Sport
Sie sollen es richten: Trainer Dieter Hecking und Manager Klaus Allofs.
Sie sollen es richten: Trainer Dieter Hecking und Manager Klaus Allofs.(Foto: dpa)

Manager Allofs vor Herkulesaufgabe: Wolfsburg soll beliebter werden

Klaus Allofs hat mit dem VfL Wolfsburg hohe Ziele. Der neue Sportdirektor will den finanzstarken Klub mit seinen VW-Millionen über die Fußball-Bundesliga zurück ins internationale Geschäft führen. Und die Wölfe gleichzeitig sympathischer machen.

Klaus Allofs hat mit dem VfL Wolfsburg hohe Ziele. Der neue Sportdirektor will den finanzstarken Klub über die Fußball-Bundesliga zurück ins internationale Geschäft führen. Und die Wölfe gleichzeitig sympathischer machen. Ein hehres Ziel.

Der neue Sportdirektor Klaus Allofs möchte mit dem VfL Wolfsburg bald wieder die Champions oder Europa League erreichen. "Ich bin hier nicht hergekommen, um dauerhaft im Mittelfeld zu spielen. Mittelfristig wollen wir schon wieder in den internationalen Wettbewerb. Nur soll das nicht in einer einmaligen Aktion passieren, sondern dauerhaft auf stabilen Füßen stehen", sagte der frühere Fußball-Nationalspieler während des Trainingslagers der Wölfe im türkischen Belek.

Allofs ist sich sicher, "dass Wolfsburg eine gute Adresse ist - und in Zukunft eine noch bessere werden wird. Wir haben ja schon einige Punkte genannt, in welche Richtung sich der VfL zukünftig entwickeln soll: Dabei geht es um Kontinuität in Personalfragen und steigende Sympathiewerte für den Verein. Dass das auch immer ganz unmittelbar mit dem sportlichen Erfolg zusammenhängt, ist uns klar".

Mit Dieter Hecking glaubt der 56-Jährige, den richtigen Trainer für diese hohen Ziele gefunden zu haben. "Was die Trainerfrage angeht, haben wir mit Dieter Hecking genau das hinbekommen, was zum VfL passt und erfolgversprechend ist. Das zeigen die ersten Tage im Trainingslager schon ganz deutlich", sagte Allofs. Der frühere starke Mann bei Werder Bremen verteidigte die Umstände seines Wechsels und die bei Heckings Verpflichtung.

Schusters Nörgelei lässt ihn kalt

"Ein Wechsel unmittelbar vor einer Saison ist doch viel unpassender, weil dann die Hauptarbeit in der Regel schon gemacht ist und für den neuen Manager kaum noch Spielraum bleibt", sagte Allofs, der im November nach 13 Jahren bei Werder zum VfL gegangen war. "Bei Dieter Hecking haben wir uns einfach im Rahmen der vertraglichen Gegebenheiten bewegt - sauberer geht es nicht. Hätte es diese Ausstiegsklausel in seinem Vertrag beim 1. FC Nürnberg nicht gegeben, hätten wir auch noch nicht einmal bei ihm angefragt."

Dass der ebenfalls als neuer VfL-Coach gehandelte Bernd Schuster ihm nach der Hecking-Verpflichtung ein falsches Spiel vorwirft, lässt Allofs kalt. "Wir haben die Sache sauber abgehandelt. Wir sind auf der Suche nach einem Trainer gewesen, Bernd Schuster war ein heißer Kandidat, aber dass man nicht nur eine Option haben kann, das weiß jeder in diesem Geschäft."

Am meisten von der neuen sportlichen Leitung profitieren könnte der in Wolfsburg lange Zeit umstrittene Spielmacher Diego. Unter Felix Magath sollte er noch verkauft werden, unter Allofs und Hecking ist der Brasilianer wieder eine unumstrittene Führungsfigur. "Ich weiß aus meiner Bremer Zeit genau, wie professionell Diego ist. Und genauso verhält er sich hier auch", sagte Allofs. "Für ihn ist es gut, dass er jetzt weiß, wo er hingehört: Beim VfL Wolfsburg hat er einen Vertrag, hier wird er gefördert, hier wird seine Art und Weise, zu spielen, jetzt gewürdigt. Deshalb bin ich auch sicher, dass Diego in Zukunft noch viel Gutes für uns tun wird."

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen