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Das iPad Air 2 ist laut Apple das dünnste Tablet der Welt.
Das iPad Air 2 ist laut Apple das dünnste Tablet der Welt.(Foto: Apple)

Das "dünnste Tablet der Welt": Apple zeigt die neuen iPads

Nur einen Tag nach Googles Nexus-Präsentation zieht Apple nach und stellt das iPad Air 2 sowie das iPad mini 3 vor. Auf beiden Geräten ist das Betriebssystem iOS 8.1 installiert. Außerdem auf Apples Laufsteg: Ein neuer iMac, ein Mac mini und OS X Yosemite.

Ob es Zufall ist, dass Google und Apple fast zeitgleich ihre neuen Geräte präsentieren? Grund zur Sorge um mangelnde Aufmerksamkeit hat Apple jedenfalls auch einen Tag nach der Vorstellung von Googles Herbstkollektion nicht. Auf einer Veranstaltung im Hauptquartier in Cupertino präsentierte Apple heute zwei neue iPads mit iOS 8.1 sowie eine neue Version des Desktop-Computers iMac. Das Macintosh-Betriebssystem OS X Yosemite wurde ebenfalls gezeigt, es ist ab sofort kostenlos verfügbar.

iPad Air 2

Das iPad Air 2 ist nur 6,1 Millimeter dick.
Das iPad Air 2 ist nur 6,1 Millimeter dick.(Foto: Klaus Wedekind / n-tv.de)

Star der Vorstellung war das iPad Air 2. Die neue Generation unterscheidet sich optisch nur wenig vom Vorgängermodell. Das Gehäuse aus matt gebürstetem Aluminium ist jedoch noch einmal etwas leichter und dünner. Während das erste iPad Air 240 x 169,5 x 7,5 Millimeter misst und bis zu 478 Gramm wiegt, ist das iPad Air 2 nur maximal 469 Gramm schwer und mit 6,1 Millimetern nochmal deutlich dünner – damit ist es sogar flacher als das iPhone 6 mit 6,9 Millimetern und laut Apple das „dünnste Tablet der Welt“. Sehen kann man den Unterschied kaum, aber wenn man das neue iPad in der Hand hält, fühlt es sich sogar noch dünner an.

Das Display misst nach wie vor 9,7 Zoll, die Auflösung beträgt 2048 x 1536 Pixel, womit es eine Pixeldichte von 264 ppi mitbringt. Apple hat beim Bildschirm des Air 2 drei Schichten zu einer zusammengefügt, wodurch er nicht nur dünner ist, sondern auch bessere Farben und Kontraste aufweisen soll. Außerdem hat das Display eine antireflektierende Beschichtung erhalten, die Spiegelungen bis zu 56 Prozent reduzieren soll. Wie gut dies tatsächlich funktioniert, muss sich im Test noch herausstellen. Bei der Präsentation war aber zumindest festzustellen, dass der Bildschirm leichter zu fotografieren war.

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Wie zuvor bereits vermutet, bekommt das iPad Air 2 einen neuen Prozessor, den A8X. Der Chip ist eine Weiterentwicklung des A8-Prozessors, der im iPhone 6 zum Einsatz kommt, der laut Apple eine um 40 Prozent schnellere CPU-Leistung hat und grafisch den A7 um das 2,5-fache schlägt. Außerdem an Bord: Der Ko-Prozessor M8, der für das Sammeln von Bewegungsdaten zuständig ist. Zur Größe des Arbeitsspeichers machte Apple wie gewohnt keine Angaben. Trotz erhöhter Leistung und dünnerem Design soll die Akkulaufzeit wie gehabt von bis zu zehn Stunden betragen.

Erwartungsgemäß hat auch das iPad Air 2 im Home-Button einen Fingerabdrucksensor. Die Touch ID hat die gleichen Funktionen wie beim iPhone. Unter anderem dient der Sensor zur Authentifizierung beim Bezahldienst Apple Pay, der in den USA startet, in Deutschland aber noch nicht zur Verfügung steht. Einen NFC-Chip hat das Tablet nicht an Bord.

Das iPad Air 2 gibt's auch in Gold.
Das iPad Air 2 gibt's auch in Gold.(Foto: Klaus Wedekind / n-tv.de)

Auch die Kameras wurden verbessert. Die iSight-Kamera auf der Rückseite bietet jetzt eine maximale Auflösung von 8 Megapixeln auf iPhone-Niveau. Außerdem unterstützt das iPad Air 2 Serienbildaufnahmen in schneller Abfolge, Zeitlupenvideos und Zeitrafferaufnahmen. Die Frontkamera Face Time HD ist lichtstärker, kann Selbstporträts im Serienmodus machen sowie HDR-Fotos und -Videos aufnehmen.

