Montag, 14. Dezember 2009
Datenpanne bei Gewerbeauskunft: 350.000 Datensätze abgegriffen
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Bei der Berliner Online-Gewerbeauskunft gibt es laut Internet-Magazin Netzpolitik.org eine Datenpanne, von der rund 350.000 Unternehmen betroffen sind. Kritisiert wurde das "riesige Datenleck" auch von der Grünen-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus. Die Senatsverwaltung für Wirtschaft hat unterdessen angekündigt, das Problem zu prüfen.
"Mit nur geringem Aufwand wurde jetzt die gesamte Gewerbeauskunft ausgelesen und die Daten Netzpolitik.org zugespielt", sagte der Grünen-Sprecher für Datenschutz, Benedikt Lux. So sei etwa die Datenbankrecherche nach Tätigkeitsfeld möglich, was laut Gewerbeordnung nicht erlaubt sei. In bestimmten Gewerbebereichen - etwa bei erotischen Dienstleistungen - sei das heikel. Zudem könnten die Angaben mit anderen Daten im Netz verknüpft werden. Lux zufolge wäre es "ein Leichtes gewesen, Sicherungen gegen das automatische Auslesen von Datenbanken einzubauen".
Das Magazin Netzpolitik.org hat die Senatsverwaltung für Wirtschaft auf das Problem hingewiesen. "Wir nehmen die Datensicherheit sehr ernst und werden den Fall genau prüfen", sagte Sprecher Stephan Schulz. Schulz hofft, in Kürze genauere Aussagen machen zu können. Die Datenbank werde aber vorerst nicht vom Netz genommen.
dpa
Hintergründe zur Nachricht
Technik
-
Mitschnitt ins Internet gestellt
Anonymous hackt FBI-Konferenz
-
"Internetnutzer wurden nicht gehört "
Polen setzt Acta-Ratifizierung aus
-
Microsoft erneuert Handy-Betriebssystem
Windows Phone 7 wird zu 8
-
Patentstreit mit Motorola
Apple steckt Niederlage ein
-
Dauerstreit mit Apple
Samsung feiert Etappensieg
-
Datenschutzversprechen nicht eingelöst
Aigner kritisiert Facebook
-
Schwedischer Ort startet die Zukunft
Erstklässler erhalten Computer
-
Schutz vor Verlust
Daten mehrfach speichern
-
Schön warmhalten
Technik mag keine Kälte
-
Letzte Hoffnung EU-Parlament
ACTA-Gegner formieren sich
-
Samsung Galaxy fürs Grobe
Was hält das Xcover aus?
-
Apple triumphiert über Samsung
Galaxy Tab 10.1 bleibt verboten
