Mittwoch, 16. Juli 2008
Mac-Computer nachgebaut: Apple verklagt Psystar
Der Apple-Konzern geht gerichtlich gegen eine US-Firma vor, die einen günstigeren Nachbau seiner iMac-Computer verkauft. Die Psystar Corp. bietet seit April ein iMac-Imitat mit Intel-Prozessor und Apples Betriebssystem an.
In einer 16-seitigen Klageschrift wirft Apple dem Unternehmen aus Miami nun vor, damit Urheberrechte zu verletzen und bei dem Einsatz der Software gegen Lizenz-Vereinbarungen zu verstoßen. Bei den auf Psystars Website angebotenen Updates für das Betriebssystem Leopard handele es sich zudem entweder um direkte Kopien oder um "nicht autorisierte modifizierte Versionen" der Software.
Psystar bietet seine Mac-Clone für rund 600 Dollar an. Der günstigste iMac kostet bei Apple knapp 1200 Dollar. Zunächst war Psystar auf großes Käuferinteresse gestoßen, die Geräte fielen allerdings vielfach unter anderem durch laute Lüftergeräusche negativ auf. Mit der Nutzung des Mac-OS-Betriebssystems verstoße Psystar gegen die Lizenz-Bedingungen, die nur einen Einsatz auf Mac-Computern vorsähen, lautet der Vorwurf von Apple. Der Computer- und iPod- Hersteller hatte in den 90er Jahren nur knapp zweieinhalb Jahre lang sein Betriebssystem auch zur Nutzung auf anderen Rechnern lizenziert, war nach dem Wiedereintritt des Firmenmitbegründers und heutigen Chefs Steve Jobs in das Unternehmen aber wieder von dieser Praxis abgerückt.
Die Klage war bereits am 3. Juli bei einem Bezirksgericht in Kalifornien eingereicht worden, eine erste Anhörung ist für den 22. Oktober angesetzt.
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