Freitag, 30. April 2010
Nach Jobs Flash-Grabrede: Adobe-Chef antwortet
Nachdem Apple-Chef Steve Jobs in einem offenen Brief erklärt hat, warum Flash keine Zukunft habe, gibt ihm Adobe-Chef Shantanu Narayen die passende Antwort. Jobs werfe Rauchbomben, sagt er.
"Letztendlich entscheiden die Kunden", sagt Adobe-Chef Narayen. "Offene Systeme haben bisher immer triumphiert.
(Foto: REUTERS)
In einem Video-Interview mit dem "Wall Street Journal" hat sich Adobe-Chef Shantanu Narayen zu Steve Jobs offenen Brief geäußert, in dem dieser erklärt, warum Flash als Technologie keine Zukunft habe.
Die "außerordentliche Attacke" des Apple-Chefs habe eigentlich nichts mit Technologie zu tun, sagt Narayen. Über den Vorwurf, Flash sei ein geschlossenes System, lächelt er. "Flash ist ein offenes Werkzeug", sagt er. Die Software der neuen Creative Suite (Photoshop, Illsutrator etc.) ermögliche es Entwicklern, plattformübergreifend zu programmieren. Adobe-Produkte deckten die gesamte Palette ab: Computer, Handys, Tablet-PC und Fernsehen. Dass Adobe das kann, gefalle Apple nicht. Deshalb hindere es Adobe daran, seinen Kunden die besten Möglichkeiten zu bieten.
"Abstürze liegen an Apples Betriebssystem"
Wenn Macs bei Flash-Anwendungen öfters in die Knie gehen, liege dies wohl ebenso an Apples Betriebssystem, sagt der Adobe-Chef. Jobs' Behauptung, Flash sauge Akkus leer, nennt er "offensichtlich falsch". "Wenn Hardware-Beschleunigung für Flash bereitsteht, wie es uns bestimmte Plattformen ermöglichen, haben wir gezeigt, dass es weniger Energie braucht als auf einem Mac."
"Jobs wirft Rauchbomben", sagt Narayen. Apples App Store habe mehr als 100 Programme akzeptiert, die mit Adobe-Software entwickelt worden seien. "Wir haben einfach eine unterschiedliche Weltanschauung."
Narayens Gesprächspartner wollte vom Adobe-Chef auch wissen, ob er ein iPhone habe. "Ich habe ein Google Nexus One", antwortete er.
kwe
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