Technik

Wechsel in der Eiszeit: Apple krallt sich "Flash"-Mann

Apple und Adobe - eine wechselvolle Geschichte. Vor allem wegen des Flash-Players, von dem Apple nichts hält, der aber weit verbreitet ist sowie Kaufargument für andere Betriebssysteme. Ausgerechnet Adobe-Technikchef Lynch wechselt nun die Seiten.

Kevin Lynch wandert ab. (Foto: Robert Scoble)
Kevin Lynch wandert ab. (Foto: Robert Scoble)(Foto: dpa)

Apple hat den bisherigen Technik-Chef des Software-Spezialisten Adobe, Kevin Lynch, abgeworben. Er wird als Vizepräsident in der neuen Technologie-Gruppe von Apple-Urgestein Bob Mansfield arbeiten, wie Apple bekanntgab. Lynch kann Apple unter anderem beim Ausbau von Cloud-Diensten helfen: Er war bei Adobe federführend an der technischen Umsetzung des Schwenks von Verkaufssoftware hin zu Abo-Modellen mit Netzwerk-Speicher beteiligt.

Apple und Adobe haben eine wechselhafte Geschichte. In den Anfangszeiten von Apple arbeiteten die beiden Unternehmen eng zusammen. Zuletzt herrschte zwischen ihnen eine Eiszeit, nachdem Apple-Gründer Steve Jobs die Adobes Multimedia-Software Flash von den iPhones und iPads verbannte, weil sie fehleranfällig sei und die Batterielaufzeit verschlechtere. Adobe wies die Kritik zurück.

In dieser Zeit nahm der heutige Apple-Manager Lynch 2009 auch an einem Parodie-Video teil, in dem ein iPhone angeblich in einem Mixer zerhäckselt, gesprengt und von einer Straßenwalze überrollt wurde. Inzwischen gab sich Adobe geschlagen und stellte die Weiterentwicklung der mobilen Flash-Variante ein.

Quelle: n-tv.de

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