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Die Enttäuschung bei José Pekerman und Radamel Falcao ist groß.
Die Enttäuschung bei José Pekerman und Radamel Falcao ist groß.(Foto: AP)

Herber Verlust für Kolumbianer: Falcao schafft es nicht in den WM-Kader

Insider trauen der kolumbianischen Mannschaft bei der Fußball-WM viel zu. Doch nun kommen die Südamerikaner mit einer Hiobsbotschaft. Torjäger Falcao muss nach seinem im Januar erlittenen Kreuzbandriss endgültig passen.

Kolumbien muss die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien ohne seinen Stürmerstar Radamel Falcao bestreiten. Der Angreifer vom AS Monaco steht nicht im endgültigen Aufgebot der 23 Spieler, wie Kolumbiens argentinischer Trainer José Pekerman mitteilte.

Falcao hatte am 22. Januar einen Kreuzbandriss erlitten und zählte zuletzt noch zum erweiterten Kader, der sich in Buenos Aires auf die WM vorbereitet. Er habe sich allerdings nicht ausreichend von seiner Verletzung erholen können, sagte Pekerman.

Dem 28-Jährigen war die Zeit davongelaufen, obwohl er für sein Comeback kämpfte und sich immer wieder zuversichtlich gezeigt hatte. Für die "Cafetéros" und das ganze Land ist das endgültige Fehlen Falcaos eine herbe Enttäuschung: Der Angreifer, genannt "El Tigre" (Der Tiger), erzielte in 49 Länderspielen 20 Tore und schoss die Kolumbianer in der WM-Qualifikation mit neun Toren auf Rang zwei der Südamerika-Gruppe hinter Argentinien.

Falcao war im vergangenen Jahr für 60 Millionen Euro von Atletico Madrid nach Monaco gewechselt. Kolumbien bestreitet am 14. Juni seine erste WM-Partie gegen Griechenland.

Argentinier mit Demichelis

Beim WM-Mitfavoriten Argentinien schaffte der ehemalige Bayern-Profi Martin Demichelis den Sprung in den Kader. Der 33-Jährige gehört zu den 23 Akteuren, die Nationalcoach Alejandro Sabella bekanntgab. Abwehrspieler Demichelis hat 2011 sein bis dato letztes Länderspiel für die "Albiceleste" bestritten. Durch seine Leistungen im Meisterjahr mit Manchester City konnte er wieder auf sich aufmerksam machen. Nach 2010 wird es für Demichelis die zweite WM-Teilnahme sein.

Dagegen strich Sabella den ebenfalls einst bei Bayern München angestellten Angreifer Jose Sosa vom spanischen Champion Atlético Madrid. Zudem wurden Ever Banega (Newell's Old Boys) und Nicolas Otamendi (Atlético Mineiro) nicht mehr berücksichtigt.

Angeführt wird der vor allem offensiv exzellent besetzte Kader vom mehrfachen Weltfußballer Lionel Messi. Argentinien trifft in der Gruppenphase auf Bosnien-Herzegowina, Iran und Nigeria.

Trotz Verletzungssorgen setzt Trainer Didier Deschamps auf den an Rückenschmerzen leidenden Franck Ribéry für die WM. Einzige Änderung im Aufgebot ist der Wechsel des am Nacken verletzten Keepers Steve Mandana (Olympique Marseille). Für ihn fährt Stéphane Ruffier (Saint-Etienne) mit nach Südamerika.

Am Sonntag hatte der Profi vom deutschen Double-Sieger Bayern München in Nizza beim WM-Test gegen Paraguay (1:1) ebenso gefehlt wie fünf Tage zuvor gegen Norwegen (4:0). Nicht einmal am Aufwärmprogramm nahm Ribéry teil, tags zuvor waren in einem Krankenhaus in Paris chronische Rückenbeschwerden bei ihm diagnostiziert worden.

Quelle: n-tv.de

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