Mittwoch, 16. Juni 2010
Die schönen Spiele (3): Wer hat's erfunden?
Spielerfrau
Kuhglocken statt Vuvuzela! Matterhorn statt Tafelberg! Und Schweizer Tore statt Schweizer Käse! Nachdem die spanischen Favoriten - olé! - ihren Meister, zumindest vorübergehend, gefunden zu haben scheinen, ist in Südafrika doch glücklicherweise wieder alles möglich!Jodeldidödeldihö, das war doch mal ein Spiel! Endlich Äktschn! Nachdem sich alle schon das Maul darüber zerrissen haben, dass man diese WM wegen Kälte, Vuvuzela und mangelnder Tore höchstwahrscheinlich in die gelbe Tonne werde treten müssen, hat nun ein kleines Land im Herzen Europas gezeigt, dass Neutralität total überbewertet wird!
Zugegeben: Mein Favorit ist, pardon, war Spanien - die Kohle dürfte futsch sein. Aber im Laufe des Spiels wuchs in der Spielerfrau das perverse Verlangen, die Schweizer mögen doch bitte noch ein Tor schießen! Einfach, um die verdutzen Gesichter der Spanier nochmal zu sehen. Und den Hitzfeld jubeln. Oder um die Sensation noch größer zu machen.
Nachdem die Brasilianer gestern schon mit Handschuhen und Rollkragen auf der Spielfläche erschienen, die Portugiesen das große Grün mit null Toren - weder in der einen noch in der anderen Richtung fiel eines - verließen, und man sich ernsthafte Gedanken um den "Spirit" dieser "Games" machen wollte, macht es sich doch bezahlt, dass die Schweizer, allen voran Gelson Fernandes, der glückliche Torschütze, auf ihren Otti hörten und zum Frühstück immer brav ihre Ovomaltine ausgetrunken haben.
Und das haben die Fans auch sofort erkannt!
(Foto: dpa)