Freitag, 08. Januar 2010
Fast schon im grünen Bereich: Apple wird endlich sauber
Vom Saulus zum Paulus: Jahrelang scherte sich Apple nicht um die Umweltverträglichkeit seiner Produkte und landete deshalb in den entsprechenden Greenpeace-Ranglisten ganz unten. Inzwischen ist die Diskrepanz zwischen sauberem Design und dreckigen Materialien geringer geworden. Nach der aktuellen Greenpeace-Studie zu grüner Elektronik hat sich Apple sogar zu einem der Vorreiter in Sachen Umweltschutz entwickelt. An der Spitze des Rankings steht aber nach wie vor Nokia, dicht gefolgt von Sony Ericsson. Es folgen Toshiba und Philips. Apple ist vom neunten auf den fünften Platz geklettert. Schlecht schnitten hingegen Samsung, Dell, Lenovo und LG Eletronics ab.
Greenpeace setzt sich dafür ein, dass die Hersteller von Computern und Geräten der Unterhaltungselektronik auf den Einsatz von gefährlichen chemischen Substanzen wie PVC und giftige Flammschutzmittel verzichten. Die Geräte sollen möglichst wenig Energie verbrauchen und gut recyclefähig sein. Außerdem verlangt Greenpeace von den Unternehmen, die Umweltdaten transparent zu machen.
"Es wird Zeit, weniger zu reden und mehr zu handeln, um giftige Chemikalien zu verbannen", sagte Casey Harrel, der bei Greenpeace für die Kampagne zuständig ist. "Nokia, Sony Ericsson und Apple führen, Hewlett-Packard holt auf. Aber die Tatenlosigkeit der anderen Unternehmen sorgt dafür, dass Verbraucher und die Umwelt weiter auf der Verliererseite stehen." Dass viele Hersteller diesmal schlechter abgeschnitten haben als in vorangegangenen Studien, liegt auch daran, dass sich die Kriterien verschärft haben. Die Unternehmen müssen sich jetzt auch aktiv für gesetzliche Regelungen einsetzen.
ino/dpa
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