mit Galatasaray Istanbul den Uefa-Cup.(Foto: picture-alliance / dpa)

Der ehemalige türkische Fußball-Star Hakan Sükür muss sich wegen Beleidigung von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan vor Gericht verantworten. Dem einstigen Torjäger drohten bis zu vier Jahre Haft, berichtete die Nachrichtenagentur DHA. Die Istanbuler Staatsanwaltschaft werfe Sükür vor, im Februar 2015 Twitter-Nachrichten abgesendet zu haben, die sowohl Erdogan als auch dessen Sohn Bilal beleidigt haben sollen. Die entsprechenden Tweets waren nicht mehr abrufbar. Unklar blieb, ob sie gelöscht wurden.Hakan Sükür war nach seiner Karriere bei Galatasaray Istanbul Abgeordneter der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP, die Erdogan mit gegründet hat. Kurz vor dem Bekanntwerden eines Korruptionsskandals Ende 2013 trat Sükür aus der Partei aus. Der 44 Jahre alte frühere Nationalspieler gilt als Anhänger der Bewegung um den Prediger Fethullah Gülen. Erdogan und Gülen waren einst enge Verbündete. Seit 2013 sind sie offen verfeindet. Die Gülen-Bewegung gilt in der Türkei inzwischen als Terrororganisation.(jgu)

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Fifa-Konkurrenten verspotten Prinz Ali

Prinz Alis Forderung nach Glaskabinen bei der Wahl zum Fifa-Präsidenten wird belächelt.
Prinz Alis Forderung nach Glaskabinen bei der Wahl zum Fifa-Präsidenten wird belächelt.(Foto: dpa)

Außenseiter-Kandidat Prinz Ali bin al-Hussein treibt seine Forderung nach transparenten Wahlkabinen bei der Wahl des neuen Fifa-Präsidenten voran. Der Jordanier präsentierte via Twitter ein Bild, wie eine durchsichtige Box in Zürich in einer Lagerhalle stand. "Die Augen der Welt sind auf diese Wahl gerichtet. Transparente Kabinen sind ein Weg, um Integrität sicherzustellen", schrieb er. Sein Team hatte schon zuvor angekündigt, dass al-Hussein solche Boxen an den Ort des Fifa-Kongresses bringen werde. Da die Fifa Glaskabinen bislang ablehnt, hat der jordanische Prinz den Internationalen Sportgerichtshof CAS angerufen und um eine Verschiebung des Kongresses ersucht. Die höchste juristische Instanz will ihr Urteil am Donnerstag verkünden.

Eine Absage des Kongresses ist absolut unwahrscheinlich. Bestenfalls kann Prinz Ali den Einsatz der Boxen erzwingen. Von seinen Konkurrenten wird der Jordanier für die Aktion verspottet. "Einige Menschen werden immer nach Entschuldigungen suchen. Ich denke, er bereitet sich nur auf das Ergebnis am Freitag vor", sagte Wahlfavorit Scheich Salman bin Ibrahim al Chalifa. (kbe)

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Martin Kind schmeißt in Hannover nicht hin

Von den Plänen des 71-Jährigen sind nicht alle gleichwohl begeistert.
Von den Plänen des 71-Jährigen sind nicht alle gleichwohl begeistert.(Foto: dpa)

Präsident Martin Kind vom stark abstiegsgefährdeten Fußball-Bundesligisten Hannover 96 hat einen Rücktritt angesichts der sportlichen Krise ausgeschlossen. "Ich werde nicht hinschmeißen. Nach mir die Sintflut? Das wird es mit mir nicht geben", sagte Kind der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Der Unternehmer räumte aber auch Fehler ein: "Ich bleibe dabei, was ich zuletzt auch betont habe: Verantwortung ist nicht teilbar. Die habe ich und nehme sie auch an."

Nach acht Niederlagen in Serie droht Hannover der fünfte Abstieg der Vereinsgeschichte - längst haben bei 96 die Planungen für die 2. Liga begonnen. "Wir müssen uns mit den Realitäten auseinandersetzen. Aber Thomas Schaaf wird weiterkämpfen, um die Mannschaft in die Spur zu kriegen", sagte Kind: "Vielleicht gelingt ja das Wunder, den Abstieg zu vermeiden."

Statistisch gesehen wäre ein Klassenerhalt der 96er in der Tat ein kleines Fußball-Wunder. Vor Hannover hatten in der Bundesliga-Geschichte 15 Mannschaften nach 22 Spieltagen umgerechnet maximal 14 Punkte auf dem Konto - alle sind am Ende abgestiegen. "Für mich persönlich wäre ein Abstieg eine Katastrophe", sagte Kind, für den der direkte Wiederaufstieg auch keine Selbstverständlichkeit wäre: "Ich warne davor zu sagen: 'Dann steigen wir eben ab und halt gleich wieder auf.' Um das zu schaffen, müssen viele Faktoren stimmen." (hla)

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Roger Schmidt für fünf Spiele gesperrt

Der Kontrollausschuss des DFB forderte nach Informationen der "Bild" eine Sperre von vier Spielen für Bayer Leverkusens Trainer Roger Schmidt. Nun sind es fünf Spiele geworden. Drei muss Schmidt direkt abbüßen, zwei weitere wurden bis zum 30. Juni 2017 zur Bewährung ausgesetzt. Zudem soll der 48-Jährige eine Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro zahlen. Schmidt hatte beim Bundesliga-Heimspiel der Bayer-Mannschaft gegen Borussia Dortmund für einen Eklat gesorgt. Der Bayer-Trainer hatte sich geweigert, der Aufforderung von Schiedsrichter Felix Zwayer Folge zu leisten, den Innenraum zu verlassen und auf die Tribüne zu gehen. Der Referee hatte daraufhin für neun Minuten die Partie unterbrochen.

Auch Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler, der den Schiedsrichter heftig kritisiert hatte, muss in die Tasche greifen und 10.000 Euro zahlen. (kbe)

Quelle: n-tv.de

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