Auf den Markt kommt das iPad Air 2 in den Farben Silber, Grau und Gold, die Preise für die WLAN-Variante liegen je nach Größe des internen Speichers bei 489 Euro (16 Gigabyte), 589 Euro (64 Gigabyte) und 689 Euro (128 Gigabyte). In der mobilen Ausführung sind die Tablets jeweils 120 Euro teurer.

iPad mini 3

Das dritte iPad mini ist ebenfalls nur eine behutsame Weiterentwicklung des Vorgängers, optische Veränderungen gibt es bis auf die neue Farbe Gold und den eingefassten Home-Button nicht. Der Bildschirm ist nach wie vor 7,9 Zoll groß, die und hat 2048 x 1536 Pixel 326 ppi). Wie das Air 2 hat auch das neue mini jetzt einen Fingerabdrucksensor im Home-Button und eine iSight-Kamera. Die maximale Auflösung beträgt hier 5 Megapixel.

Die neuen iPads kommen beide mit Fingerabdrucksensor.
Die neuen iPads kommen beide mit Fingerabdrucksensor.(Foto: Klaus Wedekind / n-tv.de)

Das günstigste iPad mini 3 kostet 389 Euro (WLAN, 16 Gigabyte), die Preise für die mobile Variante liegen bei 509 Euro (16 Gigabyte), 609 Euro (64 Gigabyte) und 709 Euro (128 Gigabyte).

Beide iPads können ab 17. Oktober vorbestellt werden, der Versand ist für die folgende Woche angesetzt. Zum gleichen Zeitpunkt sollen die Geräte auch in den Stores erhältlich sein.

iOS 8.1

Die neuen iPads werden mit der mobilen Software iOS 8.1 ausgeliefert, eine aktualisierte Version des im Juni vorgestellten iOS 8. Einige Features, die mit iOS 8 abgeschafft wurden, hat Apple bei der neuen Version wieder an Bord geholt, darunter den „Camera Roll“, den zentralen Ablageort für Fotos. iOS 8.1 kommt außerdem mit Apples Bezahldienst Apple Pay und einer Betaversion der iCloud Photo Library, einen Cloud-Speicher für Bilder und Videos in voller Auflösung. iOS 8.1 ist ab dem 21. Oktober verfügbar.

iMac mit Retina-Display, Mac mini

Neben den neuen iPads hat Apple wie erwartet auch eine Neuauflage seines Desktop-Computers iMac mit schnellerem Prozessor und hochauflösendem „Retina-5K-Display“ präsentiert. Die Auflösung des 27-Zoll-Bildschirms beträgt 5120 x 2880 Pixel, die Pixeldichte liegt damit bei 218 ppi.

„Retina“ steht in Apples Marketingsprache für eine Pixeldichte, die so hoch ist, dass das menschliche Auge aus normalem Betrachtungsabstand keine einzelnen Pixel mehr erkennen kann. Eingeführt wurde der Begriff mit dem iPhone 4, der neue iMac ist Apples erster Desktop-Computer mit Retina-Display.

Der Prozessor ist ein Intel i5 mit 3,5 Gigahertz Taktrate, optional steht ein i7 mit 4 Gigahertz zur Auswahl. Die Größe des Arbeitsspeichers beträgt 8 Gigabyte, die interne Festplatte fasst 1 Terabyte. Der Retina-iMac ist ab sofort verfügbar und kostet mindestens 2599 Euro.

Neben dem Retina-iMac wurde auch ein neuer Mac mini gezeigt, ebenfalls mit schnellerem Prozessor und verbesserter Grafik. Der Startpreis liegt bei 519 Euro, Verkaufsstart ist ebenfalls sofort.

OS X Yosemite

Mit dem neuen iMac kommt auch die neue Version des Macintosh-Betriebssystems, das Apple auf der Entwicklerkonferenz WWDC im Juni bereits vorgestellt hatte. Yosemite verbindet die Desktop- und Mobil-Betriebssysteme enger als je zuvor, Inhalte und Funktionen lassen sich leicht mit iOS 8 synchronisieren. OS X Yosemite ist ab sofort kostenlos verfügbar.

Quelle: n-tv.de

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