Montag, 12. April 2010
"Geh, f... dich selbst!": Adobe-Mann beschimpft Apple
Apple-Chef Steve Jobs kann Flash nicht ausstehen, deshalb funktioniert es nicht auf "seinen" Geräten. Adobe hat jetzt aber mit seiner neuen Creative Suite 5 eine Möglichkeit geschaffen, um Flash-Anwendungen so umzuwandeln, dass sie doch auf iPhones oder iPads laufen. Zum Leidwesen vieler seiner Kunden spielt Apple aber nicht mit. Es hat mit Erscheinen des neuen Betriebssystems iPhone OS 4.0 kurzerhand die Regeln für die Entwicklung von Apps geändert und Adobes Hintertürchen zugeschlagen. Die neuen Lizenzbedingungen für das Developer Kit verbieten solche Übersetzungs-Tools grundsätzlich.
Adobes Flash-Guru Lee Brimelow findet in seinem Blog für Apples Vorgehen deutliche Worte. Entwickler würden für einen Feldzug gegen Adobe missbraucht, schreibt er. Er sei sicher, dass viele Apple-Mitarbeiter damit nicht einverstanden sind. Doch Steve Jobs hätte ihnen einen Maulkorb verpasst.
Persönliches Boykott
Brimelow erinnert an die gemeinsame Erfolgsgeschichte der beiden Unternehmen. Photoshop und andere Produkte der Creative Suite gehörten früher zu Mac-Rechnern wie Office zu Windows-PCs. Das hat sich inzwischen allerdings grundlegend geändert. Im Gegensatz zu vielen Adobe-Anhängern sei er aber gegen ein Boykott von Apples Betriebssystem. Adobe würde niemals zu solchen Mitteln greifen, betont Brimelow. Er will aber so lange keinen Cent mehr für Apple-Produkte ausgeben, bis die Führung des Unternehmens wechselt. Für ihn persönlich gelte im Moment: "Geh, f... dich selbst, Apple!"
So hart will Adobe die Kritik an Apple offiziell nicht formulieren. Es betont, dass Brimelows Meinung sich nicht mit der des Unternehmens decke.
kwe
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