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Max Kruse muss sich bessern. Sein Verein VfL Wolfsburg will ihm dabei helfen.
Max Kruse muss sich bessern. Sein Verein VfL Wolfsburg will ihm dabei helfen.(Foto: imago/Christian Schroedter)

Ultimatum und Unterstützung: Wolfsburg steht zu Kruse - mit Bedingungen

Der VfL Wolfsburg kündigt an, Stürmer Max Kruse bei der Lösung offenbar schwerwiegender persönlicher Probleme zu unterstützen. Damit der Fußballer eine Zukunft im Verein haben kann, müsse er aber seinen Lebenstil ändern - radikal und sofort.

Der VfL Wolfsburg hat seinem bei der Nationalmannschaft suspendierten Fußball-Profi Max Kruse Hilfe zugesagt, ihm aber zugleich ein Ultimatum gestellt. "Wir haben bei der Aufarbeitung der aktuellen Entwicklung den Eindruck gewonnen, dass Max Kruse jetzt dringend unsere Hilfe benötigt", erklärte VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs auf der Vereinshomepage. Allerdings habe der Verein dem Spieler auch verdeutlicht, "dass wir über seine Entschuldigung hinaus eine sofortige Veränderung seiner Lebensweise einfordern".

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Allofs deutete in seiner Erklärung als Ergebnis einer gemeinsamen Lageerörterung die mögliche Existenz von Brandherden in Kruses Umfeld an. "Offenbar holen ihn derzeit Vorkommnisse und Probleme - auch aus seiner Vergangenheit - ein, die weder er noch wir steuern können." Nach einigen vorherigen Vorfällen war zuletzt ein privates Nacktvideo des 28-Jährigen öffentlich gemacht worden. Die Ereignisse hätten den Verein darin bekräftigt, "dass neben der bereits erfolgten internen Sanktionierung die objektive Aufarbeitung aller Themen, der Schutz seiner Person und die Unterstützung im Vordergrund stehen müssen".

Juristische Schritte

Einmal mehr machte Allofs seine Verärgerung über die Vorfälle deutlich: "Wir missbilligen sein Verhalten und distanzieren uns klar von den Vorfällen." Kruse habe sich jedoch "aufrichtig entschuldigt und eingesehen, dass sein Verhalten sowohl seinem persönlichen Umfeld als auch dem Verein gegenüber völlig unangemessen war". Allofs betonte, dass der 28-Jährige gegen das Geschehene juristisch vorgehe und sich deswegen nicht öffentlich äußern werde.

Im Namen seiner Geschäftsführer-Kollegen und des VfL Wolfsburg entschuldigte sich Allofs noch einmal bei allen, die ungewollt und ohne eigenes Zutun damit konfrontiert wurden. Kruse "habe sich ebenfalls aufrichtig entschuldigt und eingesehen, dass sein Verhalten sowohl seinem persönlichen Umfeld als auch dem Verein gegenüber völlig unangemessen war".

Kruse könne sich derzeit nicht äußern, da er "gegen das Geschehene juristisch vorgeht". VfL-Trainer Dieter Hecking hatte bereits zuvor für Mittwoch Kruses Wiedereingliederung ins Team-Training angekündigt.

Quelle: n-tv.de

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