Sport Kurzmeldungen
  • Mittwoch, 27. Januar 2016
  • Leichtathletik

    DLV-Athleten wollen gegen Doping-Gesetz Klagen

    Deutsche Leichtathleten wollen das inzwischen in Kraft getretene Anti-Doping-Gesetz laut einem Bericht der "Mitteldeutschen Zeitung" in seiner jetzigen Form nicht hinnehmen. "Wir werden vor das Bundesverfassungsgericht ziehen", sagte Diskuswerferin Nadine Müller dem in Halle erscheinenden Blatt. Auch die frühere Hammerwurf-Weltmeisterin Betty Heidler und Diskus-Olympiasieger Robert Harting haben bereits Bedenken gegen das Gesetz geäußert. Sie fürchten durch die darin enthaltene uneingeschränkte Besitzstrafbarkeit, sich trotz Fehlens jeder Dopingabsicht strafbar zu machen. Ein unschuldiger Athlet stehe durch die Beweislastumkehr im Verfahren vor einem Sportgericht praktisch vor der unlösbaren Aufgabe, seine Unschuld zu beweisen. Auch mache das Gesetz deutsche Sportler anfälliger, Opfer von rachsüchtigen Konkurrenten zu werden. Durch das Gesetz müssen Spitzenathleten, die zu Doping-Mitteln greifen, nicht nur Wettkampfsperren, sondern ebenso Gefängnisstrafen fürchten. Die Sanktionen schließen eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren ein. Hintermänner müssen in besonders schweren Fällen sogar mit bis zu zehn Jahren Haft rechnen. (dpa)

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  • Dienstag, 24. Mai 2016
  • Rudern
    Deutsche Einer-Ruderer verpassen erstmals seit 1952 Olympia

    Erstmals seit 64 Jahren wird kein deutscher Einer-Ruderer an den Olympischen Spielen teilnehmen. Der deutsche Meister Philipp Syring belegte bei der Olympia-Qualifikation in Luzern im Finale den letzten Platz und verpasste damit das Ticket für die Sommerspiele in Rio de Janeiro im August deutlich. Nach 2000 m auf dem Rotsee fehlten dem 19-Jährigen aus Magdeburg mehr als 14 Sekunden zu Qualifikationsplatz drei. Zuletzt war 1952 in Helsinki kein deutscher Einer-Ruderer bei Olympischen Spielen am Start. Am Montag hatten bereits Julia Richter aus Berlin im Frauen-Einer und das Duo Clemens Ernsting/Peter Kluge aus Berlin und Celle im Zweier ohne Steuermann ihre Olympia-Teilnahme verpasst. Der Deutsche Ruderverband wäre damit in Rio bisher nur in neun der 14 Bootsklassen vertreten. In London 2012 hatte er noch alle Bootsklassen besetzt. (sid)

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  • Tennis
    Maria erreicht überraschend zweite Runde von Paris

    Tatjana Maria (Bad Saulgau) ist als zweite deutsche Spielerin nach Annika Beck (Bonn) in die zweite Runde der French Open eingezogen. Die Weltranglisten-111. Maria besiegte in Paris die frühere Nummer eins Jelena Jankovic (Serbien/Nr. 23) nach einer starken Vorstellung mit 6:3, 3:6, 6:3. Die 28-jährige Maria nahm damit im vierten Anlauf zum ersten Mal die Auftakthürde in Paris. Die Mutter der zweijährigen Charlotte, auch unter ihrem Mädchennamen Malek bekannt, trifft am Donnerstag auf Lokalmatadorin Alize Cornet (Frankreich). Maria ist bei einem Grand-Slam-Turnier noch nie über die dritte Runde hinausgekommen - diese hatte sie 2015 in Wimbledon zum bislang einzigen Mal erreicht. (sid)

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  • Basketball
    Raptors gleichen gegen Cavaliers aus

    Die Toronto Raptors haben in den Playoffs der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA die Halbfinalserie gegen die Cleveland Cavaliers ausgeglichen. Im vierten Spiel der K.o.-Runde gewannen die Raptors mit 105:99. In der Best-of-Seven-Serie steht es nun 2:2. Toronto hat damit die starke Leistung vom Sieg im dritten Aufeinandertreffen der Serie bestätigt. Vor allem Kyle Lowry spielte überragend. Der Guard war mit 35 Punkten bester Werfer des Spiels. Sein Teamkollege DeMar DeRozan kam auf 32 Zähler. Der Schlüssel zum Erfolg war aber wohl die gute Defensive der Raptors. Wie schon im dritten Spiel der Serie ließ Toronto die Cavaliers kaum zum Korb ziehen. Die Cavs waren deshalb dazu gezwungen, schwierige Würfe zu nehmen. Diese fanden zu selten ihr Ziel. Einzig Superstar LeBron James überzeugte mit 29 Punkten. (dpa)

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